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Lebensrechtler: 'Woche für das Leben' von ihrem Kernanliegen entfernt

11. Mai 2011 in Deutschland, 9 Lesermeinungen
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Vorsitzende der „Christdemokraten für das Leben“, Mechthild Löhr: Trotz zahlreicher Bemühungen, die „Woche für das Leben“ mit vorzubereiten, sei im Planungskreis nicht eine einzige Lebensschutzorganisation vertreten gewesen


Berlin (kath.net/idea) Kritik am thematischen Kurs der „Woche für das Leben“ üben Abtreibungsgegner. Veranstaltet von der katholischen und evangelischen Kirche gemeinsam, betont die Woche für das Leben vom 7. bis 14. Mai die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für die Gesellschaft. Lebensrechtler sind der Meinung, dass das mit dem ursprünglichen Anliegen der „Woche für das Leben“ nicht mehr viel zu tun habe.

Sie war 1991 von der katholischen Kirche mit dem Ziel initiiert worden, die Bevölkerung für den Schutz des ungeborenen Lebens zu sensibilisieren. Seit 1994 wird die Woche von Katholiken und Evangelischen gemeinsam veranstaltet. Im Brennpunkt stand damals die Tötung ungeborener Kinder.

Lebensschützer nicht in Vorbereitungen einbezogen

Das öffentliche Reden über Abtreibung habe sich auch im kirchlichen Raum zu einer Art Tabu entwickelt, kritisiert die Vorsitzende der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL), Mechthild Löhr (Königstein/Taunus). Trotz zahlreicher Bemühungen, die „Woche für das Leben“ mit vorzubereiten, sei im Planungskreis nicht eine Lebensschutzorganisation vertreten gewesen, erklärte sie gegenüber idea.


Angesichts der Themen der vergangenen Jahre wie Gerechtigkeit, Gesundheit, Integration, Lebensqualität oder soziale Solidarität sollte man die „Woche für das Leben“ ehrlicherweise in „Soziale Woche“ umbenennen, sagte sie.

Themen in diesem Jahr

Der Einsatz für Menschen in Not und sozialer Isolation sei ein christlicher Auftrag, sagte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, beim Eröffnungsgottesdienst in Berlin. Wer anderen helfe, Lasten zu tragen, lerne auch viel über das eigene Menschsein, ergänzte der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf).

Häufigste Todesursache weltweit

Auch der Vorsitzende des Treffens Christlicher Lebensrecht-Gruppen“ (TCLG) und Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), bedauert, dass der Lebensschutz ungeborener Kinder nicht mehr im Mittelpunkt der „Woche für das Leben“ stehe. Die Tatsache, dass jährlich mehr als die Einwohnerschaft einer Großstadt in Deutschland nicht das Licht der Welt erblickt, sei „der größte Menschenrechtsskandal unserer Zeit“.

„Wir sind stark, wenn es darum geht, Menschenrechtsverstöße irgendwo auf der Welt anzuprangern, aber nach meiner Auffassung viel zu still, wenn es darum geht, das Grundproblem unserer Gesellschaft anzupacken“, so Steeb. Denn Abtreibung sei weltweit die häufigste Todesursache. Die Zahl der getöteten Kinder im Mutterleib übersteige bei weitem die der Toten durch Epidemien, Kriege, Hunger, Terroranschläge, Verkehrsunfälle und Selbsttötungen.

Auch Christen thematisieren Abtreibungen kaum

Der Leiter des evangelischen Fachverbands für Sexualethik und Seelsorge „Weißes Kreuz“, Rolf Trauernicht (Ahnatal bei Kassel), beklagt, dass die psychischen Folgen einer Abtreibung in der Gesellschaft viel zu wenig bekannt seien. In der Seelsorge habe der Verband in seinen mehr als 100 Beratungsstellen in ganz Deutschland immer wieder mit Betroffenen zu tun. „Leider stellen wir fest, dass auch Kirchen, Freikirchen und christliche Schulen kaum einen Bedarf sehen, das Thema aufzugreifen“, so Trauernicht. Er wünsche sich, dass die „Woche für das Leben“ ihren Schwerpunkt künftig wieder auf die Abtreibungsproblematik lege.

Die offizielle Zahl der Abtreibungen ist in den vergangenen 20 Jahren trotz einer geringeren Zahl von Frauen im gebärfähigen Alter nur unwesentlich gesunken. Wurden 1991 etwa 124.000 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet, so waren es im vergangenen Jahr rund 110.000. Lebensrechtler gehen jedoch davon aus, dass die tatsächliche Zahl bei über 200.000 pro Jahr liegt.


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Lesermeinungen

 Konrad Georg 12. Mai 2011 
 

Die Woche für das Leben

ist den Freunden von \"Donum Vitae\" einfach zuwider. Das war bereits im zweiten Jahr zu erkennen. Man war sofort nach der Einführung krampfhaft auf der Suche nach angenehmeren Themen. Seither lasse ich die \"Woche für Irgendwas\" links liegen.

Das Interesse beeinflußt das Gewissen, sagt Dietrich von Hildebrand.


0
 
 Carmen Marcos 11. Mai 2011 
 

KOMMT ALLE NACH BERLIN!!!

Einige Tausend sind wir schon, darunter viele Geistliche und sogar mutige Berliner Bischöfe! Hier:
http://www.marsch-fuer-das-leben.de/

Nur nicht zufrieden geben mit der Massenschlachtung! Nur nicht das Tabuthema Abtreibung totschweigen! Wir müssen aufstehen!
Außerdem ist Berlin eine interessante Stadt, man kann einen kleinen Urlaub damit verbinden und im Anschluss noch zum Papst - see you in Berlin!

www.marsch-fuer-das-leben.de/


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 Evalyne 11. Mai 2011 
 

alles verwässert und verdreht immer mehr,

es ist eine Schande. Gut, dass es auch unter den Protestanten noch mutige Menschen gibt, die Klartext sprechen. Aber hört jemand zu?


0
 
  11. Mai 2011 
 

Gebetsvigilien gibt es auch in anderen Städten mit Abtreibungskliniken,

also bitte auch selbst informieren. Und überregionale Aktionen koordiniert Euro Pro Life. Nächster Termin in München: 21.05.2011

Totus tuus

europrolife.com/147-0-News.html


0
 
  11. Mai 2011 
 

Es stimmt, dass dieses Anliegen in der Öffentlichkeit kaum noch wahrgenommen wird

Deshalb prüfe bitte jeder selbst, ob es ihm nicht möglich sei, sich an entsprechenden Veranstaltungen zu beteiligen. Bei uns in Nürnberg gibt es jeden Monat ein \"Gebet für das Leben\". Termine im Link. Mit mehr Teilnehmern wäre auch eine größere Gebetswirkung und mehr Aufmerksamkeit zu erzielen.

Totus tuus

www.familie-wimmer.com/orte/o02/o02bes/bes-leb/index.html


0
 
 Tina 13 11. Mai 2011 

Woche für das Leben\' von ihrem Kernanliegen entfernt

„Wir sind stark, wenn es darum geht, Menschenrechtsverstöße irgendwo auf der Welt anzuprangern, aber nach meiner Auffassung viel zu still, wenn es darum geht, das Grundproblem unserer Gesellschaft anzupacken“

„Denn Abtreibung sei weltweit die häufigste Todesursache. Die Zahl der getöteten Kinder im Mutterleib übersteige bei weitem die der Toten durch Epidemien, Kriege, Hunger, Terroranschläge, Verkehrsunfälle und Selbsttötungen.“

Dies ist ein sehr trauriges Kapitel der Menschheitsgeschichte! (hausgemachtes Ungemach, mit Schweigen überdeckt)

Das furchtbare Drama der Abtreibung trifft auch Maria als Mutter dieser jungen Leben die ausgelöscht werden.

Diese Sonnen, dies göttlichen Funken wurden ausgelöscht, ermordet und die Schreie dieser ungeborenen Kinder erschüttern die Grundfesten des Himmels.

Gütiger Gott, leite uns alle an, dass wir uns bemühen, selber nach dem Evangelium und Deinen Geboten zu leben. Hilf uns, dass wir ungeborenes Leben mit aller Entschiedenheit verteidigen und einen Teil der Schuld, die auf der Menschheit lastet, durch Gebet und Opfer verringern helfen. Darum bitten wir durch Christus unsern Herrn.

www.kathtube.com/player.php?id=18464


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 Maryanne 11. Mai 2011 

anstatt Kirchenglocken läuten

Damals wollte Bischof Dyba, dass die Kirchenglocken in ganz Deutschland am Tag der unschuldigen Kinder läuten. Das wollten seine Mitbrüder nicht, deshalb wurde die Woche für das Leben eingeführt. Jetzt ist großes Schweigen über dieses Thema in der katholischen Kirche eingetreten. Man fragt sich, wo der Mut bleibt...


3
 
 Karlmaria 11. Mai 2011 

Lebensschützer sind für das Leben und für die Ordnung Gottes

Und nicht in erster Linie gegen etwas. Das Wort Abtreibungsgegner ist eine Rhetorik des Feindes des Lebens und Gottes Ordnung. Bei den Veranstaltungen soll vor allem für das Leben und die Ordnung Gottes gebetet werden und nicht gegen irgend jemand demonstriert werden.
Bei der Abtreibung wird nicht nur das Leben zerstört, sondern es wird auch Gottes Ordnung angegriffen und dadurch Satan mehr Macht gegeben, die er sonst nicht hätte.


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 Gandalf 11. Mai 2011 

Bravo!

Dass dies erkannt und benannt wird!


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