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US-Bischofskonferenz: Libyen-Krieg ist 'gerechter Krieg'

29. März 2011 in Aktuelles, 10 Lesermeinungen
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Bischof Howard Hubbard schreibt für die amerikanische Bischofskonferenz einen Brief an den Nationalen Sicherheitsberater der USA, Thomas Donilon: Wir erkennen die ernsthaften Anstrengungen, die unternommen wurden, um die direkte Bombardierung zu verm


Washington (kath.net/CC) Der Militäreinsatz in Libyen entspricht nach Ansicht der US-Bischofskonferenz den katholischen Kriterien für einen gerechten Krieg. Bischof Howard Hubbard, der Vorsitzende der Kommission „Internationale Gerechtigkeit und Frieden“, hat in einem Brief dies an den Nationalen Sicherheitsberater der USA, Thomas Donilon, mitgeteilt: „Nach katholischer Lehre ist der Einsatz von Waffen immer das letzte Mittel, um einer gerechten Sache zu dienen. Der Katechismus der Katholischen Kirche begrenzt den Begriff ‚gerechter Krieg‘ auf folgende Fälle: ‚Der Schaden, der der Nation oder der Völkergemeinschaft durch den Angreifer zugefügt wird, muss sicher feststehen, schwerwiegend und von Dauer sein‘ (KKK 2309). Die Resolution 1973 des UN-Sicherheitsrates, in welcher Waffenstillstand, ein vollständiges Ende der Gewalt und der Angriffe sowie ein Missbrauch von Zivilisten gefordert wird, scheint dieses Kriterium, unserer Meinung nach, zu treffen.“ Wegen der „Sicherheit der Zivilisten“ sei die Schlüsselfrage nach Einschätzung des Bischofs des Bistums Albany: „Werden die gemeinsamen Einsätze auf dieses Ziel und diese Aufgabe begrenzt bleiben?“


In den vergangenen Jahren „hat der Heilige Stuhl die Rolle internationaler Körperschaften betont, welche humanitäre Interventionen in unabhängige Staaten autorisieren sollten. Dies ist geschehen und der internationale Überblick bleibt wichtig. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen muss damit fortfahren, den Einsatz und den Gebrauch von Waffen in Libyen zu überwachen.“

Der Begriff „gerechter Krieg“ lehre, dass für den Einsatz von Waffen „ernsthafte Aussicht auf Erfolg bestehen“ muss (KKK 2309). Außerdem dürfe der Gebrauch von Waffen „nicht Schäden und Wirren mit sich bringen, die schlimmer sind als das zu beseitigende Übel“ (ebd.). Nach Hubbard sind wichtige Fragen: „Wie schützt der Einsatz von Waffen die libysche Zivilbevölkerung? Bringt der Waffeneinsatz womöglich größere Schäden hervor, als das Böse hervorgebracht hätte, welches er bekämpft? Welche Auswirkungen hat der Waffeneinsatz für das zukünftige Wohlbefinden des libyschen Volkes und für die Stabilität in der Region?“

Insgesamt müsse der Waffeneinsatz „verhältnismäßig und nicht diskriminierend sein“. Der Vorsitzende der Kommission „Internationale Gerechtigkeit und Frieden“ schrieb dazu weiter: „Wir erkennen die ernsthaften Anstrengungen, welche unternommen wurden, um die direkte Bombardierung von Zivilisten zu vermeiden.“ „Auf der Grundlage der altbewährten Lehre und Erfahrung der Kirche haben wir moralische Hilfestellung angeboten und moralische Schlüsselfragen gestellt“, meinte Hubbard abschließend. „Als Hirten und Lehrer haben wir uns davon zurückgehalten, abschließende Urteile zu fällen, denn die zugrundeliegende Situation ist komplex.“


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