29 Mai 2011, 12:24
Die Berufung der Kirche ist die Evangelisierung
 
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Benedikt XVI. zum Gebet des ‚Regina Caeli’ am sechsten Sonntag der Osterzeit: Wohin das Evangelium gelangt, erblüht das Leben in der wahren Freiheit. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Der Eifer der Apostel für die Verbreitung der Botschaft des auferstandenen Christus ist das Beispiel, an dem sich auch die Christen von heute orientieren müssen, um der Welt die heilende Kraft des Evangeliums zu überbringen. Mit diesen Worten wandte sich Papst Benedikt XVI. am heutigen sechsten Sonntag der Osterzeit zum traditionellen Gebet des „Regina Caeli“ an die auf dem Petersplatz versammelten Pilger und Besucher.

Ausgehend von der ersten Lesung des Tages (Apg 8, 5-8.14-17), in der berichtet wird, wie der Diakon Philippus in die Hauptstadt Samariens hinab kam und dort Christus verkündigte, hob Benedikt XVI. die Tatsache hervor, dass so „große Freude in der Stadt“ herrschte und dort, wohin das Evangelium gelange, das Leben in wahrer Freiheit erblühe.

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Durch die Verkündigung des Evangeliums geschehe das, was sich bei einem ausgetrockneten Boden ereigne, der – durch das Wasser des Regens getränkt – sofort ergrüne. In ähnlicher Weise bringe das Evangelium das Leben, das im Lauf der Jahrhunderte wie ein wohltuender Fluss viele Völker „bewässert“ habe.

Benedikt XVI. zitierte dann einige Heilige, die ganzen Städten Hoffnung und Frieden gebracht hätten, wie der heilige Karl Borromäus in Mailand zur Zeit der großen Pest und die selige Mutter Teresa von Kalkutta. Ebenso rief der Papst die vielen Missionare in Erinnerung, deren Name Gott kenne und die ihr Leben hingegeben hätten, um die Botschaft Christi zu überbringen und unter den Menschen tiefe Freude erblühen zu lassen.

„Während die Mächtigen dieser Welt versuchten, neue Gebiete aus politischen und wirtschaftlichen Interessen zu erobern“, so Benedikt XVI. weiter, „gingen die Boten Christi überall hin mit dem Ziel, Christus den Menschen und die Menschen zu Christus zu bringen, in dem Wissen, dass er allein die wahre Freiheit und das ewige Leben schenken kann“.

Auch heute bestehe die Berufung der Kirche in der Evangelisierung, sowohl von Völkern, die noch nicht vom lebendigen Wasser des Evangeliums „bewässert“ worden seien, als auch von jenen, die trotz ihrer alten christlichen Wurzeln eines neuen Lebenssaftes bedürften, um neue Früchte zu tragen und die Schönheit und Freude des Glaubens wiederzuentdecken.

Abschließend erinnerte Benedikt XVI. an den seligen Papst Johannes Paul II., der ein „großer Missionar“ gewesen sei. Er habe sowohl der „missio ad gentes“ neuen Schwung verliehen als auch die Neuevangelisierung gefördert, zwei Aufgaben, die der Papst der Fürsprache der Mutter Gottes empfahl.

Die Pilger aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Von Herzen grüße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher. Die liturgischen Lesungen des heutigen Sonntags lenken unser Augenmerk auf den Heiligen Geist. Die Menschen, die uns in der Apostelgeschichte begegnen, zeigen den Willen und die Bereitschaft, Gottes Wort zu hören. Aber um es zu beherzigen, um es im Herzen aufgehen und Frucht bringen zu lassen, brauchen sie den Geist der Wahrheit und der Stärke, den Jesus den Seinen versprochen hat. Bitten wir in diesen österlichen Tagen den Auferstandenen um seine Gabe: Herr, schenke uns den Heiligen Geist, daß wir dich immer besser verstehen und dich wirklich lieben. – Euch allen wünsche ich einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche.




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