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Festmesse im Stephansdom für Namenspatron der Fiaker

28. August 2010 in Österreich, 1 Lesermeinung
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Heiliger Fiacrius wurde vor 1.400 Jahren geboren - Am 31. August Gottesdienst zu Ehren des Schutzpatrons der Lohnkutscher, Gärtner und Taxifahrer.


Wien (www.kath.net/ KAP)
Am Dienstag, den 31. August, wird mit einer Messfeier im Stephansdom um 10 Uhr des heiligen Fiacrius gedacht. Der heuer vor genau 1.400 Jahren geborene irischen Mönch und Heilige gilt als Schutzpatron der Gärtner, Blumenhändler und der Lohnkutscher, also auch der Taxifahrer und Fiaker, deren Name sich von dem Heiligen herleitet.

Wie Dompfarrer Toni Faber am Freitag im Gespräch mit "Kathpress" erzählte, feiern die Wiener Fiaker-, Taxi- und Mietwagenunternehmer sowie die Gärtner in ihrer Innung diesen Gedenktag bereits seit 26 Jahren mit einer Festmesse. Der Stephansdom wird zu diesem Anlass wie jedes Jahr floristisch "einzigartig geschmückt". Im Anschluss an die Messe werden traditionell Blumengestecke an die Passanten verteilt. Eine Besonderheit sei das Bemühen der Wiener Unternehmer, das Fest des heiligen Fiacrius zu einem Freudentag für Kinder zu machen: Knapp 50 Kinder aus Wiener Kinderheimen werden mit Taxis zum Stephansplatz gebracht und nehmen an der feierlichen Zeremonie teil.


Im Anschluss lädt sie der Wiener Praterverband zu einem vergnüglichen Nachmittag im Wiener Prater ein. Vor der Heimfahrt mit dem Taxi gibt es noch eine stärkende Jause.

Auf die Frage, ob er den heiligen Fiacrius angesichts der gerade im Sommer unüberriechbaren Präsenz der Pferdekutschen an der Nordostseite des Stephansdoms schon einmal um Beistand angerufen habe, antwortete Faber scherzhaft: "Natürlich! Und es hatte Erfolg: Seit einigen Jahren müssen die Fiakerpferde ja 'Pooh-Bags' (Pferdewindeln) tragen, was die Situation deutlich verbessert hat."

Wie die Fiaker zu ihrem Namen kamen

Der Mönch Fiacrius (610-670) kam im 7. Jahrhundert im Zuge der iro-schottischen Mission aus Irland nach Frankreich. Er gründete im heutigen Departement Moselle (Lothringen) eine Einsiedelei, die später zu dem Kloster Breuil Meaux wurde. Die Legende berichtet, dass der Wald zu einem blühenden Garten wurde, als Fiacrius mit seinem Stab die Erde berührte.

Nach dem später heiliggesprochenen Einsiedler wurde in Paris eine Kirche, die Eglise de Saint Fiacre, sowie die dazugehörige Straße benannt. In dieser Rue de Fiacre existierte vor einem Gasthaus eine bildliche Darstellung des heiligen Fiacrius. Im Jahre 1662 bot dort der Kaufmann und Pferdehändler Nicolas Souvage erstmals Pferdelohnwagen mit Kutschern zur Vermietung an, der Heilige Fiacrius wurde zum Patron des neuen Berufsstandes.

Die Idee der Pariser Lohnkutscher wurde in Wien vor ca. 310 Jahren übernommen - und gegen 1720 bürgerte sich im süddeutschen Sprachraum der Name "Fiaker" ein.

Fiacrius ist aber auch Patron der Gärtner, Kupferschmiede, Blumenhändler, Töpfer, Zinngießer, Ziegelbrenner und Notare; er wird bei Hautkrankheiten und Hämorrhoiden um Hilfe angerufen. Sein Festtag ist der 30. August, die Feier im Stephansdom und im Wiener Prater findet aus Termingründen jedoch einen Tag später statt.

Copyright 2010 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Noemi 28. August 2010 
 

ob die armen

Kutschengäule ihre Pooh-bags auch so lustig finden? Ich würde doch mal das Umsteigen auf Rikschas empfehlen, deren Schutzpatron ist der Hl. Fiacrius sicher auch.


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