
Wien (kath.net/KIN) Etwa 35.000 Menschen in Nordnigeria haben ihre Häuser aufgrund anhaltender Gewalt verlassen. Das berichteten Repräsentanten der Kirche in Nigeria der internationalen katholischen Hilfsorganisation “Kirche in Not”.
Abul Qaqa, Sprecher der islamischen Sekte Boko Haram, stellte den Christen bereits Anfang Jänner ein dreitägiges Ultimatum, um den Norden zu verlassen. “Das anvisierte Ziel von Boko Haram ist es, alle Christen aus dem Norden zu vertreiben”, bestätigte ein Zeuge gegenüber “Kirche in Not”.
Augenzeugen berichteten: “Die Menschen laufen einfach davon. Sie fliehen in Gebiete wie Jos und weiter südlich, in denen sie glauben, sicher zu sein.” Ein Flüchtling ergänzte: “Es herrscht Panik. Viele haben alles zurück gelassen und laufen um ihr Leben, weil sie nicht wissen, wann die Gewalt wieder auflodert.”
Eine große Zahl der Flüchtlinge sind Christen. Sie berichteten, dass Kirchen in Maidiguri (siehe Foto), im Bundesstaat Borno und in Bauchi am vergangenen Sonntag zerstört wurden.
Laut Human Rights Watch wurden bereits 935 Menschen seit der Gründung von Boko Haram getötet. Dazu zählen auch die mehr als 250 Opfer seit Beginn des Jahres 2012.
Kirche in Not Österreich
Foto: © www.kirche-in-not.de
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