02 März 2011, 10:04
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Am evangelischen Kongress christlicher Führungskräfte berichteten Christen, wie sie in ihrem Leben Gott erfahren: eine sechsfache Mutter und vierzigfache Pflegemutter und ein Schrotthändler, der in der Firma das Beten einführte. Von Karsten Huhn

Nürnberg (kath.net/idea) Bettina Hilliger (Berlin) hat sechs leibliche Kinder. Das aber ist nicht ungewöhnlich, sondern dass sie bisher schon über 40 Pflegekindern ein Zuhause bot. „Ich wollte Kindern in Notsituationen helfen“, erzählt sie am Kongress christlicher Führungskräfte in Nürnberg am vergangenen Freitag. Die gelernte Pflegerin gibt zusammen mit ihrem Mann Kindern aus Familien mit gewalttätigen oder drogenabhängigen Eltern ein Zuhause.

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Oft sind die Kinder schwer traumatisiert. „Es ist für uns eine Achterbahn der Gefühle. Aber wir erfahren, dass Gott uns in diesen Situationen trägt.“ Ständig sucht das Jugendamt Eltern, die Kinder (vorübergehend) aufnehmen und ihnen die Geborgenheit einer Familie vermitteln. „Die Kinder brauchen einen Schutzraum, wo sie zur Ruhe kommen können und ihnen nicht mehr wehgetan wird“, sagt Hilliger.

Meistens erfährt sie erst sehr kurzfristig, wie alt das Kind ist, das ihr vermittelt wird. Deshalb haben die Hilligers neben Wickelkommode, Kinderstuhl und Kinderwagen in verschiedenen Größen auch einen großen Vorrat an Kinderkleidung gelagert. „Ich bin gerne Mutter, es ist für mich sehr erfüllend“, berichtet Hilliger. Denn wie in einem Unternehmen brauche es Konsequenz, Disziplin und feste Abläufe. „Ich fühle mich als Unternehmerin und Familienmanagerin.“

Wie sie wieder auftankt? Mit freien Abenden oder einem Ehepaarwochenende – ganz ohne Kinder. Dann springen Freunde oder die leiblichen, inzwischen erwachsenen Kinder bei der Betreuung ein.

Der Schrotthändler aus Köln

„Ich liebe Schrott“, sagt Heribert Schamong (Köln). Er handelt Schrott mit russischen und türkischen Geschäftspartnern. 1999 übergab er sein Leben an Jesus Christus. „Jesus ist der bessere Schrotthändler“, sagt Schamong. „An ihn kann ich meine Probleme abgeben.“ In seiner Firma hat er das Morgengebet eingeführt – die Mitarbeiter sind inzwischen alle Christen.

Zu beten gibt es viel: „Mir fehlt noch die Gelassenheit“, erzählt Schamong. „Und die Distanz fehlt mir auch. Und ich bin auch ziemlich aggressiv.“ Aber wenn er vor schwierigen Gesprächen gebetet habe, liefen die Tage meist besser. Neben dem Schrotthandel betreibt Schamong auch Kölns älteste Kaffeerösterei – und das christliche Café „St. Mocca“.

Was er Führungskräften empfiehlt? „Die persönliche Beziehung zu Jesus Christus in jedem Lebensbereich, die Kraft des Gebetes und die Kraft der Vergebung.“ Dann würden selbst schwierige Ereignisse am Ende zu Gewinnpositionen. So wie man einen Kinofilm nicht vorzeitig verlassen dürfe, wenn man das Ende erfahren wolle, solle man auch im Leben nicht vorzeitig aufgeben, sondern sich bis zum Schluss gedulden.



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