Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  2. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  3. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  4. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  5. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  6. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  7. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  8. Der Bischof und der Denunziant
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  11. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  12. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  13. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  14. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt
  15. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an

Das Jesuskind von Brooklyn

30. Jänner 2012 in Chronik, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Mexikanische Traditionen helfen Einwanderern gegen ihr Heimweh - Zu Lichtmess, im Spanischen 'Candelaria', wird das Jesuskind in die Kirche gebracht - Von Gundula Schmidt-Graute (KNA)


New York (kath.net/KNA) Das Leben in New York ist hart, besonders für die mexikanischen Neueinwanderer, die oft ohne offizielle Papiere sind. Das Fest Mariä Lichtmess, das am 2. Februar begangen wird, bedeutet hier Heimat und Wärme. In ihrer Heimat, in Mexiko, ist Lichtmess ein wichtiger katholischer Feiertag. Doch die Mexikaner in New York können dafür nicht mitten im Winter nach Hause fahren. So machen sie es sich in Kälte und Schneematsch so gemütlich wie möglich.

Etwa beim traditionellen Gottesdienst in der Allerheiligen-Kirche im Stadtteil Brooklyn. Hell erleuchtet ist die Kirche am 2. Februar, anheimelnd und warm zwischen den neogotischen Säulen und den vielen Heiligenfiguren. Die Menschen sprechen leise, meist Spanisch. Auch die Kinder sind ruhig und ernst. Man sieht viele indianisch anmutende Gesichter. Die Erwachsenen tragen Körbchen oder Puppenstühlchen mit aufwändig geschmückten und gekleideten Babypuppen. Manche der Figuren haben weiße, die meisten bunte Kleider an. Es sind die Jesuskinder aus den Familienkrippen - viel größer als jene, die man in europäischen Krippen findet.


«Zu Lichtmess, im Spanischen 'Candelaria', wird das Jesuskind in die Kirche gebracht», erklärt Juan Carlos Aguirre vom mexikanischen Kulturverein 'Manoamano' ('Hand in Hand'). «Wie auch Jesus, gemäß der jüdischen Tradition, 40 Tage nach der Geburt in den Tempel von Jerusalem gebracht wurde. Das ist auch das liturgische Ende der Weihnachtszeit.» Die beginnt in Mexiko am 16. Dezember. «Man zieht bis zum 25. von Haus zu Haus und spielt damit die Herbergssuche nach», erläutert Aguirre. «Das nennt man 'Posadas' ('Gasthäuser'). Am Weihnachtstag wird das Jesuskind in die Krippe gelegt.»

Auch der Dreikönigstag ist in der lateinamerikanischen Tradition wichtig. In East Harlem, der größten hispanischen Wohngegend in Manhattan, findet eine Parade statt mit unzähligen Königen und echten Kamelen. Mexikanische Familien brechen das Brot: «rosca» wird es genannt; eine Art Hefekranz, in den eine kleine Jesusfigur eingebacken ist. Wer sie findet, ist Pate des Jesuskindleins und verantwortlich für das Einkleiden und eine eventuellen Reparatur einer älteren Krippenfigur. Zudem müssen die Paten nach der Messe ein kleines Fest in ihrem Haus geben. «Das Versteck im Brot hat natürlich auch eine Bedeutung», so der Vertreter des Kulturvereins. «König Herodes wollte ja das Kind töten, das ihm von den Weisen aus dem Morgenland als neuer König angekündigt worden war.»

An Mariä Lichtmess ist der Priester ganz in Weiß gekleidet. Es werden vor allem Marienlieder gesungen, das Ave Maria gebetet. Neugeborene werden zum Altar gebracht; der Priester segnet sie. Der größte Teil des Gottesdienstes findet in spanischer Sprache statt. «Wir bitten für die Familien, in denen Gewalt herrscht», heißt es in den Fürbitten, und: «Wir bitten für die Menschen, die von Alkohol und Drogen abhängig sind.» Das Leben in New York ist hart für die Einwander. Lichtmess bedeutet Heimat und Wärme.


(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

USA

  1. 50 Jahre Jugendkonferenzen in Steubenville
  2. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  3. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  4. US-Regierung beendet öffentliche Finanzierung für ‚Geschlechtsumwandlung‘ bei Kindern
  5. Erzbischof Cordileone: 'Lasst unsere Nonnen in Ruhe!'
  6. US-Senat bestätigt Todd Blanche als Justizminister – Pläne gegen Versandhandel mit Abtreibungspillen
  7. William Donohue: Bürgermeister Mamdani soll nicht an Gedenkveranstaltung zu 9/11 teilnehmen
  8. US-Bischöfe rufen Amerikaner zu Gebet und Aktionen gegen Abtreibungspillen auf
  9. Katholische Nonnen verklagen Bundesstaat New York wegen Zwang zur Beihilfe zum Suizid
  10. USA: Gericht entscheidet über Statue von Erzengel Michael vor öffentlichem Gebäude






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  3. Der Bischof und der Denunziant
  4. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  5. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  6. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  7. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  8. Neues Eigentümer-Ehepaar lässt Ex-Epstein-Ranch drei Tage lang exorzieren
  9. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  10. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  11. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  12. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  13. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt
  14. 21 Märtyrer: 20 ägyptische Kopten und ein Wanderarbeiter aus Ghana
  15. Passauer Bischof Oster warnt in Altötting vor Verfall des christlichen Menschenbildes

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz