19 Januar 2012, 17:31
Der Schrei der Ungeborenen
 
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Kultur des Lebens oder des Todes? - „Der größte Zerstörer des Friedens: Der Schrei der Ungeborenen“ (sel. Mutter Teresa). - Von P. Bernhard Speringer ORC / Schweizerisch-katholisches Sonntagsblatt

Goldach (kath.net/Schweizerisch-katholisches Sonntagsblatt) Der gerade stattfindende amerikanische Vorwahlkampf innerhalb der Republikanischen Partei dient dazu, den geeignetsten Kandidaten der Partei zu finden, der im November bei den Bundeswahlen gegen Barak Obama antritt. Anders als in den deutschsprachigen Ländern oder in Europa generell, spielt das Thema Lebensschutz in Amerika bei Wahlen eine enorme Rolle. Welcher Kandidat ist wirklich „pro life“ und welcher wirklich „pro choice“, welcher Kandidat kann ein Resümee vorweisen, welches beweist, dass seine Worte und Ankündigungen und Versprechen auch wirklich seinen Taten entsprechen…

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So kommen im Wahlkampf immer auch sehr brisante Fakten und Daten ans Tageslicht, die nicht nur die amerikanische Öffentlichkeit, sondern die ganze Welt, besonders auch die kirchlichen Medien in Europa aufhorchen lassen. Hier einige Fakten:

Der Jahresbericht der größten Abtreibungsorganisation „Planned Parenthood“ gibt an, im Jahr 2010 insgesamt 487,5 Millionen Dollar an Steuergeldern erhalten zu haben. Im selbem Zeitraum wurden durch private Spenden über 1 Milliarde (1.000.000.000,-) Dollar lukriert. Im Jahr 2010 hat Planned Parenthood in seinen „Gesundheitszentren“ 329.455 Abtreibungen vorgenommen (das sind täglich fast 1.000 ungeborene Kinder), ein Viertel aller Abtreibungen, die in den USA jährlich (offiziell!) durchgeführt werden, nämlich 1,2 Millionen. Und das mit dem Geld der einfachen Steuerzahler, auch der katholischen und auch mit Steuern von Abtreibungsgegnern. (PP und cnsnews) Im Irakkrieg (Zeitraum 2003-2011) wurden 4.483 US Soldaten getötet, das sind im Schnitt jährlich 498 – im Gegensatz zu 1,2 Millionen Amerikanern, die im eigenen Land jährlich im Mutterschoß getötet werden. Der Krieg im Irak forderte jährlich „nur“ 0,04 % der getöteten Leben im Krieg gegen die Ungeborenen im eigenen Land.

Hier ein anderes Faktum: Ein Gericht in Palm Beach / Florida hat eine Ärztin zu 4,5 Millionen Dollar verurteilt. Dieses Geld erhält ein Ehepaar, weil die Gynäkologin ihnen nicht rechtzeitig mitgeteilt hat, dass sie einen „Auftragskiller im Chirurgenmantel“ (LSN)) anstellen müssen, wenn sie das Kind nicht behalten wollen. Ana Mejia und Rodolfo Santana hätten ihr Kind, den mittlerweile drei Jahre alten Bryan, getötet, wenn sie rechtzeitig erfahren hätten, dass es nicht “perfekt” ist. Und ein Gericht spricht ihnen dafür 4,5 Millionen Dollar zu. Die Begründung der Richterin: Die ärztliche Betreuung dieses Paares war inakzeptabel. Sie müssen jetzt mit einem Kind leben, das eine Behinderung hat (keine Arme). Ein Kolumnist schrieb dazu: „Ich hoffe, dass Bryan, wenn er größer ist, sich nicht selbst googelt. Ich kann mir kaum vorstellen, was es bedeuten muss, wenn er herausfindet, dass seine Eltern ihn lieber getötet hätten. Wie schnell wird ihm bewusst werden, welche Auffassung seine Eltern vom menschlichen Leben haben – wenn sie sein eigenes Leben für nicht lebenswert halten. Und ich wunder mich, ob die Richterin daran gedacht hat, wie Millionen behinderte Menschen in unserer Gesellschaft reagieren, wenn sie erfahren, dass sie einem Ehepaar 4,5 Millionen Dollar zugesprochen hat, weil sie nicht die Gelegenheit hatten, ihren behinderten Sohn zu töten.“

So erschütternd diese Fakten auch sind. In den wenigsten Fällen bringen sie die Gesellschaft oder Politik zum Umdenken. Die „Wahlfreiheit“ ist den Abtreibungsbefürwortern und denen von Ihnen mit Geld und enormen Wahlkampfspenden in Geiselhaft gehaltenen Politikern heilig. Und unsere Gesellschaft ist so verblendet, dass sie es nicht erkennen kann. Nur Gebet und Sühne kann hier etwas bewirken.

Original: Leitartikel im «Schweizerisch Katholischen Sonntagsblatt» Nr. 2/2012

Englische Übersetzung dieses Textes: The Cry oft the Unborn

Siehe auch:
„Tagebuch eines ungeborenen Babys“. Von Pater Bernhard Speringer

„Diary of an Unborn Baby“. By Fr. Bernhard Speringer



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