Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  7. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  8. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  9. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  10. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  11. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  12. Wir können NICHT schweigen!
  13. EILT! - Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  15. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare

Theologie kann nur in Gemeinschaft mit dem Lehramt betrieben werden

3. Dezember 2010 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wahre Theologie ist ein Mit-Gott-Denken. Benedikt XVI. an die Internationale Theologenkommission: christliche Solidarität ‚sub specie aeternitatis’. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Theologe kann man nicht in Einsamkeit sein“: Mit dieser Mahnung wandte sich Benedikt XVI. am heutigen Vormittag an die Mitglieder der Internationalen Theologenkommission zum Abschluss deren Vollversammlung. Der Papst unterstrich dabei, dass die Ideale der Gerechtigkeit und demokratischen Gleichheit absterben, wenn die Wurzel, das heißt das Christentum, geschnitten wird, aus der sie entstanden sind.

Wahre Theologie ergebe sich aus der Begegnung mit dem auferstandenen Christus, da „kein theologisches System existieren kann, wenn es nicht von der göttlichen Liebe durchdrungen ist“. Wer in Christus die Liebe Gottes entdeckt habe, die vom Heiligen Geist in die Herzen der Menschen ausgegossen werde, sehne sich danach, den besser zu kennen, vom dem er geliebt wird und den er liebt. Erkenntnis und Liebe tragen sich gegenseitig, so Benedikt XVI. weiter. „Wie die Kirchenväter bekräftigt haben: Jeder, der Gott liebt, wird dazu gedrängt, in einem gewissen Sinne Theologe zu werden, das heißt einer, der von Gott spricht, der Gott denkt und versucht, mit Gott zu denken“.


Die theologische Reflexion helfe dank ihrer Vernünftigkeit dem Dialog mit den Gläubigen anderer Religionen und auch mit den Nichtgläubigen. Es sei dem Menschen möglich, Gott zu denken und das, was er gedacht hat, mitzuteilen, „da er uns mit einer Vernunft begabt hat, die in Eintracht mit seiner Natur steht“. Dennoch sei es notwendig, dass die Vernünftigkeit der Theologie dabei helfe, die Vernunft zu reinigen und sie so von Vorurteilen und Ideen zu befreien, die in allen Zeitaltern einen starken Einfluss ausüben könnten. Darüber hinaus sei die Kenntnis Gottes in seiner wahren Natur, das heißt als Quelle der Vergebung, auch ein sicherer Weg, den Frieden in der Welt sicherzustellen.

Damit die Methode der Theologie wirklich wissenschaftlich sei, müssten die Theologen neben der rationalen Vorgehensweise dem Wesen des kirchlichen Glaubens treu sein, dies „immer in Kontinuität und in Dialog mit den Gläubigen und Theologen, die vor uns gekommen sind“. Der Theologe beginne nie bei „Null“. Daher sei die Einheit zwischen Theologen und Bischöfen unverzichtbar.

„Es ist unmöglich, Theologe in Einsamkeit zu sein: die Theologen bedürfen des Amtes der Hirten der Kirche, so wie das Lehramt Theologen braucht, die ihren Dienst mit all der Askese bis ins Letzte tun, die dies einschließt.“

Christus sei für alle gestorben, obwohl dies nicht alle wüssten oder akzeptierten. Der Glaube an Christus führe den Theologen zum Dienst an den anderen im Namen Christi: „Mit anderen Worten: das soziale Engagement der Christen entstammt notwendig der Offenbarung des göttlichen Liebe“. Die Betrachtung des offenbaren Gottes und die Nächstenliebe dürften somit nicht getrennt werden.

„In einer Welt, die viele Gaben des Christentums wertschätzt“, so Benedikt XVI abschließend, „wie zum Beispiel die Idee der demokratischen Gleichheit, Tochter des dem Evangelium gemäßen Monotheismus, ohne die Wurzeln der eigenen Ideale zu begreifen, ist es besonders wichtig zu zeigen, dass die Fürchte absterben, wenn die Wurzel des Baumes geschnitten wird“.

„Es gibt keine Gerechtigkeit ohne Wahrheit, und die Gerechtigkeit entfaltet sich nicht in vollem Maße, wenn ihr Horizont auf die materielle Welt begrenzt ist. Für uns Christen besitzt die soziale Solidarität immer eine Perspektive der Ewigkeit.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Benedikt XVI.

  1. "Derselbe Polarstern"
  2. Namhafter anglikanischer Kanoniker wird katholisch, beeinflusst durch Kard. Newman und Benedikt XVI.
  3. Il Giornale: Benedikt XVI. hatte ‚große Besorgnis‘ wegen des Synodalen Wegs
  4. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  5. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  6. Kardinal Kasper erinnert sich wertschätzend an Benedikt XVI./Ratzinger - „Kennen uns seit 1963“
  7. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  8. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  9. Papst Leo verlieh Ratzingerpreis an den Stardirigenten Riccardo Muti
  10. "Unsere Liebe Frau von Guadalupe" ist "Mutter und Stern der Evangelisierung in Amerika"







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  4. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?
  5. Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu
  6. Finnische Langzeitstudie: Anstieg an psychiatrischen Erkrankungen nach ‚Geschlechtsumwandlung‘
  7. Neuer Eichstätter Bischof Würtz will jetzt beim deutsch-synodalen Irrweg mitmachen
  8. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  9. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  10. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  11. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  12. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  13. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  14. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  15. EILT! - Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz