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Theologie kann nur in Gemeinschaft mit dem Lehramt betrieben werden

3. Dezember 2010 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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Wahre Theologie ist ein Mit-Gott-Denken. Benedikt XVI. an die Internationale Theologenkommission: christliche Solidarität ‚sub specie aeternitatis’. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Theologe kann man nicht in Einsamkeit sein“: Mit dieser Mahnung wandte sich Benedikt XVI. am heutigen Vormittag an die Mitglieder der Internationalen Theologenkommission zum Abschluss deren Vollversammlung. Der Papst unterstrich dabei, dass die Ideale der Gerechtigkeit und demokratischen Gleichheit absterben, wenn die Wurzel, das heißt das Christentum, geschnitten wird, aus der sie entstanden sind.

Wahre Theologie ergebe sich aus der Begegnung mit dem auferstandenen Christus, da „kein theologisches System existieren kann, wenn es nicht von der göttlichen Liebe durchdrungen ist“. Wer in Christus die Liebe Gottes entdeckt habe, die vom Heiligen Geist in die Herzen der Menschen ausgegossen werde, sehne sich danach, den besser zu kennen, vom dem er geliebt wird und den er liebt. Erkenntnis und Liebe tragen sich gegenseitig, so Benedikt XVI. weiter. „Wie die Kirchenväter bekräftigt haben: Jeder, der Gott liebt, wird dazu gedrängt, in einem gewissen Sinne Theologe zu werden, das heißt einer, der von Gott spricht, der Gott denkt und versucht, mit Gott zu denken“.


Die theologische Reflexion helfe dank ihrer Vernünftigkeit dem Dialog mit den Gläubigen anderer Religionen und auch mit den Nichtgläubigen. Es sei dem Menschen möglich, Gott zu denken und das, was er gedacht hat, mitzuteilen, „da er uns mit einer Vernunft begabt hat, die in Eintracht mit seiner Natur steht“. Dennoch sei es notwendig, dass die Vernünftigkeit der Theologie dabei helfe, die Vernunft zu reinigen und sie so von Vorurteilen und Ideen zu befreien, die in allen Zeitaltern einen starken Einfluss ausüben könnten. Darüber hinaus sei die Kenntnis Gottes in seiner wahren Natur, das heißt als Quelle der Vergebung, auch ein sicherer Weg, den Frieden in der Welt sicherzustellen.

Damit die Methode der Theologie wirklich wissenschaftlich sei, müssten die Theologen neben der rationalen Vorgehensweise dem Wesen des kirchlichen Glaubens treu sein, dies „immer in Kontinuität und in Dialog mit den Gläubigen und Theologen, die vor uns gekommen sind“. Der Theologe beginne nie bei „Null“. Daher sei die Einheit zwischen Theologen und Bischöfen unverzichtbar.

„Es ist unmöglich, Theologe in Einsamkeit zu sein: die Theologen bedürfen des Amtes der Hirten der Kirche, so wie das Lehramt Theologen braucht, die ihren Dienst mit all der Askese bis ins Letzte tun, die dies einschließt.“

Christus sei für alle gestorben, obwohl dies nicht alle wüssten oder akzeptierten. Der Glaube an Christus führe den Theologen zum Dienst an den anderen im Namen Christi: „Mit anderen Worten: das soziale Engagement der Christen entstammt notwendig der Offenbarung des göttlichen Liebe“. Die Betrachtung des offenbaren Gottes und die Nächstenliebe dürften somit nicht getrennt werden.

„In einer Welt, die viele Gaben des Christentums wertschätzt“, so Benedikt XVI abschließend, „wie zum Beispiel die Idee der demokratischen Gleichheit, Tochter des dem Evangelium gemäßen Monotheismus, ohne die Wurzeln der eigenen Ideale zu begreifen, ist es besonders wichtig zu zeigen, dass die Fürchte absterben, wenn die Wurzel des Baumes geschnitten wird“.

„Es gibt keine Gerechtigkeit ohne Wahrheit, und die Gerechtigkeit entfaltet sich nicht in vollem Maße, wenn ihr Horizont auf die materielle Welt begrenzt ist. Für uns Christen besitzt die soziale Solidarität immer eine Perspektive der Ewigkeit.“


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Lesermeinungen

 Karsten78 5. Dezember 2010 

Richtig!

Warum wissen das die Dozenten der Universitäten nicht, obwohl sie von der katholischen Kirche den Lehrauftrag erhalten?


0
 
 Ramto 4. Dezember 2010 
 

Ausgetretener Theologieprofessor

Wie kann es dann geschehen, dass ein gesendeter Theologieprofessor an der kath. Hochschule in Wien seit langer Zeit ausgetreten ist und trotzdem dort vorträgt?!


0
 
  3. Dezember 2010 
 

Kardial Lehmann Höre!

Kardial Lehmann im September 2010 in Graz sinngemäß: Die Theologie müsse dem Lehramt vorauseilen


3
 

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