Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  2. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  5. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  6. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  7. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  8. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  9. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  10. Viel Lärm um nichts?
  11. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  12. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  13. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  14. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  15. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium

Afghanistan: Christ wegen Glaubenswechsels vor Gericht

21. November 2010 in Chronik, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Beinamputierter Ex-Muslim sollte Christentum öffentlich abschwören


Kabul (kath.net/idea)
In Afghanistan wird ein Christ muslimischer Herkunft wegen seines Glaubenswechsels vor Gericht gestellt. Dem islamischen Religionsgesetz zufolge ist der Abfall vom Islam verboten; dafür droht im härtesten Fall die Todesstrafe. Am 21. November soll 45-jährige Said Musa vor den Richter treten. Nach Angaben des Hilfswerks Open Doors ist er seit Ende Mai ohne Rechtsbeistand im Gefängnis. Vor acht Jahren war er zum christlichen Glauben gekommen. 15 Jahre lang arbeitete der beinamputierte Vater von sechs Kindern für das Internationale Rote Kreuz in Kabul, wo er Prothesen anpasste. Am 31. Mai wurde Musa verhaftet, nachdem der Fernsehsender Noorin TV eine Taufe von Muslimen gezeigt hatte. Die Reportage hatte drastische Reaktionen bis in höchste Regierungskreise ausgelöst. So hatte der stellvertretende Parlamentspräsident gefordert, dass die Afghanen, die in dem Video gezeigt wurden, öffentlich hingerichtet werden sollten. Etliche Christen muslimischer Herkunft flohen laut Open Doors in der Folge aus dem Land oder tauchten unter. Zwar wurden mehrere Personen festgenommen, doch nur Musa wird vor Gericht gestellt.


„Wie ein Schaf unter Wölfen“

Musa sei im Juni gezwungen worden, im Fernsehen öffentlich seinem christlichen Glauben abzuschwören, berichtet der Informationsdienst Compass Direct. In einem Brief aus dem Gefängnis habe er die Christen weltweit sowie US-Präsident Barack Obama und die Führer der ISAF-Truppen in Afghanistan um Gebet und Hilfe gebeten. Er werde von Gefängniswärtern und Häftlingen sexuell missbraucht, misshandelt und gedemütigt. Er fühle sich „wie ein Schaf allein unter 400 schrecklichen Wölfen“. Afghanistan gilt als eines der strengsten islamischen Länder. Unter den 28,4 Millionen Einwohnern leben laut Open Doors etwa 10.000 Christen, darunter auch Afghanen muslimischer Herkunft.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Afghanistan

  1. 100.000 Euro von der EKD für Afghanen, damit diese Aufenthalt in Deutschland einklagen können
  2. Irak: Erzbischof befürchtet „schwerwiegende Folgen“
  3. Papst trifft christliche Flüchtlingsfamilien aus Afghanistan
  4. Afghanistan: Gezielte Suche nach Christen
  5. Afghanistan: „Großer Rückschlag für die Menschenrechte“
  6. Letzter katholischer Priester in Afghanistan ist ein Italiener
  7. Einzige katholische Kirche in Afghanistan geschlossen
  8. Afghanistan: Taliban wollen Christentum 'auslöschen'
  9. Religionsfreiheit: In Afghanistan gibt es keine Kirche mehr
  10. Afghanistan: Trauer um ermordete evangelische Entwicklungshelfer







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  3. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  4. "Derselbe Polarstern"
  5. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  6. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  7. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  8. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  9. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  10. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  11. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  12. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  13. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  14. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  15. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz