Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  4. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  5. Wahrheit ist heilsrelevant
  6. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  7. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  8. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  9. Ritus, Zeichen und Symbol: Der Weg zum Mysterium
  10. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  11. Papst Pius X.: ‚Was brauchen wir heute am meisten, um die Gesellschaft zu retten?
  12. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  13. Papst an Pfadfinder: „Ihr verbindet auf kluge Weise das Buch der Natur mit dem Wort Gottes“
  14. Die große Kraft der Marienverehrung in der Endzeit
  15. „Silere non possum“: „Die Führung dieses Dikasteriums war ein Desaster“

'Denn ihr seid die würdigen Erben der Heiligen eures Landes'

30. Mai 2011 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der libanesische Marienwallfahrtsort Harissa im Libanon zieht jährlich 2 Millionen Pilger an, darunter viele Familien mit Kinder, Jugendliche, Muslime und 300.000 Pilger aus dem Iran - Ein Bericht aus Harissa von Roland Noé


Harissa (kath.net/rn)
“Ave, Ave, Ave Maria”. Bis nach Mitternacht hört man täglich dieses und noch viele andere Marienlieder, die meist in arabischer Sprache beim Marienheiligtum von Harissa, dem wichtigsten Marienwallfahrtsort in Nahost, gesungen werden. Nicht ohne Grund wurde am Vorabend der Seligsprechung von Johannes Paul II. beim Rosenkranzgebet in Rom auch Harissa in das Programm eingebunden. Dieser besuchte übrigens 1997 den Wallfahrtsort und betete damals: “Flehen wir die Jungfrau Maria, Unserer Liebe Frau des Libanon an, euer Land mit seinen Bewohnern zu schützen und euch mit ihrer mütterlichen Liebe zu helfen. Denn ihr seid die würdigen Erben der Heiligen eures Landes. So werdet ihr dabei helfen, den Libanon wieder aufblühen zu lassen, ein Land, das Teil der heiligen Landstriche ist, die Gott so sehr liebt, dass er sie sich als Wohnung ausgesucht hat und um uns daran zu erinnern, dass wir die irdische Stadt mit Blick auf sein himmlisches Königreich errichten müssen.“

Der Wallfahrtsort zieht täglich tausende Pilger von nah und fern an und dies, obwohl das Heiligtum – im Gegensatz zu den meisten anderen Marienwallfahrtsorten – ganz ohne Erscheinungshintergrund entstand. An normalen Tagen gibt es fünf große Hl. Messen, an Sonn- und Feiertagen sogar 12. Zusätzlich kommen noch Messen von Gruppen. Der einzige pastorale Schwerpunkt ist hier das Gebet, vermutlich der Grund, warum der Ort so anziehend ist.


Harissa liegt 600 Meter über der Küste und nördlich der Hauptstadt Beirut. Bereits von weiter Ferne sieht man die weiße Statue der Jungfrau Maria, die 15 Tonnen wiegt und Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde und ihre Augen über den Libanon wirf. Eingeweiht wurde das Heiligtum vom maronitischen Patriarchen Elisa Huwaik am 1. Mai 1908 zum 50-Jahr-Jubiläum der Verkündigung des Dogmas von der Unbefleckten Empfängnis. “Unsere Liebe Frau des Libanon” gilt heute als Magnet für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Täglich finden zahlreiche Messen statt, meist im maronitischen Ritus, einer ostkirchlichen Liturgie mit viel Gesang und Weihrauch.

Mehr als 2 Millionen Besucher (bei 4 Millionen Einwohner im Libanon!) kommen jedes Jahr zum Heiligtum und begeben sich zu Fuß oder auf den Knien zur Muttergottes. Dies gab P. Khalil Alwan, der Präsident des Heiligtums, bei einem Gesprächsabend vergangene Woche im Rahmen der von kath.net und Kirche-in-Not veranstalteten Leserreise in den Libanon gegenüber kath.net bekannt. Unter den 2 Millionen Besuchern kommen sogar mehr als 300.000 jährlich aus dem Iran. Sogar viele Muslime sind unter den Marien-Verehrern zu finden.

Insgesamt erinnert das Heiligtum ein wenig an das Heiligtum der Muttergottes von Guadalupe in Mexiko. Überdurchschnittlich viele junge Familien mit Kindern und viele Jugendliche stürmen täglich den Wallfahrtsort. Besonders am Abend sorgen Jugendliche fast für Weltjugendtagstimmung. „Die Kirche lebt und sie ist jung.” Dies sagt Papst Benedikt XVI. bei seiner Amtseinführung. Im Marienheiligtum von Harissa ist es förmlich mit den Händen zu greifen, dass der Libanon wirklich „Mutter-Gottes-Land” ist. Wer zur Muttergottes nach Harissa pilgert, pilgert an einen Ort der Hoffnung, an einen Ort, der daran erinnert, dass es eine offene und verheißungsvolle Zukunft über die oft so krisengeschüttelte Gegenwart vieler Länder im nahen- und mittleren Osten hinaus gibt.

Hinweis: Zahlreiche Fotos von der Leserreise in den Libanon auf KathTube.com und bei Kath.Net-Facebook

kathTube-Video über Harissa _ Maronitische Messe:



kathTube-Video über Harissa - Gebetsfeier am Abend




kathTube-Video über Harissa - Predigt von Erzbischof Farhat zur Kath.Net-Gruppe:



kathTube-Fotos über Harissa:








Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Libanon

  1. Vatikan-Medien: Pfarrer im Libanon von israelischen Bomben getötet
  2. Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon
  3. Libanesin: "Papst hat unsere Nation aufgerichtet"
  4. Papst Leo: Deutliche Unterschiede zwischen Synodalem Prozess und deutsch-synodalem Weg!
  5. Auch im Libanon zeigte sich Leo XIV. in kraftvoller Energie - "Lasst die Welt in Hoffnung erblühen!"
  6. Ganz Beirut freut sich über den Papst
  7. Erste fliegende Papst-Pressekonferenz: Lob für Vermittler Erdogan
  8. Libanon und Syrien: „Die Menschen versuchen, mit einem US-Dollar pro Tag zu überleben“
  9. Libanon: Ein interreligiöses Wunder am Stadtrand von Beirut
  10. Libanon: Ein Weihnachtswunder inmitten von Hitze, Verwüstung und Tod






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  4. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  5. RTL-Journalistin Liv von Boetticher: „Habe die Bundespolizei zwei Nächte lang auf Streife begleitet“
  6. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  7. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  8. Das brennende Herz des heiligen Philipp Neri: Ein wissenschaftlich dokumentiertes Pfingstwunder
  9. Warum haben alte Kirchen einen verborgenen Raum unter dem Altar?
  10. Arche-Noah-Nachbildung feiert 10-jähriges Jubiläum
  11. Die große Kraft der Marienverehrung in der Endzeit
  12. Schönborn: Glaube braucht Tradition und kirchliche Einheit
  13. Fossile Bäume lösen Debatte um Arche Noah und die Sintflut aus
  14. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  15. Wahrheit ist heilsrelevant

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz