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Angelo Kardinal Bagnasco: Alte Messe ist wiederzuentdeckender Schatz

24. Mai 2011 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
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Der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz mahnt zur Einheit mit der Weltkirche und dem Papst


Rom (kath.net/as) Die Bischöfe Italiens werden für die vollständige Umsetzung der Instruktion „Universae Ecclesiae“ zur korrekten Anwendung des Motu proprio „Summorum Pontificum“ sorgen. Dies versicherte der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz (CEI), Angelo Kardinal Bagnasco, am 23. Mai 2011 in seiner Ansprache, mit der er die 63. Vollversammlung der Bischofskonferenz eröffnete.


Der Kardinal rief die Absicht der beiden Dokumente in Erinnerung. Diese zielten auf eine „verpflichtendere und harmonischere Wiedergewinnung des ganzen liturgischen Erbes der universalen Kirche in jeder einzelnen Diözese“ ab. Dabei dürfte nie die Eintracht zwischen den einzelnen Ortskirchen und der universalen Kirche verletzt werden, so Bagnasco.

Aus diesem Grund müssten die Kräfte „vereint und der Liturgie ihre mächtige Ausstrahlung zurückgegeben werden“.


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Lesermeinungen

 Hotzenplotz 25. Mai 2011 

@ Thomas-Karl

Unsere Beiträge hanben sich wohl überschnitten...

Antwort, auch auf Ihre Frage an @ Mysterium ineffabile: s.mein Beitrag unten!

Auch möchte ich nochmals anführen, was bereits Mysterium Ineffabile hier aus der Instruktion „Universae Ecclesiae“ vom 13.05.2011 zitiert hat:

\"Das Motu proprio Summorum Pontificum stellt einen wichtigen Ausdruck des LEHRAMTES DES PAPSTES und der ihm eigenen Sendung (munus) dar, die heilige Liturgie der Kirche zu regeln und zu ordnen, und zeigt seine pastorale Sorge als Stellvertreter Christi und Hirte der Gesamtkirche.\"

ausdrücklich wird nochmals festgestellt:

\"Mit diesem Motu proprio hat Papst Benedikt XVI. ein UNIVERSALKIRCHLICHES GESETZ ERLASSEN, um den Gebrauch der römischen Liturgie, wie sie 1962 in Geltung war, neu zu regeln.\"


1
 
  25. Mai 2011 
 

@ Mysterium ineffabile

Und was wollte Paul VI. mit der Apostolischen Konstitution von 1969? Ein zweites Missale neben das von 1962 stellen?


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  25. Mai 2011 
 

@ Thomas Karl

Was Sie sagen, ist einfach falsch. Anders kann man es nicht sagen. Wie Benedikt XVI. erklärt: die \"alte\" Liturgie wurde nie abgeschafft. Das ist nun einmal so. Was Sie sagen, entbehrt jeglicher Kenntnis und rechtlicher Grundlage. Aber sei es drum. Im Kirchenrecht bewandert sind Sie jedenfalls nicht.


1
 
  25. Mai 2011 
 

@ Hotzenplotz, @ Mysterium ineffabile

Das Anliegen des Pastes verstehe ich schon. Aber jeder im Kirchenrecht Bewanderte weiß, dass zeitlich spätere Erlässe solche, die früher veröffentlicht wurden, aufheben, soweit die späteren abweichende Bestimmungen enthalten. Aus der Tatsache, dass Paul VI. ein neues Missale Romanum promulgiert hast, folgt von selbst, dass das Missale Romanum von 1962 außer Kraft ist. Außerdem steht ja am Ende der Apostolischen Konstitution von 1969 die übliche Formel \"Nostra haec autem statuta et praescripta nunc et in posterum firma et efficacia esse et fore volumus, non obstantibus, quatenus opus sit, Constitutionibus et Ordinationibus Apostolicis a Decessoribus Nostris editis, ceterisque praescriptionibus etiam peculiari mentione et derogatione dignis.\"


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 proelio 25. Mai 2011 
 

Guter Anfang

Die Ansprache des Vorsitzenden der italienischen Bischofskonferenz ist begrüßenswert und für die deutsche Bischofskonferenz ein hervorragendes Beispiel. Wenn der Kardinal sagt, dass \"der Liturgie wieder ihre mächtige Ausstrahlung zurückgegeben werden müsse\", dann heißt das im Umkehrschluss nichts anderes, alsdass diese Ausstrahlung derzeit nicht mehr vorhanden ist.


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 Hotzenplotz 24. Mai 2011 

@ Thomas Karl

Zitat:
\"...der rechtlich übrigens sehr wohl derogiert ist - allein durch die Tatsache, dass ein neues Messbuch approbiert wurde\"

Sie irren:
aus \"Summorum Pontificum\" von Papst Benedikt XVI. vom 07.07.2007:

\"Demgemäß ist es erlaubt, das Messopfer nach der vom sel. Johannes XXIII. promulgierten und NIEMALS ABGESCHAFFTEN Editio typica des Römischen Messbuchs als außerordentliche Form der Liturgie der Kirche zu feiern.\"


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  24. Mai 2011 
 

@ Waldi

Um die liturgischen Basteleien anzustellen, braucht es nicht den alten Ritus (der rechtlich übrigens sehr wohl derogiert ist - allein durch die Tatsache, dass ein neues Messbuch approbiert wurde); es würde genügen, wenn alle sich an die Vorgaben des ordentlichen Ritus hielten und - wie Bischof Kapellari öfter angemahnt hat - dort kreativ wären, wo es nötig und angebracht ist: bei Predigt und Fürbitten.


1
 
 Waldi 24. Mai 2011 
 

Ich gebe zu,

dass die liturgischen Exzesse und Liturgiemissbräuche schleichend vor sich gegangen sind. Wer in den vergangenen Jahrzehnten aber regelmäßig und in verschiedenen Pfarreien die Sonntagsmesse besuchte, wird mitbekommen haben, dass die Eskalationen inzwischen Ausmaße erreicht hat, die nicht nur den einfachen Katholiken total gegen den Strich gehen, sondern dass nun auch der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz erschrickt, wie sehr laienhafte Versuchskräfte der Liturgie einen zeitgeistkonformen Anstrich verpasst haben und immer noch weiter daran herumbasteln wie bei einer Theater-Inszenierung. Mich wundert nur, dass ausgerechnet die deutschen Bischöfe, am wenigsten aber deren Vorsitzender von dieser liturgischen Basteleuphorie nichts mitbekommen haben. Ja nicht einmal mitbekommen haben, dass der Heilige Vater Papst Benedikt XVI. , um der Liturgie wieder die ihr und Gott gebührende Ehrfurcht zu verleihen, diese infantilen, liturgischen Basteleleien abstellen möchte.


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