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Psychologie der Beichte

4. September 2010 in Aktuelles, 14 Lesermeinungen
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Das Sakrament der Versöhnung ist übler Nachrede ausgesetzt - bis hin zur "ekklesiogenen Neurose". Warum das falsch ist und der Mensch Schuld los wird, indem er sie annimmt, erklärt eine kleine Seelenkunde von Raphael Bonelli / Die Tagespost.


Wien (kath.net/DT) In der klassischen Psychotherapie sind Schuldgefühle von vielen Schulen mit Pathologie gleichgesetzt worden. Und das ändert sich leider nur sehr langsam, wenn auch moderne Psychotherapeuten hier wesentlich mehr Offenheit erkennen lassen.

Selbstverständlich gibt es psychopathologische Phänomene, etwa im Laufe einer Depression, eines Wahns, einer Neurose oder einer selbstunsicheren Persönlichkeit, im Rahmen derer sich Patienten dann zu Unrecht schuldig fühlen. Aber das sind krankhafte Ausnahmen.

Normalerweise hat man Schuldgefühle, weil man eben schlichtweg schuldig geworden ist. Man hat sich für das Schlechte entschieden, obwohl man das Gute hätte tun können. Die persönliche Schuld ist kein Gefühl - sie hat nur häufig ein Gefühl zur Folge, wenn das Gewissen noch intakt ist. Die Einsicht in die eigenen Fehler ist ein Erkenntnisakt mit emotionaler Begleitmusik.

Sie setzt eine Grundbereitschaft zur Selbsterkenntnis voraus, die man Demut nennt. Dem Psychotherapeuten steht zwar das Urteil zwischen Gut und Böse nicht zu, weil er keine richterliche, sondern eine therapeutische Funktion hat - aber das bedeutet nicht, dass im menschlichen Leben keine moralische Dimension existiert.

Diese beiden Spielarten von Schuldgefühlen könnten in der medizinischen Terminologie als physiologisch und pathologisch beschrieben werden. Der Ausdruck „physiologisch“ wird in der Medizin oft im Sinne von beim gesunden Menschen auftretend, normal, nicht krankhaft verwendet; „pathologisch“ heißt unzweckmäßig, dysfunktionell, unphysiologisch, krankhaft.

Wie beim Schmerz gut erkennbar ist, hat die Physiologie den Sinn, auf etwas aufmerksam zu machen, was dem Körper nicht gut tut. Dieses Warnsignal macht damit bewusste Heilungsprozesse überhaupt erst möglich. Der pathologische Schmerz hingegen ist sinnlos, sozusagen ein „Fehlalarm“ des Körpers.

Schuldgefühl ist analog dazu ein Schmerzempfinden der Seele, das Schaden anzeigt. Dieses Bild aus der Medizin veranschaulicht aber auch, dass die prinzipielle Unfähigkeit, Schmerz zu empfinden, ein lebensgefährliches Defizit ist. Und tatsächlich: generell fehlende Schuldgefühle machen den Menschen zum Ungeheuer, wie die Geschichte eindrucksvoll bewiesen hat.

In der Theologie wiederum sind die Begriffe „rechtes“ und „irriges Gewissen“ artverwandt. Gesunde Schuldgefühle werden für religiöse Menschen durch die Beichte behandelt, indem hier die zugrundeliegende Schuld ursächlich angegangen wird; pathologische Schuldgefühle durch die Psychiatrie bzw. Psychotherapie, da hier die von der Emotion angezeigte Schuld nicht vorliegt.

Es ist ein Manko der alten Psychotherapie, dass sie vielerorts “physiologische“ Schuldgefühle psychologisiert (d.h. pathologisiert), und so den Weg zu einer Bekehrung und damit Besserung verstellt hat. Eine nicht unerhebliche Anzahl von Psychotherapeuten hat aufgrund ihres Weltbildes gar keinen Platz für so etwas wie reale Schuld.


Wenn der Mensch materiell determiniert ist - wie etwa Sigmund Freud meint - dann gibt es logischerweise weder Freiheit noch Verantwortung. Mit diesem Reduktionismus wird der Täter zum Opfer umgedeutet und wälzt so seine Schuld auf psychologische Umstände („ich konnte nicht anders“) oder gar auf andere Personen (klassischerweise die „Erziehungsfehler“ der Eltern) ab.

Mit der reflexartigen Fremdbeschuldigung entwickelt sich aber eine Dynamik der angeblichen eigenen Fehlerlosigkeit, die der Mensch nur mit mühsamer Anstrengung in kontinuierlichem Selbstbetrug durchhalten kann. In psychoanalytischer Terminologie nennt man diese Anstrengung „Verdrängung“. Die Opfermentalität führt zudem oftmals direkt in die Verbitterung: Täter sind immer nur die anderen, und „ich bin der Ärmste“.

Dieses Nicht-wahrhaben-wollen der eigenen Fehlerhaftigkeit ist neurotischer Perfektionismus; dieser verwechselt christliche Vollkommenheit mit Fehlerlosigkeit. Der perfektionistische Neurotiker glaubt, er dürfe sich keine Fehler erlauben. Er will sich folgerichtig auch nicht bessern (denn wie soll sich denn einer bessern, der keine Fehler hat?), er sucht nur Bestätigung, dass er ohnehin alles richtig macht. Damit ist für ihn aber jede Normgebung schon eine Infragestellung seiner selbst und wird letztlich als existentielle Bedrohung erlebt.

Das aufgeregte was-geht-den-Papst-an,-was-ich-im-Schlafzimmer-mache?-Phänomen ist hierfür ein beredtes Beispiel. Dadurch, dass der Neurotiker am eigenen Anspruch der Fehlerlosigkeit scheitern muss, bildet sich oftmals eine mangelhaft hinterfragte Aggression, die sich in diffuser Religionsfeindlichkeit und undifferenzierter Kirchenkritik entlädt.

Der kleinste Fehler eines Glaubensrepräsentanten wird hysterisch zum Skandal hochstilisiert, denn dieser steht für das eigene schlechte Gewissen, das durch unbewusste Minderwertigkeits- und Schuldkomplexe verstärkt wird.

Tatsächlich aber ist die Botschaft der Kirche hier eine psychodynamische Befreiung aus dieser Enge: „Jeder Mensch wird schuldig.“ Mit der kirchlichen Empfehlung der häufigen Beichte ist klargestellt, dass jeder Mensch Fehler macht, ja jeder sündigt. Es ist also normal und menschlich, Sünden zu begehen, und es gibt auch ein Mittel zur Reinigung: die Absolution nach der persönlichen Umkehr.

Neben der wichtigeren sakramentalen Dimension hat sie natürlich auch eine psychodynamische Ebene. Denn zur theologischen Bedeutung – der Vergebung der Schuld durch Gott – kommt die psychologische Wirkung: die Möglichkeit, das Drückende der Schuldgefühle abzuwerfen. Durch Integration in das Ich („auch das bin ich“) löst sich die Schuld mit Bekenntnis und Vergebungsbitte auf. Das ist eine erhebliche Erleichterung für den zwischen Selbstanspruch und (verdrängter) Realität zerrissenen Perfektionisten. Dass es so etwas wie Beichte gibt, macht es überhaupt erst möglich, dass sich der Mensch auf die - letztlich psychodynamisch riskante - Selbstreflexion, Reue und Umkehr einlassen kann.

Das Aussprechen der eigenen Schuld vor einem bevollmächtigten Dritten - ohne Beschönigen, Herumgerede und Fremdbeschuldigungen - ist deshalb aus gläubiger Sicht heilsrelevant und psychologisch gesehen heilsam. Das mutige „Ich habe gesündigt“ klärt die eigene Beurteilung der Tat, kann sich von ihr distanzieren und sie gleichzeitig unverdrängt, aber bewältigt stehen lassen.

Schuld wird man eben genau dadurch los, indem man sie annimmt. Indem man sich auf die Infragestellung seiner selbst einlässt, setzt man einen psychodynamisch heilsamen Prozess in Gang. Der Beichte folgt die Wiedergutmachung erkannter Schuld (Sühne), die wiederum zu einer vertieften Selbsterkenntnis und Reue führt.

Reue ist innere Umkehr und Neuorientierung. Dadurch entwickelt sich gegen die - letztlich unvernünftige - Sünde eine affektive Aversion, die mit größerer Leichtigkeit von der Sündenanhänglichkeit Abstand gewinnen lässt.

Man kann durchaus sagen, dass dieser Prozess die persönliche Freiheit vergrößert. Denn die Gewöhnung an die Sünde wirft den Schleier des Unbewussten über die eigene Schlechtigkeit: der lasterhafte Mensch wähnt sich fehlerfrei, der Heilige hat eine gesunde Sensibilität dafür entwickelt.

Die Beichte ist psychologisch gesehen die Möglichkeit, durch mutige Gewissenserforschung in die Abgründe des Halbbewussten und sogar Unbewussten herabzusteigen und schwelende innere Konflikte durch bewusstes pointiertes Aussprechen vor einem Vertreter Gottes zu neutralisieren.

Sigmund Freud hat scharfsinnig beschrieben, dass die neurotische Kränkung dort Platz greift, wo das idealisierte Selbst sich zu sehr vom realen Ich entfernt. Das heißt, je mehr sich jemand ein geschöntes Bild von sich selber zurechtlegt, umso eher ist er kränkbar, wenn er mit der Realität konfrontiert wird.

Durch das Sündenbekenntnis können so die schmerzhaft verdrängten Anteile des nicht-sein-können-weil-nicht-sein-dürfen der eignen Schuld wieder heilsam in das Bewusstsein integriert werden, wodurch auch der Neurotizismus einer Person reduziert wird, weil weniger Verdrängungsarbeit notwendig ist.

Hier ist auch der von manchen Laien gerne zitierte Begriff der sogenannten „ekklesiogenen Neurose“ zu erwähnen, mit dem 1955 der Gynäkologe Schaetzing fälschlicherweise psychiatrische Krankheiten mit der kirchlichen Verkündigung kausal verknüpft hat.

Dieses Konstrukt gilt in der modernen Psychiatrie als obsolet. Gerade eine klare sittliche Forderung in allen Bereichen des Lebens gibt den Menschen die Möglichkeit, ihre Verdrängungen aufzuweichen, die eigene Schuld einzugestehen und sich so von einer oft nur halbbewusst wahrgenommenen Last zu befreien.

Dass die Leidenschaft oftmals in eine andere Richtung - nämlich die der kurzfristigen Befriedigung - treibt, macht die Stimme der Kirche umso notwendiger, um im intrapsychischen Prozess die hinterfragende Vernunft und die Eigenreflexion zu stärken. Zu Recht haben die psychiatrischen Fachgesellschaften jedenfalls den Begriff der „ekklesiogenen Neurose“ niemals anerkannt.

Es neurotisiert nicht - wie jahrzehntelang eine psychologisierende Pastoral gepredigt hat - eine hohe moralische Forderung, sondern der Selbstanspruch auf Fehlerlosigkeit, der keine Fehlerdefinition mehr zulassen kann, weil das Heilmittel - die Beichte – im Alltagsleben praktisch abgeschafft oder persönlich aufgegeben wurde. Denn erst das Sakrament der Versöhnung macht die christliche Forderung lebbar.

Christliche Vollkommenheit setzt das eigene Sündenbekenntnis voraus. Die Abschaffung des Sündenbegriffs, um die neurotische Selbstgerechtigkeit zu befriedigen, ist mit einer anstrengenden Verdrängungsarbeit der eigenen Fehlerhaftigkeit verbunden, die sich in Aggressionsdurchbrüchen gegen kirchliche Normen Erleichterung schafft.

In diesem Zusammenhang ist auch der antiquierte Slogan aus den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts „Frohbotschaft statt Drohbotschaft“ kritisch zu hinterfragen. Was wird hier genau als bedrohlich erlebt - und warum?

Ein Mensch, der regelmäßig beichtet, erreicht im Normalfall einen hohen Grad an Selbsterkenntnis, weil er die Fähigkeit entwickelt, seine Emotionen, Gefühle, Leidenschaften und Taten zu hinterfragen und mit seiner Vernunft zu beurteilen. Er hat sich die Kompetenz angeeignet, seine Reflexionsfähigkeit über sein momentanes Empfinden zu stellen.

Damit muss er auch die eigene Tat nicht mehr als schicksalshafte Begebenheit erleben, sondern kann sie einer rationalen Beurteilung unterziehen. Das führt zu einem gesunden Selbstbewusstsein, das im Bewusstsein der Gotteskindschaft wurzelt.

Daraus resultiert letztendlich die Haltung einer großen Dankbarkeit gegenüber einem gütigen Gott, der Sünde verzeiht. Solche Menschen können dann auch selber besser verzeihen und leben dadurch insgesamt froher.

Univ.-Doz. Dr. med. Dr. scient. Raphael M. Bonelli ist Facharzt für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin (systemischer Psychotherapie) und Facharzt für Neurologie. Er ist auch Vortragender bei der Fachtagung „Psychotherapie & Beichte“ am 16.10.2010 im Stift Heiligenkreuz: www.rpp2010.org

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Foto: (c) privat


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Lesermeinungen

 susch 8. September 2010 

WOW!

Beichtvater statt Psychiater - wie herrlich. Auf diese Art kann echte Heilung stattfinden. Und ich denke noch mal über meine Beichtpraxis nach.


0
 
 Navelius 6. September 2010 

Bußsakrament

Hm... Willibald, das Menschsein... mit Liebe und Haß, wie Sie es beschrieben haben.

Der Heiland hat das hl. Samrament der Buße, der Vergebung, Heilung der Seelen und Herzen, der Ent-Schuldung den Aposteln, ihren Nachfolgern, der Kirche anvertraut. \"Allen, denen ihr die Sünden nachlaßt, werden Ihnen nachgelassen, allen, denen ihr sie behaltet, werden ihnen behalten werden\", hat ER gesagt. Hierbei geht es NICHT um psychotherapeutischen Trost, menschliches Zureden und Wegreden der \"Schildgefühle\", sonder um objektive gnadenhafte Vergebung tatsächlicher Schuld, Heilung der Seelenwunden, entstanden durch objektive Sünde, und Wiederherstellung der heiligmachenden Gnade, sprich des übernatürlichen Lebens der Seele, Vermehrung der bestehenden Gnade und Erstarken der Seele wider Versuchungen. Das Vollmaß der Wirkungen einer guten Beichte läßt sich in diesen wenigen Worten natürlich nicht ausdrücken. Die Erkenntnis der Wahrheit, der Schuld und die daraus resultierende Reue, Gott, das allerhöchste, einzigwahre, absolut in sich liebenswerte Gut , Unrecht angetan zu haben, beleidigt zu haben, sind die Voraussetzungen der Sündenvergebung. Doch, die erlösenden heilenden und erhebenden Worte: \"Ich spreche Dich los von Deinen Sünden...\" erfährt man nur aus dem Munde des Priesters.

Der Widersacher weiß um die übernatürlichen Früchte des Bußsakramentes. Gerne setzt er 2 Hauptwaffen ein:

1) Gegen die Eifrigen. Geht er das Gewissen an und versucht es zu einer Skrupelnküche umzugestalten, auf das die eifrige Seele schließlich an sich selbst und Gott verzweifelt.

2) Gegen die Lauen. Er beschwichtigt sie, wo er nur kann: Komm, das war doch nicht so... schlimm, daß du deine Frau betrogen hast. Ist doch menschlich... Haß und Verachtung gehört doch zum Menschsein dazu, oder... Das hast du dir nicht bieten lassen sollen, recht so... Beichten? Komm... Gott ist ja so barmherzig... etc.

An dieser Stelle ist es wichtig, das eigene Wissen zu beobachten, zu pflegen und - nicht minderwichtig - mit dem Beichtvater des Vertrauens offen über die seelischen Vorgänge zu sprechen. Nur so kann gewissen \"kontraproduktiven\" Vorgängen vorgebeugt werden.

Es ist mir die Gnade verliehen worden, die übernatürlichen Früchte der Beichte an meiner Seele, Geist, Herz, Verstand , ja auch Leib zu erfahren. Wenn ich zum Beichtstuhl gehe, weiß ich, daß ich dort dem Heiland alles anvertrauen kann und darf, ER weiß doch sowieso alles :-)) Ich darf dort Seine unermäßliche Barmherzigkeit, Seine göttliche rettende heilende Liebe, Sein Allerheiligstes Herz, Sitz und Quelle aller Barmherligkeit, aller Gnaden, den Feuerherd der göttlichen Liebe verherrlichen!

Und ER ... schaut mich ganz liebevoll an... drückt mich, ja selbst mich, an Sein Allerheilisgstes Herz und spricht, so liebevoll, wie nur ER es vermag: Nun, geh´Kind, deine Sünden sind dir vergeben, Nun geh´ sündige nicht mehr, liebe mich nun und überlaß alles andere MIR.


Selig, die ihre Kleider im Blute des Lammes rein gewaschen haben!

O unvorstellbare, rettende, erhebende, liebesdurchglühte Barmherzigkeit Gottes, wir preisen Dich!


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 Null8fünfzehn 5. September 2010 
 

@WIlibald

\"Moral und kirchliche Gesetze verunsicherten mich und trugen zu meiner Selbstentfremdung bei\". Klassische Form der Fremdbeschuldigung. Ich halte es für gesünder, die Kirche nicht gleich mal zum Sündenbock für eigene Defizite zu machen.


1
 
  5. September 2010 
 

Ein Bekenntnis

\"In diesem Zusammenhang ist auch der antiquierte Slogan aus den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts „Frohbotschaft statt Drohbotschaft“ kritisch zu hinterfragen. Was wird hier genau als bedrohlich erlebt - und warum?\"


Mein Weg zur Frohbotschaft

\"Jetzt, in meinem vorgerückten Alter, gelange ich zu einem gewissen Überblick in Bezug auf meine Einstellung zu meinem Leben und zu meinem Glauben. Ich habe – inklusiv so mancher Irrwege, Fluchtversuche und Abstürze – ein Leben dazu gebraucht, um aus der Verzweiflung in die Hoffnung gelangen zu dürfen.
Der Drohbotschaft, vermittelt durch eine strenge und angstbesetzte väterliche und klösterliche Erziehung, konnte ich nicht entrinnen. Die daraus resultierende Prägung machte mich in der Jugend zu einem ängstlichen Menschen. Moral und kirchliche Gesetze verunsicherten mich und trugen zu meiner Selbstentfremdung bei.
Nach langem Suchen und Umherirren führte mich mein Weg in die Psychotherapie. Für mich wurde er ein mühsamer, aber sich lohnender Weg zur Entdeckung meines Selbst. Er wird wahrscheinlich in diesem Leben nie mehr ganz abgeschlossen sein ...
Selbsterkenntnis, Selbstannahme und Selbstliebe bauen (mit Hilfe meiner Therapeutin) eine Brücke von mir zu den Mitmenschen und zu mehr Vertrauen in spiritueller Hinsicht. Das Verständnis, das ich dabei finde, bestätigt mir, dass auch ich irren, zweifeln, im Moment verzagen, ablehnen, suchen, trauern, abhängig sein, lieben und hassen darf – Mensch sein kann und immer neu werden muss. Ich darf mir selbst trauen, ich darf vertrauen, dass ich zur Wandlung fähig bin. Ich kann Vertrauen in einen Gott setzen, der mich bejaht und meine Freiheit respektiert. Ich hoffe, dass er mich in geheimnisvoller Weise begleitet, so dass ich letzten Endes aus seiner Liebe nicht herausfallen kann ...\"

Unterzeichnet von einer Frau


2
 
 Karlmaria 5. September 2010 

Die Kirche muss provozieren

Aus Angst über heikle Themen zu Schweigen ist keine Liebe.
Zitat:
Das aufgeregte was-geht-den-Papst-an,-was-ich-im-Schlafzimmer-mache?-Phänomen ist hierfür ein beredtes Beispiel. Dadurch, dass der Neurotiker am eigenen Anspruch der Fehlerlosigkeit scheitern muss, bildet sich oftmals eine mangelhaft hinterfragte Aggression, die sich in diffuser Religionsfeindlichkeit und undifferenzierter Kirchenkritik entlädt.

Der kleinste Fehler eines Glaubensrepräsentanten wird hysterisch zum Skandal hochstilisiert, denn dieser steht für das eigene schlechte Gewissen, das durch unbewusste Minderwertigkeits- und Schuldkomplexe verstärkt wird.
Zitat Ende
Dieses Phänomen wird noch zunehmen. Ich glaube, dass es dagegen kein Mittel gibt. Außer natürlich die grundlegend Heilung und Heiligung der Mobber. Und die Erkenntnis, dass solch ein Skandal nicht grenzenlos lange am Kochen gehalten werden kann. Bundeskanzler Kohls Aussitzen hilft auch manchmal. Es besteht die Möglichkeit, eine längere Kur im Ausland zu machen und sich dort die Überarbeitung oder Burn out Syndrom behandeln zu lassen. Und anschließend noch ein langer Urlaub. Für die Betroffenen bleibt der Trost, dass es dem Haupt der Kirche Jesus Christus auch nicht besser ergangen ist. Schweigen und das Leiden als Sühne annehmen ist auch sehr wertvoll. Ich bin ziemlich sicher, dass Bischof Mixa durch Sein Sühneleiden mehr Menschen gerettet hat, als durch Sein gesamtes Wirken als Bischof.


1
 
 Felizitas Küble 5. September 2010 
 

Papst Hadrian schaute nicht nur rückwärts !

@Schlegl
Das Schuldbekenntnis des niederländischen-deutschen Papstes Hadrian kenne ich seit langem, es ist höchst eindrucksvoll - aber nicht zuletzt deshalb, weil es keineswegs rein vergangenheitsorientiert ist (also durchaus nicht nur auf die Brust der \"Vorgänger\" klopft!), sondern kirchliche Mißstände der (damaligen) Gegenwart schonungslos beim Namen nennt.

Leider hat Luther durch dieses mutige Wort kirchlicher Selbstkritik trotzdem nicht die Kurve gekriegt, sondern darüber gelacht.

Wäre es ihm allein um wohlmeinende Reformen gegangen (und nicht um eine \"andere Theologie\"), dann hätte dieses Schuldbekenntnis des Papstes ihn beeindruckt und zur Kirche zurückgeführt.


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 cayena 4. September 2010 
 

Nicht immer steckt in der Kürze die Würze

@Evalyne
Bei diesem Artikel zahlt es sich aus die Zeit zu investieren. Nicht alles lässt sich mit drei Worten abhandeln


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 gebsy 4. September 2010 

Vergelt\'s Gott!

Wenn der Mensch in konkreten Situationen die Wahl zwischen Alternativen hat und sich aus Schwäche für die falsche entscheidet, wird das Erlösungsgeschenk durch das Gewissen wirksam.
Vergebung wird zur Befreiung und Stärkung für einen Neubeginn.
Gelingt es beim nächsten Mal mit Gottes Hilfe, die richtige Entscheidung zu treffen und umzusetzen, wird Erlösung erlebt - als höchstes erfahrbares Glück auf Erden ...

www.auf-christus-schauen.at/meinung/145


1
 
 SCHLEGL 4. September 2010 
 

@Felizitas

Sie haben völlig recht, mit der kritischen Infragestellung vor Schuldbekenntnissen für Unrecht in der Vergangenheit. Allerdings hat Papst Johannes Paul II im Jahr 2000 keine Namen genannt, sondern in erster Linie Fakten aufgezählt, die zeigen das Katholiken, Amtsträger, wie auch Laien, falsch reagiert haben. Ich weiß nicht ob sie das erschütternde Schuldbekenntnis von Papst Adrian VI aus dem Jahre 1523 (also sechs Jahre nach den traurigen Ereignissen um Luther) kennen. Papst Adrian VI, der nach ganz kurze Regierungszeit wahrscheinlich an Malaria starb, schrieb über die Ursachen der Reformation: \"Das alles ist über uns gekommen, wegen der Bischöfe und Prälaten Sünden, besonders aber wegen all dem, was sich an diesem heiligen apostolischen Stuhl ereignet hat (er meinte die Renaissancepäpste, Alexander VI, Julius II und Leo X)! Ein erschütterndes Schuldbekenntnis des letzten deutschen Papstes vor Benedikt XVI! Hätte er länger gelebt, wäre das Konzil von Trient nicht erst 1545 zustandegekommen und die Reformation hätte aufgehalten werden können, durch die Erneuerung der Kirche an Haupt und Gliedern! Auf jeden Fall, so haben Sie richtig bemerkt, muss man sehr vorsichtig sein, sich für die Taten schon Verstorbener zu entschuldigen.Msgr. Franz Schlegl


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 Felizitas Küble 4. September 2010 
 

An die Brust der Vorgänger klopfen?

@Schlegl
Ihren Beitrag finde ich sehr hilfreich und lebenspraktisch orientiert.
Gott schenkt uns durch die Kirche das Heil - und damit auch die Heilung.
Die Psychotherapie kann auf keinen Fall das Heil vermittelt - oft nicht einmal die Heilung einer fehlgeleiteten Seele bewirken, weil auch dies oft das Heil voraussetzt.

Zu Ihrer folgenden Aussage eine Anmerkung; Sie schreiben:
\"Kardinal Dr. König hat vor vielen Jahren in einer Predigt gesagt, es sei heute Mode geworden, nicht mehr an die eigene Brust zu klopfen, sondern an die Brust der anderen! Am besten scheine es ist manchen unserer Zeitgenossen, an die Brust der Toten zu klopfen, denn diese könnten sich nicht wehren!\"

Aber klopfen nicht auch Päpste mit sog. \"Schuldbekenntnissen\" an die Brust ihrer Vorgänger?
Können diese sich etwa wehren?
Nein!
Daher halte ich nicht viel von der zunehmenden Inflation kirchlicher \"Schuldbekenntnisse\", bei denen fast immer \"die anderen\" gemeint sind, oft
vergangene Generationen oder Personen.


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 Null8fünfzehn 4. September 2010 
 

Ich stimme ganz zu!

@Schlegl
Guter, lehrreicher Beitrag! Wie wichtig ist die Zusammenarbeit zwischen Beichtvater und Psychiater. Danke!!


2
 
 SCHLEGL 4. September 2010 
 

Die heilsame Buße

Die Beobachtung von Herrn Universitätsdozent Bonelli können wohl alle Priester, die regelmäßig Beichte hören, bestätigen. Das Sakrament der Buße war immer schon ein großartiges Mittel zur Bekehrung und Führung der Seelen. Auch die orthodoxen Ostkirchen schätzen dieses Sakrament sehr hoch. Nicht wenige praktizierende Katholiken haben einen bestimmten Priester, bei dem sie regelmäßig beichten und dessen Rat sie für ihren geistlichen Fortschritt suchen. Nicht selten haben wir Priester es erlebt, dass ein Mensch im wahrsten Sinn des Wortes von seiner Schuld nieder gedrückt war! Nach dem Bekenntnis, dem geistlichen Zuspruch und der Absolution, gingen diese Menschen erhobenen Hauptes wieder weg. Das ist einfach wunderbar! Der frühere Domprediger und gesuchte Beichtvater des Stephansdomes, Dr. Adolf Zimmermann hat mir in den siebziger Jahren erzählt, dass der bekannte Psychiater Professor Strotzka ihm öfters Menschen in die Beichte schickte, obwohl dieser Arzt selbst nicht gläubig war. Er pflegte manche seiner Klienten einfach zu fragen: \"Sind sie katholisch?\" Wenn diese das bejahten, sagte er ihnen: \"Das was Sie mir sagen, ist nicht Ausdruck einer Krankheit, sondern eine reale Schuld und die gehört für sie als Katholik in den Beichtstuhl!\" Es sei nur am Rande erwähnt, dass Prälat Zimmermann natürlich auch manchen Leuten bei der Beichte sagen musste, was Sie mir sagen, ist keine reale Schuld, bitte nehmen Sie psychiatrischer Hilfe in Anspruch!\" Auch solche Menschen begegnen uns heute in Beichte und Aussprachezimmern. Dozent Bonelli hat auch wunderbar über das befreiende Erlebnis gesprochen, nicht perfekt sein zu müssen! Das scheint mir unendlich wichtig zu sein. Es fällt einem als Lehrer in der Schule auch kein Stein aus der Krone, wenn man einmal zugeben muss, ich habe mich geirrt! Kardinal Dr. König hat vor vielen Jahren in einer Predigt gesagt, es sei heute Mode geworden, nicht mehr an die eigene Brust zu klopfen, sondern an die Brust der anderen! Am besten scheine es ist manchen unserer Zeitgenossen, an die Brust der Toten zu klopfen, denn diese könnten sich nicht wehren! Papst Benedikt XVI hat unser Gewissen einmal mit dem \"Geistlichen Immunsystem\" verglichen, Anlass dazu war eine Diskussion in der Zeit seiner eigenen Ausbildung am Priesterseminar, nach dem 2. Weltkrieg. Es ging um die Rechtfertigung eines Menschen, der nach seinem \"eigenen Gewissen\" gehandelt hat. Und sehr leicht kamen die jungen Leute beim Disskutieren auf alljene Personen, die in der NS Zeit, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, begangen hatten. Einige Seminaristen behaupteten, wenn diese nach ihrem \"irrigen\" Gewissen gehandelt hätten, seien sie ohne Schuld. Damals, so schreibt Benedikt XVI, sei ihm klar geworden, dass irgendetwas an der Rechtfertigung durch das objektive Gewissen nicht stimmen könne! Wer nämlich sein Gewissen-also sein geistliches Immunsystem-verkommen lässt, dass er ohne mit der Wimper zu zucken, über Leichen geht, kann nicht frei von schwerer Schuld sein. Sein Gewissen verwahrlosen zu lassen, es nicht weiterzubilden, sich nicht Klarheit zu verschaffen, macht den Menschen schuldig!
Im Sakrament der Buße begegnen wir der göttlichen Barmherzigkeit. In einer alten Anleitung für Priester des byzantinischen Ritus, steht zu lesen, der Priester möge dem Beichtenden vor der Beichte ungefähr folgendes sagen: \"Er soll ohne Sorge heranzutreten, wie der barmherzige Vater auf den verlorenen Sohn gewartet hat, so warte Gott jetzt auch auf den reuigen Sünder. Dieser möge ganz offen und ohne Scheu seine Sünden dem geistlichen Vater offenbaren, ohne andere Menschen zu beschuldigen, und ohne etwas zu verschweigen, denn auch der Priester sei ein armer sündiger Mensch, ähnlicher Sünden und Leidenschaften fähig, wie der, der zu ihm zur Beichte kommt!\" Das hat der Beichtepriester demjenigen, der zu ihm kam, wirklich in der ersten Person gesagt! Das macht, dass dem reuigen Sünder die Angst genommen wird, und es bewirkt, dass der Priester demütiger wird!
Gerade Fachleute, wie Herr Dozent Bonelli, den ich persönlich kenne, motivieren uns Priester, diesen heiligen Dienst gut zu tun! Msgr. Franz Schlegl rit.lat./rit.byz.ukr.


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 Evalyne 4. September 2010 
 

Guter Artikel, aber zu lang, uff.


0
 
 C.S.Lewis 4. September 2010 

Danke!

Freue mich immer über die hervorragenden und humorvollen Vorträge und Artikel von DDr. Bonelli.


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