15 Juni 2011, 11:42
3000 junge 'Wächter des neuen Morgens'
 
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12. Pfingstkongress der Loretto Gemeinschaft in Salzburg: „Gebet macht glücklich, weil wir da Zeit verbringen mit unserer größten Liebe.“ Ein Bericht von Maria Honsig

Salzburg (kath.net) Schon Tage vor Pfingsten kündeten in der Innenstadt von Salzburg große, rote Fahnen mit der Aufschrift „Veni sancte spiritus - Fest der Jugend“ gleichsam als freudig bewegtes Glaubenszeugnis das große Glaubensfest der Jugend, den 12. Pfingstkongress, an.

Zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend unsichtbar, aber mit umso größerer Intensität, waren da schon über 200 Mitglieder der Loretto-Gemeinschaft mit den bis ins kleinste Detail liebevoll geplanten Aufbauarbeiten beschäftigt. Für bis zu 4000 Besucher war der Glaubenskongress angelegt:

Galt es doch gleich drei Kirchen für Anbetung, Vorträge, Abend der Barmherzigkeit und Lobpreis, drei Schulen für die Übernachtung von 1.400 Jugendlichen, zwei Innenhöfe der Universität für die Essensausgabe, den Innenhof von St. Blasius als chilligen Treffpunkt und Informationsort, die Austauschgruppen, das selbst in Szene gesetzte Musical, aber auch die im Rahmen des Kongresses durch Erzbischof Kothgasser gespendete Firmung von 40 Firmlingen vorzubereiten.

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Der Kongress wurde auch intensiv im Gebet vorbereitet und begleitet. In einer eigenen Wallfahrt zum Marien-Gnadenort vor den Toren der Mozartstadt „Maria Plain“ wurden das Glaubensfest, das mittlerweile zur Großveranstaltung herangewachsen ist, und alle Teilnehmer dem Schutz der Mutter Gottes übergeben.

Überwältigt vom Heiligen Geist

Der riesige Aufwand hat sich gelohnt! Das stand auf den strahlenden und trotz Dreitageseinsatz von Energie sprühenden Gesichtern der jungen Lorettos am Montagabend deutlich geschrieben! „Es war ein Hammer! Dass ich da dabei sein und mithelfen konnte, das seh ich als ein Privileg!“ „Ich bin überwältigt von der Einheit, total berührend das Gefühl des sanften Geführtseins, das Gefühl des Getragenseins!“, war das einhellige Resumee des Teams.

Derselbe Eindruck, dieselbe Reaktion der Teilnehmer ist auch aus den Zeugnissen über den Kongress auf der Lorettohomepage ablesbar: „Der heilige Geist hat mich von Schwermut, Traurigkeit und falschen Gottesbildern befreit, die Gott in meinem Herzen von der Liebe getrennt haben. Danke dem Heiligen Geist, den Gebetsteams und allen, die mitgewirkt haben!“

„Ich hatte großen Durst nach einem solchen Gebet, wie ich es dort mit Euch allen erleben durfte. Besonderen Dank neben den Priestern möchte ich auch dem Lobpreisteam sagen, das war der absolute Herzöffner.“ „Ganz gewaltig war der Barmherzigkeitsabend - sooooo viel Heilung, Gnade, Tränen, Versöhnung, Gebet! Noch nie sind so viele strahlende Gesichter aus dem wahrscheinlich größten Beichtstuhl Österreichs gegangen - die Kirche ist so jung und sooo schön! Danke, Jesus!“

Am schönsten ist es zu singen mit dem Heiligen Geist

Ein großes Charisma der Loretto Gemeinschaft ist der Lobpreis. Der wunderbar lebendige Priester Andreas Schätzle ist schon quasi Bestandteil des Musikteams. Im Dialog mit dem mitreißenden, aber auch in tiefe Ruhe führenden Lobpreis führte er zu etwas ganz Besonderem: in von tiefer Spiritualität und persönlicher Berufung getragene Zwiesprache zwischen Priester, Liturgie und Musik, Salbung durch den Heiligen Geist, Freudentaumel im Glauben.

Die von ihm eingeforderte Einheit war – vielleicht geführt von Maria und dem Heiligen Geist – stark zu spüren auf dem Kongress: zum Beispiel bei dem Highlight der besonderen Art am Sonntag Abend im Republic, wo gemeinsam mit einigen hundert evangelikalen Christen beim Lobpreiskonzert der anglikanischen Gruppe Nick Herbert & Band der christliche Glaube gefeiert wurde.

Oder in der Gemeinschaft der Freude ausstrahlenden bis zu 70 Priester, die es genossen, einmal „nur Priester“ sein zu dürfen, „in einer Gemeinschaft, in der jeder glaubt und die Kirche liebt“, wie es einer von ihnen ausdrückte. Aber auch bei den Katechesen und Beiträgen der Referenten.

Ungeteilte Aufmerksamkeit für Gott

P.Luc Emmerich csj, einer der Hauptreferenten, bekam von den Jugendlichen standing ovations, obwohl - oder vielleicht gerade weil - er sie in seiner Katechese eindringlich zu der einzigen Quelle führte, die unseren Durst wirklich stillen kann: das Gebet. „Gebet macht glücklich, weil wir da Zeit verbringen mit unserer größten Liebe.“ „Mein Herz ist eine kleine Kapelle, wo ich ständig hinein gehen kann.“ So das beeindruckend schlichte Zeugnis des Priors der St. Johannes Gemeinschaft in Marchegg.

Wenn ihr besser beten wollt müsst ihr mehr beten

„Bringt das Gebet zurück in euer Leben!“ lautet auch der seit 30 Jahren gleich dringende Appell der Gospa an uns. Für viele der absolute Höhepunkt des Glaubensfestes war die Erscheinung der Mutter Gottes während des Zeugnisses des Sehers Ivan Dragicevic aus Medjugorje. In der in frischem Weiß strahlenden Universitätskirche, in der die Berührung des Himmels mit der Erde, der Durchbruch des Geistes in die Welt, in Maria, als barocke Skulptur so wunderbar dargestellt ist, ließ sich das für viele unerklärbare Ereignis ein bisschen erahnen. Eine junge Teilnehmerin sprach das Wunderbare aus, das viele wahrnahmen: „Ihre starke Mutterliebe für uns alle!“

Geist Gottes führt in die ganze Wahrheit

Bruce Clewett, „Laienmissionar“ und für diese Berufung aus seiner kalifornischen Heimat nach Europa gekommen, veranschaulichte das Wirken des Heiligen Geistes mit dem Bild eines inneres Navi: „Gott hat immer wieder eine Neuberechnung für Dich. Du musst dein Navi nur einschalten und der markierten Route folgen, die sozusagen deine Beziehung zu Gott ist.“ Eines der größten Hindernisse dabei: unsere falschen Gottesbilder. „Gott ist nicht der Weihnachtsmann, Polizist, Puppenspieler oder Sadist. Er lädt Dich ein zu einer persönlichen Liebesbeziehung.“

„Ihr seid die Wächter des neuen Morgens!“ Diesen prophetischen Satz des großen, seligen Papstes Johannes Paul II nahmen schließlich weit über 2000 Jugendliche als Ruf und Auftrag entgegen, ihr Christsein in die Tat umzusetzen. Fest entschlossen standen sie am Ende eines überwältigenden Jugendpfingstfestes in der bis zum letzten Meter Bodenfläche gefüllten Kollegienkirche auf, als Georg Mayr Melnhof in seiner aufrüttelnden Abschlusskatechese die Frage stellte: „Wo stehst Du? Möchtest Du auch Wächter sein?“

Der charismatische Gründer von Loretto und seine stark wachsende Gemeinschaft haben geführt vom Heiligen Geist etwas Großartiges geleistet. „Ich konnte einfach nicht raus gehen.“ „So etwas habe ich noch nie erlebt, diese Liebe hat mich getragen, das ganze Wochenende!“

Die starke Berührung so vieler durch den Heiligen Geist konnte auf dem Grund entstehen, den die junge Loretto-Bewegung durch ihre tatkräftige Hingabe an Gott legt. Einer drückte die Erfahrung der Einheit, des Friedens und der Liebe aus, von der alle über 200 aktiv an der Vorbereitung Beteiligten überwältigt waren: „Wenn man etwas ganz für Jesus macht, dann wird es so eine Freude.“



Foto: © Christoph Hurnaus



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