Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  2. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  3. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  4. „Warum bin ich Christ“
  5. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  6. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  7. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  8. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  9. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  10. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  11. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  12. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  13. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  14. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt
  15. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass

Das Jesuskind von Brooklyn

30. Jänner 2012 in Chronik, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Mexikanische Traditionen helfen Einwanderern gegen ihr Heimweh - Zu Lichtmess, im Spanischen 'Candelaria', wird das Jesuskind in die Kirche gebracht - Von Gundula Schmidt-Graute (KNA)


New York (kath.net/KNA) Das Leben in New York ist hart, besonders für die mexikanischen Neueinwanderer, die oft ohne offizielle Papiere sind. Das Fest Mariä Lichtmess, das am 2. Februar begangen wird, bedeutet hier Heimat und Wärme. In ihrer Heimat, in Mexiko, ist Lichtmess ein wichtiger katholischer Feiertag. Doch die Mexikaner in New York können dafür nicht mitten im Winter nach Hause fahren. So machen sie es sich in Kälte und Schneematsch so gemütlich wie möglich.

Etwa beim traditionellen Gottesdienst in der Allerheiligen-Kirche im Stadtteil Brooklyn. Hell erleuchtet ist die Kirche am 2. Februar, anheimelnd und warm zwischen den neogotischen Säulen und den vielen Heiligenfiguren. Die Menschen sprechen leise, meist Spanisch. Auch die Kinder sind ruhig und ernst. Man sieht viele indianisch anmutende Gesichter. Die Erwachsenen tragen Körbchen oder Puppenstühlchen mit aufwändig geschmückten und gekleideten Babypuppen. Manche der Figuren haben weiße, die meisten bunte Kleider an. Es sind die Jesuskinder aus den Familienkrippen - viel größer als jene, die man in europäischen Krippen findet.


«Zu Lichtmess, im Spanischen 'Candelaria', wird das Jesuskind in die Kirche gebracht», erklärt Juan Carlos Aguirre vom mexikanischen Kulturverein 'Manoamano' ('Hand in Hand'). «Wie auch Jesus, gemäß der jüdischen Tradition, 40 Tage nach der Geburt in den Tempel von Jerusalem gebracht wurde. Das ist auch das liturgische Ende der Weihnachtszeit.» Die beginnt in Mexiko am 16. Dezember. «Man zieht bis zum 25. von Haus zu Haus und spielt damit die Herbergssuche nach», erläutert Aguirre. «Das nennt man 'Posadas' ('Gasthäuser'). Am Weihnachtstag wird das Jesuskind in die Krippe gelegt.»

Auch der Dreikönigstag ist in der lateinamerikanischen Tradition wichtig. In East Harlem, der größten hispanischen Wohngegend in Manhattan, findet eine Parade statt mit unzähligen Königen und echten Kamelen. Mexikanische Familien brechen das Brot: «rosca» wird es genannt; eine Art Hefekranz, in den eine kleine Jesusfigur eingebacken ist. Wer sie findet, ist Pate des Jesuskindleins und verantwortlich für das Einkleiden und eine eventuellen Reparatur einer älteren Krippenfigur. Zudem müssen die Paten nach der Messe ein kleines Fest in ihrem Haus geben. «Das Versteck im Brot hat natürlich auch eine Bedeutung», so der Vertreter des Kulturvereins. «König Herodes wollte ja das Kind töten, das ihm von den Weisen aus dem Morgenland als neuer König angekündigt worden war.»

An Mariä Lichtmess ist der Priester ganz in Weiß gekleidet. Es werden vor allem Marienlieder gesungen, das Ave Maria gebetet. Neugeborene werden zum Altar gebracht; der Priester segnet sie. Der größte Teil des Gottesdienstes findet in spanischer Sprache statt. «Wir bitten für die Familien, in denen Gewalt herrscht», heißt es in den Fürbitten, und: «Wir bitten für die Menschen, die von Alkohol und Drogen abhängig sind.» Das Leben in New York ist hart für die Einwander. Lichtmess bedeutet Heimat und Wärme.


(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

USA

  1. 100. Stadt in den USA verbietet Abtreibungen
  2. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  3. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  4. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  5. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  6. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  7. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  8. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  9. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  10. Universität Texas A&M: 650 Personen bereiten sich auf Eintritt in die katholische Kirche vor







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Erneut ruhige Spitalnacht für Papst nach Krebs-Operation
  3. Mit dem Rosenkranz im Gym
  4. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  5. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  6. 'Jeden Tag sprach ich mit Gott und mit meiner Mutter'
  7. Erkrankter Papst ruft Familien zu Mitarbeit in den Gemeinden auf
  8. 3,5 Millionen Ave Maria für den Papst
  9. Genesung des Papstes verläuft laut Ärzteteam nach Plan
  10. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt
  11. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  12. Die Familie als Schule der Liebe - Eine Kirche aus Familien
  13. Vatikan: Papst verbrachte nach Krebs-OP eine ruhige Nacht
  14. CDU-Politiker mahnt: Kirchen dürfen sich nicht auf ‚Sozialbuden‘ reduzieren
  15. Der Rosenkranz als Schule der Christusbetrachtung

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz