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Und Gott lachte ihrer...

26. September 2011 in Deutschland, 23 Lesermeinungen
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Die Medien berichteten oft mehr über die Papstprotestierer als über das, was er sagte und mit welcher Freude er von vielen Menschen, auch von Nicht-Katholiken, empfangen wurde. Ein KATH.NET-Klartext von Bischof Andreas Laun


Salzburg (kath.net) Als der Besuch Papst Benedikts XVI. in Deutschland angekündigt wurde, meldeten sich sofort die Feinde der Kirche und militanten Atheisten und kündigten ihre Proteste an. Und als der Papst dann in Deutschland ankam, berichteten die Medien mit großem Eifer über die Protestierer, viele von ihnen mehr und zuerst über die Proteste gegen den Papst als über das, was er sagte und mit welcher Freude und mit welchem Respekt er von vielen Menschen, auch von Nicht-Katholiken, empfangen wurde. Die zu den Protesten gehörigen Bilder zeigten lächerliche Karikaturen, gehässige Fratzen, Vermummte, Verkleidete im Stil einer Loveparade. All dies ist (wie auch der Papst selbst anmerkte) in einer Großstadt wie Berlin eigentlich „normal“ und sicher nicht der Rede wert.


Und doch, angesichts dieser aggressiven und hasserfüllten „Proteste“ waren auch besorgte Stimmen zu vernehmen. Und doch, Christen sollten sich keine Sorgen machen, sondern zunächst einmal einstimmen in das „Lachen Gottes“. Denn im Psalm 2 heißt es „Warum toben die Völker, warum machen die Nationen vergebliche Pläne? Die Könige der Erde stehen auf, die Großen haben sich verbündet gegen den Herrn und seinen Gesalbten. Laßt uns ihre Fesseln zerreißen und von uns werfen ihre Stricke! Doch er, der im Himmel thront, lacht, der Herr verspottet sie.“

Gott „lacht“ also, aber die Auflehnung gegen Gott ist natürlich alles andere als lustig, sie ist Sturz ins Unglück. So heißt es im Psalm 48: „Denn seht: Die Könige vereinten sich und zogen gemeinsam heran; doch als sie aufsahen, erstarrten sie vor Schreck, sie waren bestürzt und liefen davon. Dort packte sie das Zittern, wie die Wehen eine gebärende Frau, Wie der Sturm vom Osten, der die Schiffe von Tarschisch zerschmettert.“

Vielleicht darf man auch die Geschichte vom Turmbau von Babel so verstehen, dass Gott über den törichten Versuch der Menschen, eine bessere Welt-Gemeinschaft ohne Gott zu bauen, gelacht hat, bevor sie in die große Verwirrung gerieten!

Wir Christen dürfen einerseits in das Lachen Gottes über die Protestierer gegen Ihn einstimmen, andererseits sollten wir auch mit Jesus, dem Sohn Gottes, weinen über alle „Jerusalems“ der Weltgeschichte, die die Botschaft vom Kommen Gottes erreicht hat, die Gott aber das Bürgerrecht verweigert haben – und das, obwohl Er „in Sein Eigentum“ (J, 1ff) kam!

Es mag widersprüchlich klingen, aber das Lachen Gottes und Sein Weinen über die Ungläubigen, die sich empörende Welt bilden eine Einheit im Herzen Gottes, sie sollen und dürfen dies auch im Herzen der Christen tun: Lachen und Weinen über die, die ihr Knie nicht beugen vor Gott!

Übrigens, man kann Gott auch zum gütigen Lächeln bringen! Wie das? „Erzähle Ihm deine Pläne!“


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