Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  4. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  5. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  6. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  7. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  8. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  9. Beschließen ohne zu entscheiden?
  10. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  11. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  12. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  13. Die Nazi-Projektion
  14. Frankreich: Neues Gesetz bestraft Versuch, von Suizidhilfe abzuhalten
  15. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an

Kommunionempfang für Politiker, welche für Abtreibung stimmen?

1. April 2011 in Weltkirche, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischof Aquila: Als Diener Christi „werden wir jene korrigieren, welche sündigen“. Auch wenn dies „zu unserer eigenen Ablehnung oder Verfolgung führen mag“


Fargo (kath.net/CNA)
Wenn Priester und Bischöfe zögerten, ihre Autorität auszuüben, könne der „Vater der Lüge“ nach Herz und Verstand der Gläubigen greifen, warnte der Bischof der US-amerikanischen Diözese Fargo, Samuel J. Aquila, vor kurzem bei einem Symposium mit Diözesanpriestern.

„Man muss ernsthaft fragen: wie oft und wie viele Jahre kann ein katholischer Politiker für das sogenannte ‚Recht auf Abtreibung‘ stimmen … und trotzdem die Heilige Kommunion empfangen?“, sagte Aquila. Der fortgesetzte Kommunionempfang durch jene, welche „derart offensichtlich widersprechen und welche ein großes Übel fördern“, sei „ein schwerer Skandal“ und untergrabe die Lehr- und Leitungshoheit der Kirche, warnt er. Die Gläubigen könnten den Eindruck bekommen, wer in Regierungsverantwortung stehe, dürfe der Lehre Christi und der Kirche gegenüber gleichgültig sein.

„Wenn wir uns ernsthaft mit dem Evangelium beschäftigen, dann sehen wir, dass Zögerlichkeit und mangelnde Zuverlässigkeit nicht der Weg Jesu ist“. Jesus selbst gibt in Mt 18 Kriterien dafür, wie man einen sündigenden Bruder oder eine sündigende Schwester korrigiere. Hätte man von Anfang an diese Kriterien gegenüber jenen befolgt, die nicht mit der Lehre der Kirche über die Empfängnisverhütung von 1968 übereinstimmten, „müsste man sich dann heute immer noch mit dem Problem beschäftigen, dass auch heute die Lehre der Kirche über Empfängnisverhütung, Abtreibung, gleichgeschlechtliche Partnerschaften, Euthanasie und so viele andere Lehren der Kirche abgelehnt werden?“, fragt der Bischof.


Der Bischof verwies auf das Buch “Licht der Welt“, wo Papst Benedikt XVI. im Gespräch mit Peter Seewald die Haltung mancher Kirchenoffizieller korrigierte, dass man sexuellen Missbrauch durch Kleriker nicht bestrafen dürfe: Seit Mitte der 60er Jahre war „das Bewusstsein, dass Strafe ein Akt der Liebe sein kann“ Papst Benedikt zufolge erloschen. „Damals kam es auch bei ganz guten Leuten zu einer merkwürdigen Verdunkelung des Denkens“, zitierte Fargo den Papst weiter. Papst Benedikt sagte, dass die Liebe zum Sünder und die Liebe zum Geschädigten dann im rechten Ausgleich stünden, wenn der Sünder angemessen bestraft wird.

Bischöfe und Priester sollen sich, mahnte Aquila, nicht für die Lehre Christi und der Kirche entschuldigen. Vielmehr sollten sie in „Güte die Wahrheit ohne Zögern“ lehren.

Die Ausübung der kirchlichen Autorität stößt auf Hindernisse, weil die säkulare Kultur „den Menschen zu Gott macht“ und jegliche Autorität untergräbt. Bischofe und Priester sollen sich Jesus Christus zuwende, um zu lernen, wie sie ihre Leitung in der Kirche ausüben sollen, fuhr der Bischof von Fargo fort. Jesus habe die Menschen „direkt“ darauf angesprochen, dass sie sich bekehren, dass sie ihre Art des Handelns und Denkens ändern. „So viel Direktheit wirkt auf uns heute unbequem“. Doch „wir sollten seinem Beispiel und seiner Sprache folgen, auch wenn wir nicht genau dieselben Worte benutzen. Es ist gut, über Jesu Sprache nachzudenken, und diese sollte uns dazu herausfordern, nachzuschauen, wie wir die Gläubigen korrigieren, einschließlich der Priester und Bischöfe, und wie wir die Wahrheit besonders jenen sagen, die behaupten, sie stünden zu Christus und der Kirche, die aber die Lehre von Jesus und der Kirche nicht akzeptieren.

Jesus mache seine direkten Aussagen in Liebe, „um denjenigen die Augen zu öffnen, deren Herz und Sinn verhärtet ist.“ Heutzutage verstünden jedoch zu viele Korrektur und Strafe so, als ob man den anderen nicht lieben wolle oder als ob man ihn beherrschen wolle. Dies sei aber das Denken des „Vaters der Lüge“. Wenn man zögere, zu korrigieren und entsprechend zu bestrafen, lädt man den anderen nicht zu der Wahrheit ein, welche freimacht. „Als Diener der Wahrheit, als Diener Christi, werden wir jene korrigieren, welche sündigen. Denn dies ist für ihr eigenes Wohl und für die Liebe zu anderen. Auch wenn dies sogar zu unserer eigenen Ablehnung oder Verfolgung führen mag”, sagte Bischof Aquila.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Christdemokraten für das Leben (CDL): Lebensschutz ist nicht verhandelbar
  2. Jesse Jacksons wechselnde Positionen zum Lebensschutz
  3. USA: Ist die katholische Privat-Universität Notre Dame noch katholisch?
  4. Puerto Rico ändert Strafrecht – Ungeborene als Menschen anerkannt
  5. US-Gesundheitsministerium setzt sich für medizinisches Personal ein, das Abtreibungen ablehnt
  6. Kalifornien: 90 Millionen US-Dollar für Planned Parenthood
  7. Influencerin: Entscheidung für Abtreibung war einfacher als Bestellung bei McDonalds
  8. ‚Seien Sie die Person, die eine Frau mit der Hoffnung verbindet!‘
  9. Aktuelle Umfrage zeigt: US-Amerikaner mehrheitlich gegen unbeschränkte Abtreibung
  10. US-Regierung unterstützt Forschung mit Gewebe von abgetriebenen Babys künftig nicht mehr







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  4. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  5. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  6. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  7. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  8. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  9. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  10. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  11. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  12. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  13. Die Nazi-Projektion
  14. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  15. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz