Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  4. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  5. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  10. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  11. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  12. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  13. Leere der kirchlichen Lehre
  14. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  15. Maria, die Mutter des Friedens

Theologieprofessor: Kirchenmachtstrukturen ähneln Diktaturen

11. April 2011 in Deutschland, 148 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Dekan der katholischen Fakultät Münster an die Erstsemester: Sie dürfen "Ihren Professorinnen und Professoren“ vertrauen, denn keiner „von ihnen – dafür verbürge ich mich – muss sich den Vorwurf mangelnder Kirchlichkeit gefallen lassen. Von niemandem


Münster (kath.net)
Dekan Klaus Müller (Universität Münster) hat vor einigen Tagen bei der Begrüßung der Erstsemestrigen das umstrittene Theologenreferendum verteidigt und heftige Angriffe auf die katholische Kirche gestartet. Müller bezeichnet das Memorandum als einen "Aufschrei", dass ein einfaches „Weiter so“ und ein Aussitzen des Problemstaus nicht mehr gehe, "wenn es nicht zu einer Implosion der katholischen Kirche in Deutschland kommen soll – so ähnlich wie am Ende der DDR oder der Ceausescu-Diktatur in Rumänien wo sich von heute auf morgen herausstellte, dass es sich bei den ganzen Machtkulissen nur noch um potemkinsche Dörfer handelte, die ein kleiner Stoß in einer Staubwolke versinken lässt." Für Müller sei die katholische Kirche in Deutschland davon "in Teilen nicht mehr weit entfernt". "Viele hohe Amtsträger lassen sich nach wie vor von den formellen Referenzbezeugungen politischer Instanzen und feiertäglich gefüllter Bischofskirchen blenden."


Müller, der aus dem Bistum Regensburg stammt, gesteht dann ein, dass er zu denen gehöre, "die – entgegen der Meinung etlicher von mir geschätzter Kollegen – die ersten Jahre des Pontifikats Benedikts XVI. wertgeschätzt haben." Sein immer neu variiertes Votum für das innere Zusammengehören von Glaube und Vernunft habe ihn als Philosoph immer überzeugt. Dann meint er aber wörtlich: "Aber je länger, je mehr driften da in meinen Augen Theorie und Praxis auseinander. Längst lässt er sich von den reaktionären Mitgliedern der Pius-Bruderschaft buchstäblich vorführen und von einigen aus seinem Mitarbeiter- und Beraterstamm zur Marionette eines ästhetischen Rollback ins theologische 19. Jahrhundert mit dessen fixer Idee von der Kirche als ein geschlossenen Trutzburg inmitten gottloser Barbarenstürme machen."

Fast trotzig verteidigte Müller dann die eigene Fakultät, von der das umstrittenen Memorandum offensichtlich gestartet wurde und wo auch die meisten unterschrieben haben: "Und Sie dürfen dabei Ihren Professorinnen und Professoren an dieser Fakultät vertrauen, denn keine und keiner von ihnen – dafür verbürge ich mich – muss sich den Vorwurf mangelnder Kirchlichkeit gefallen lassen. Von niemandem!"


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Theologie

  1. Bischof Barron warnt vor postmoderner Umdeutung des Naturrechts in der katholischen Moraltheologie
  2. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  3. Papst Leo: Das Theologiestudium ist keine „akademische Verpflichtung, sondern eine mutige Reise“
  4. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  5. Weihesakrament und Leitungsvollmacht
  6. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  7. Zahl der Theologiestudenten in Passau in drei Jahren versiebenfacht - Von 21 auf 140 Studienanfänger
  8. US-Theologe: Es ist nicht katholisch, wenn man ständig das Lehramt kritisiere
  9. ‚Veritatis splendor – der 30. Jahrestag einer vergessenen Enzyklika’
  10. Knalleffekt am Aschermittwoch: Vier Synodale verlassen den "Deutsch-Synodalen Irrweg"






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Aus Finanzgründen vermietet Church of England ihre Kathedralen für moderne Musik- und Discoevents
  4. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  5. Maria, die Mutter des Friedens
  6. Leere der kirchlichen Lehre
  7. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  8. Debatte um (politischen) Islam: Österreichische Ministerin für Verbot von Muslimbruderschaft
  9. Universität Texas A&M: 650 Personen bereiten sich auf Eintritt in die katholische Kirche vor
  10. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  11. Tausende beim „March for Life“ durch London – 15 katholische Bischöfe mit dabei
  12. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  13. Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
  14. Der Name 'Maria' - Ein „bitteres Meer“ und Schrecken der Dämonen
  15. Papst Leo XIV. spricht mit Erzbischof Gänswein

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz