Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  2. Voll in die Falle getappt
  3. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  4. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  5. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  6. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  7. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  8. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  9. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  10. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  11. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  12. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  13. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?
  14. 10 Jahre Haft für eine biologische Wahrheit in Brasilien!
  15. Großbritannien: Anglikanischer Ehrendomherr John Dunnet legt sein Amt aus Gewissengründen nieder

Abtreibung tötet das Kind und ruiniert die Familie

26. Februar 2011 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Benedikt XVI. vor der Päpstlichen Akademie für das Leben. Aufruf an die Ärzte zu mutigem Handeln: Es gibt keine Abtreibung aus ‚therapeutischen Gründen’. Gott verlässt nie den, der einen Fehler macht. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Abtreibung löst kein Problem – aber sie tötet ein Kind und stürzt die Eltern in ein tiefes moralisches und existentielles Drama, das vor allem die Frau für immer zeichnen kann.

Mit diesen Worten wandte sich Papst Benedikt XVI. am heutigen Samstag Vormittag an die Mitglieder der Vollversammlung der Päpstlichen Akademie für das Leben. Der Papst betonte die Verantwortung der Ärzte sowie die Notwendigkeit einer Wissenschaft mit ethischem Bewusstsein und lud die Frauen, die Opfer eines postabortiven Syndroms sind, ein, im liebenden Gottvater Tröstung zu finden.

Bei der Entscheidung für die Abtreibung gebe es keinen „Sieger“. Weder das Kind noch die Frau stünden auf der Siegerseite, ebenso wenig der Mann, der trotz der ihn befreienden Lösung vor dem Drama der fast immer allein gelassenen Frau blind bleibe. Auch die zur Abtreibung ratenden Ärzte seien keine Sieger, da sie die Frau dazu verleiten, das Geschenk in ihrem Schoß als eine Last zu sehen. Der Papst wandte sich dabei vor allem an jene, die das Gewissen des Menschen leugnen möchten, durch das eine Unterscheidung des Guten und Bösen möglich werde.

Gerade die Thematik des postabortiven Syndroms offenbare die nicht zum Schweigen bringende Stimme des Gewissens sowie die schwere Wunde, die dieses dann erleide, wenn das menschliche Handeln die angeborene Berufung zum Wohl des Menschen verrate. Wichtig sei es in diesem Zusammenhang auch, dem oft verdunkelten Gewissen der Väter, die die schwangeren Frauen oft allein ließen, Aufmerksamkeit zukommen zu lassen,.


Die Qualität des moralischen Handelns des Menschen, so Benedikt XVI. weiter, sei kein „Vorrecht“ der Christen oder Gläubigen, sondern eines jeden Menschen. Jede Person könne zutiefst gezeichnet bleiben, wenn ihr Handeln gegen ihr Gewissen gerichtet ist. Dies gelte auch für die Ärzte.

Deren Aufgabe sei es, „das Gewissen der vielen Frauen, die meinen, in der Abtreibung die Lösung für familiäre, wirtschaftliche, soziale oder ihr Kind betreffende gesundheitliche Probleme zu finden, vor dieser Täuschung zu verteidigen. Besonders im Hinblick auf die Gesundheit des Kindes werde die Frau oft von den Ärzten davon überzeugt, dass die Abtreibung nicht nur eine moralisch erlaubte Entscheidung darstelle, sondern sogar einen gebotenen „therapeutischen“ Eingriff, um dem Kind und seiner Familie Leiden zu ersparen.

Es handle sich dabei um Täuschungen, während es Pflicht der Ärzte wäre, vor einer Gesellschaft, die den Sinn für das Leben verloren hat, mit besonderer Entschlossenheit die Aussage zu vertreten: „Abtreibung löst kein Problem, sondern tötet das Kind, zerstört die Frau, lässt das Gewissen des Vaters des Kindes erblinden und ruiniert oft das Familienleben“.

Ein weiteres Themenfeld der Ansprache Benedikts XVI. betraf die Notwendigkeit einer ethisch verantwortlichen Wissenschaft, dies gerade im Bereich der Stammzellenforschung und der Nutzung von Nabelschnurblut zu deren Gewinnung. Bei letzterem handle es sich um einen wichtigen Forschungsbereich, der in seiner Verwirklichung sehr von der Großherzigkeit der Nabelschnurblutspender sowie von geeigneten sanitären Einrichtungen abhänge, um dem Wunsch der Spender nachkommen zu können.

Die erforderliche Großherzigkeit finde sich jedoch nicht bei den modernen privaten Blutbanken zur Aufbewahrung des Nabelschnurblutes. Diese zielten darauf ab, das Blut nur dem persönlichen Gebrauch vorzubehalten, was viele Forscher zurecht nicht für unbedenklich hielten. Benedikt XVI. lud die Ärzte ein, eine wirklich menschliche und christliche Solidarität zu fördern. Diese biete die Kirche auch allen Frauen an, die abgetrieben haben. Diesbezüglich wiederholte der Papst die Worte seines Vorgängers Johannes Paul II. aus der Enzyklika „Evangelium vitae“:

„Die Kirche weiß, wie viele Bedingtheiten auf eure Entscheidung Einfluss genommen haben können, und sie bezweifelt nicht, dass es sich in vielen Fällen um eine leidvolle, vielleicht dramatische Entscheidung gehandelt hat. Die Wunde in eurem Herzen ist wahrscheinlich noch nicht vernarbt. Was geschehen ist, war und bleibt in der Tat zutiefst unrecht. Lasst euch jedoch nicht von Mutlosigkeit ergreifen und gebt die Hoffnung nicht auf. Sucht vielmehr das Geschehene zu verstehen und interpretiert es in seiner Wahrheit. Falls ihr es noch nicht getan habt, öffnet euch voll Demut und Vertrauen der Reue: der Vater allen Erbarmens wartet auf euch, um euch im Sakrament der Versöhnung seine Vergebung und seinen Frieden anzubieten. Euer Kind aber könnt ihr diesem Vater und seiner Barmherzigkeit mit Hoffnung anvertrauen. Mit Hilfe des Rates und der Nähe befreundeter und zuständiger Menschen werdet ihr mit eurem erlittenen Zeugnis unter den beredtesten Verfechterinnen des Rechtes aller auf Leben sein können. Durch euren Einsatz für das Leben, der eventuell von der Geburt neuer Geschöpfe gekrönt und mit der Aufnahme und Aufmerksamkeit gegenüber dem ausgeübt wird, der der Nähe am meisten bedarf, werdet ihr eine neue Betrachtungsweise des menschlichen Lebens schaffen“ (99).



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Benedikt XVI.

  1. Il Giornale: Benedikt XVI. hatte ‚große Besorgnis‘ wegen des Synodalen Wegs
  2. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  3. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  4. Kardinal Kasper erinnert sich wertschätzend an Benedikt XVI./Ratzinger - „Kennen uns seit 1963“
  5. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  6. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  7. Papst Leo verlieh Ratzingerpreis an den Stardirigenten Riccardo Muti
  8. "Unsere Liebe Frau von Guadalupe" ist "Mutter und Stern der Evangelisierung in Amerika"
  9. „Was Benedikt XVI. uns über Israel lehrte – und warum es heute von Bedeutung ist“
  10. Benedikt XVI.: "Das Kommen des Herrn ist einmalig"







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  6. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  7. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  8. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  9. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  10. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  11. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  12. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  13. 'Ich bin der Liebe Gottes würdig, einfach weil ich existiere.'
  14. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  15. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz