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Johannes Paul II. hätte fast Hungerstreiktod verhindert

2. Jänner 2012 in Chronik, keine Lesermeinung
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Britisches Archiv zeigt: Der frühere Papst überzeugte einen IRA-Aktivisten, seinen Streik aufzugeben, doch die britische Regierung ging nicht darauf ein


London (kath.net/CC) Kürzlich veröffentlichte Dokumente des britischen Regierungsarchivs zeigen, dass Papst Johannes Paul II. 1981 einen inhaftierten IRA-Kommandanten überzeugen konnte, seinen Hungerstreik unter bestimmten Bedingungen zu beenden. Doch die Regierung lehnte damals das Angebot ab.

Durch seinen Mittelmann Monsignore John Magee, päpstlicher Sekretär und späterer Bischof von Cloyne, überzeugte Johannes Paul II. den IRA-Aktivisten Bobby Sands davon, seinen Hungerstreik zu beenden, wenn er mit einem Vertreter der britischen Regierung sprechen könne, im Beisein von Priestern und anderen Gefangenen. Die Regierung verweigerte aber eine Verhandlung mit Sands. Kurz danach starb Sands, nach 66 Tagen Hungerstreik im Gefängniskrankenhaus, am 5. Mai 1981.


Bobby Sands war Kommandant der Irish Republican Army (IRA) und saß wegen illegalen Waffenbesitzes im Gefängnis. Er begann den Hungerstreik, um die britische Regierung zu zwingen, ihn als politischen Häftling anzuerkennen. Politische Gefangene trugen keine Gefängniskleidung und mussten nicht arbeiten. Diesen Status hatte die britische Regierung damals abgeschafft. Großbritannien betonte, dass IRA-Kämpfer ausschließlich wegen krimineller Aktivitäten inhaftiert seien.



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