27 Dezember 2011, 11:59
SPD-Politikerin Nahles: Sich einbringen
 
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Andrea Nahles versteht sich als gläubige Katholikin - Christen sollen sich mehr einmischen.

Berlin/Interlaken (kath.net/idea) Christen sollten sich mehr in die Gesellschaft einmischen, verantwortlich und solidarisch handeln und für ihre Überzeugungen einstehen. Das erwartet die Generalsekretärin der SPD, Andrea Nahles.

Die zum linken Parteiflügel gehörende Politikerin bezeichnet sich als gläubige Katholikin, die Jesus Christus nachfolge. Allerdings sei Christus „absolut anspruchsvoll und nebenbei auch ziemlich radikal, was die Gerechtigkeitsfrage angeht“, so dass es nicht leicht sei, ihm zu folgen, sagte Frau Nahles dem christlichen Internetdienst livenet in Interlaken (Schweiz).

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Ihr Glaube sei ihr so wichtig, dass sie sich in manchen Fragen auch über Fraktionsgrenzen hinweg positioniere, etwa bei der Diskussion um embryonale Stammzellenforschung oder bei der Frage, ob ein Gottesbezug in die EU-Verfassung soll. Zusammen mit vielen CDU/CSU-Bundestagsabgeordneten stimmte sie gegen die Forschung mit embryonalen Stammzellen und für die Aufnahme eines Gottesbezugs in die EU-Verfassung.

In diesen Fragen „bekenne ich mich als Christ“, erklärte Nahles in dem Interview. Grundsätzlich möchte sie ihre christliche Verankerung „nicht auf der Fahne durch die Gegend tragen“. Die Politik sei kraftraubend, so dass wenig Zeit bleibe, „den Akku auch mal wieder aufzuladen“. Deshalb sei der Glaube wichtig.

Die zentrale Aussage der Bibel

Auf die Frage, was für sie die zentrale Aussage der Bibel sei, antwortete die 41-Jährige, die bereits mit neun Jahren Messdienerin in ihren Wohnort Weiler (Eifel) war: „Dass Jesus sagt, er sei der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Bereits vor dem Erscheinen ihres Buchs „Frau-gläubig-links“ im Jahr 2009 habe sie sich wiederholt zu Glaubensfragen geäußert. Allerdings sei dies kaum wahrgenommen worden: „Man hat mich nie auf meinen Glauben angesprochen; es passte wohl nicht ins gängige Schema.“ Das habe sich mit dem Buch geändert.

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