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Das Tragen der Priesterkleidung kann zu unerwarteten Reaktionen führen

10. August 2010 in Deutschland, 29 Lesermeinungen
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Priester sollen durch ihre Berufung durch und durch geprägt sein. Das muß auch durch ihre Kleidung zum Ausdruck kommen. Ein Gastkommentar von Dr. Hubert Gindert.


Kaufering (kath.net)
In diesem Sommer war ein groß gewachsener Mann in Priesterkleidung zusammen mit seiner Mutter und seiner Schwester Gast in einer italienischen Eisdiele in München. Nach Zahlung der Rechnung wurde der Priester höflich vom Inhaber der Eisdiele in einen Raum hinter der Theke gebeten und um seinen priesterlichen Segen ersucht. Alle versammelten Familienmitglieder und Bedienungen knieten sich zum Segen nieder und bedankten sich herzlich bei dem Priester für die Segensspendung.

Der gleiche Priester war auch in diesem Sommer zusammen mit seiner Mutter in der Nähe von München in einem rustikalen Restaurant zum Mittagessen. Als er zahlen wollte, sagte ihm der Inhaber des Lokals, es sei ihm eine große Ehre gewesen einen Priester als Gast zu haben und er müsse nichts zahlen.


Die beschriebenen Begebenheiten sind passiert, weil ein Priester sich als solcher zu erkennen gab. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit möchte man meinen. Denn das Kirchenrecht schreibt vor (can.284): „Die Kleriker haben gemäß den von der Bischofskonferenz erlassenen Normen und den rechtmäßigen örtlichen Gewohnheiten eine geziemende kirchliche Kleidung zu tragen.“ Das „Direktorium über Dienst und Leben der Priester Dives Ecclesia“, das von der Kleruskongregation am 31.01.94 erlassen wurde, präzisiert: „Das bedeutet, dass diese Bekleidung, falls sie nicht die Soutane ist, verschieden von der Art der Kleidung der Laien zu sein hat und konform der Würde und Sakralität des Amtes. …

Was sind die Gründe, dass eindeutige Rechtsvorschriften heute vielfach, bis hinein in Ordinariate, nicht beachtet werden? Da ist einmal das Identitätsproblem. Wenn ein Priester das Bewusstsein seiner Bestimmung und Prägung verliert, wird er zum Spielball der Moden und der öffentlichen Meinung. Er wird zu einem Produkt der falsch verstandenen Anpassung: Er dürfe sich nicht aus dem Feld der Gläubigen herausheben, dürfe nicht über den Menschen stehen wollen. Ein Gedanke, der Priestern, die mit ihren Gläubigen Glück und Leid teilen, nicht kommen kann. Dass Priester durch ihre Berufung geprägt werden, haben auch Menschen außerhalb der Kirche klar erkannt. Ignazio Silone, ehemaliger Führer der kommunistischen Jugend Italiens in der Faschistenzeit, schrieb einmal (L'Uscita di Sicurezza):“ Es gibt drei Stände, die von ihrem Beruf geprägt sind und nie davon ganz los kommen: Priester, Berufsoffiziere und Kommunisten“.

Natürlich hat das Nichttragen priesterlicher Kleidung auch mit Angst und Feigheit in der Öffentlichkeit Zeugnis abzulegen und auch mit dem heute weit verbreiteten Ungehorsam zu tun. Dieser Ungehorsam ist eine der Ursachen, warum die Kirche in ihrem äußeren Erscheinungsbild diffus geworden ist und an Schlagkraft und Engagement eingebüßt hat. Die Ganzhingabe an die Aufgabe hat immer die Reform- und Missionsorden der Kirche ausgezeichnet.

Professor Dr. Hubert Gindert ist Initiator und Vorsitzender des
Forums Deutscher Katholiken und Chefredakteur der katholischen Monatszeitschrift Der Fels.


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Lesermeinungen

 Ignazio 25. August 2010 
 

Collarhemd

Lieber Herr Schanzl94! Ich weiss, dass es Seminaristen gibt, die das Collarhemd bereits im Studium tragen. Ob dies -zumindest im deutschsprachigen Raum - die meisten sind, wage ich allerdings zu bezweifeln. Einige tun es, um sich damit bereits vor der Weihe eine klerikale Würde zu verschaffen-für andere ist es wie für sie ja auch ein Glaubenszeugnis und ein JA zur katholischen Kirche. So gesehen müsste dann aber das Tragen des Collarhemds für alle Laien freigegeben werden die zum katholischen Glauben stehen, wenn es bereits Seminaristen, die ja noch nicht geweiht und keine ordinierten Seelsorger sind, tragen dürfen bzw. sollen. Leider tragen nur wenige Priester das Collarhemd, dass aber Diakone und Seminaristen sich mit dem Collar bekleiden. behebt meines Erachtens nicht das Problem, dass man mit dem Tragen des Collars mit einem Priester verwechselt wird und dies zur einer Verwässerung der Priesterweihe und der sepzifischen preisterlich-seelsorgerlischen Kompetenz führt.


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 schanzl94 21. August 2010 

collarhemd

Sehr geehrter Herr Ignazio. Natuerlich erweckt man bei Personen , die einen nicht kennen , eventuell den Eindruck man sei ein Priester. Da nur wenige Priester das Collarhemd tragen und das Bild eines Collarhemd tragenden Priesters dadurch fremd geworden ist.
Ich trage daher nur wenn ich in meiner Arbeit als Diakon teatig bin mein Collarhemd.
Da ich Kleriker bin, und das Collarhemd auch als Dienstkleidung sehe nehme ich mir diese Freiheit heraus meinen Glauben und meine katholische Einstellung zu zeigen.
Uebrigens tragen auch schon die meisten Seminaristen in den Seminarien das Collarhemd.


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 Ignazio 17. August 2010 
 

Collar bei Diakonen

@Schanzl94: Soeben habe ich die Einträge unter dieser Rubrik noch etwas studiert. Sie behaupten, mit dem Collarhemd keinen Priester nachahmen zu wollen und geben aber zu, in Begleitung ihrer Frau das Collarhemd nicht zu tragen, \"um nicht irgendwelche falsche Eindrücke zu erwecken\". Wie soll das bitte zusammenpassen?


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 ivanka 15. August 2010 
 

Habit

In meiner Region werden die Priester nicht mit HERR Pfahrer angesprochen sondern mit \"sehr geehrter\" oder namentlich mit don Mirko oder fra Mirko

Die Nonnen heissen \"geehrte Schwestern\" oder \"die geehrte\" oder \"die Schwester\" oder Namentlich Schwester Klara

Einige Priester und Schwestern habe ich in meinem leben NIE ohne Habit gesehen !!!!

Andere sehr,sehr selten!

Und das ist gut so!
Es ist gut fur die Prieser und fur die Umgebung!


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 Ignazio 13. August 2010 
 

Diakone

Lieber Herr Schanzl94! Bei der Dalmatik handelt es sich um liturgische Kleidung, welche spezifisch und nur der Diakon trägt, ihr Argument kann ich deshalb nicht nachvollziehen, besteht doch gerade in der Liturgie ein Unterschied zwischen der Kasel des Priesters und der Dalmatik des Diakons. Wenn beide trotz ungleicher Weihestufe sich gleich kleiden und im zivilen Leben so herumlaufen, kann es sehr wohl zu einer Verwechslung führen, weil der Kollar mit dem Preister in Verbindung gebracht wird. Diese Tatsache dient meines Erachtens keineswegs zu einem eigenständigen Berufungsprofil bzw. Tätgigkeitsgebiet des Diakons, der eben gerade nicht Ersatzpriester ist!


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 SCHLEGL 13. August 2010 
 

DIAKONE

Erst durch das 2. Vatikanische Konzil wurde das Amt des ständigen Diakons im römischen Ritus , wieder eingeführt. Der Diakon gehört eindeutig zum Klerus und hat daher das Recht geistliche Kleidung zu tragen, wenn er auch, wie Papst Benedikt XVI festgestellt hat, er nicht an der Leitungs -und Lehrgewalt, die dem Bischof und dem Priester vorbehalten sind, teilhat. Ich glaube das Problem liegt ein bisschen darin, dass unsere Diakone aufgrund des Priestermangels gerne als \"Ersatzpriester\" eingesetzt werden und gute Dienste leisten. Manche von ihnen, die nicht verheiratet sind, oder Witwer geworden sind (ich kenne selbst 2), trauen sich dann noch ein Theologiestudium zu machen und werden noch Priester.
In der Ostkirche (besonders byzantinischer Ritus), hat es den Diakon immer gegeben. Er trägt außerhalb der Liturgie geistliche Kleidung, wie der Priester. Allerdings hat der Diakon der Ostkirche keine Funktionen, die er allein und ohne Priester ausübt! Er spendet nicht das Sakrament der Taufe,-das in allen orientalischen Riten mit der Myronsalbung (Firmung) verbunden ist,- er assistiert keiner Krönung (Eheschließung), weil nach Auffassung der Ostkirche der Segen des Priesters nach der Krönung zur Materie des Ehesakramentes gehört. Der Diakon weiht und segnet auch nicht, er leitet auch keine Begräbnisfeier, kann aber sehr wohl in der Liturgie eine Predigt halten! Allerdings singt der Diakon etwa im byzantinischen Ritus circa 50 % oder mehr der ganzen Messliturgie. Es war für mich immer ein besonderes Erlebnis, ständige Diakone, oft auch ihre Gattinnen und Kinder, in der ukrainisch-griechisch katholischen Kirche eine Führung und Einleitung in die östliche Liturgie zu geben. Ich glaube, manche römischen Diakone \" beneiden\" ihre ostkirchlichen Amtsbrüder manchmal ein bisschen, aber das ist eher scherzhaft gemeint. Msgr. Franz Schlegl rit.lat./rit.byz. ukr.


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 schanzl94 13. August 2010 

dalmatik

Lieber Herr Ignazio , wenn ich als Diakon kein Collarhemd tragen soll, dann waere es auch besser bei der heiligen Messe keine Dalamtik zu tragen.
Ich gehoere durch Handauflegung und Gebet zum Klerus und moechte dies auch durch meine Kleidung im Leben sowie in der heiligen Messe ausdruecken. Wir Diakone moechten auf keinen Fall einen Priester imitieren, denn wir wissen wie wichtig ein Priester ist.


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 Ignazio 12. August 2010 
 

Keine Diakone im Kollar!

Priester im Kollarhemd oder Soutane finde ich ok, denn es ist für mich Ausdruck priesterlicher Handlungen, die eben nur einem geweihten Priester zustehen. Wenn Diakone nun meinen, auch sie müssen in Kollar oder Soutane rumlaufen, macht es für mich eher den Eindruck nach einer Nachahmung: Aus Sicht der Leute wird das Kollarhemd mit dem Priester und seiner sakramentaler Vollmacht in Verbindung gebracht, aber sicher nicht mit einem Diakon, dessen seelsorgerliche Kompetenzen diejenigen eines Laien nicht übersteigt, zumal der Diakon NICHT in Persona Christi handelt! Kath.net berichtete: http://www.kath.net/detail.php?id=24927 Also Diakone, kleider euch gefälligst zivil!


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 catolica 12. August 2010 
 

priesterkleidung kann sich ganz verschieden ausdrücken

vom collarhemd bis zur soutane,aber auch ein kreuzchen am revers und ein weißes hemd mit schwarzem pullover--es ist schön,geistliche als solche zu erkennen,auch diakone-danke,dass sich hier diakone zur geistlichen kleidung bekennen.


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 borromeo 11. August 2010 

Flagge zeigen!

Vor kurzem war ich auf einer Sitzung eines Dekanatsgremiums, bei der auch ca. ein Dutzend Priester des Dekanats (einschließlich des Dekans) anwesend waren. Es war bezeichnend, daß bei der persönlichen Vorstellung zu anstehenden Wahlen ein anwesender Laie darum bat, die \"Priester unter uns\" mögen sich doch bitte kurz erheben, damit man wisse, wer von den Anwesenden überhaupt Priester sei.
Kein einziger Priester in diesem Dekanat scheint es zu wagen, sich durch seine Kleidung zu erkennen zu geben! Ich finde das sehr traurig, denn das Tragen der Priesterkleidung eröffnete ungeahnte Möglichkeiten des \"Menschenfischens\"! Heutzutage treten alle möglichen Organisationen und Gruppierungen einheitlich auf, um aus der Masse hervorzustechen und wahrgenommen zu werden. Warum sollte da die Katholische Kirche, vertreten durch ihre Kleriker, nicht auch deutlich Flagge zeigen können? Alle beklagen sich doch über das angeblich schlechte Bild der Kirche in der Öffentlichkeit.
Liebe Priester und Diakone (die unter Euch, die es noch nicht tun), gebt Euch offen durch Eure Kleidung zu erkennen! Tretet mutig und für alle sichtbar in der Öffentlichkeit auf! Das wäre ein erster und wichtiger Schritt, damit die Kirche überhaupt wieder im Alltag positiv wahrgenommen wird!


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 gerda maria 11. August 2010 
 

Priesterliches Selbstbewusstsein

Es ist tatsächlich \"gelungen\", den Stellvertretern Christi ihr Selbstbewusstsein zu nehmen, indem man notorisch die übernatürliche Dimension ihrer Weihe und Sendung leugnet und sie zu Beamten degradiert. Dieses Problem ist auch in der Wahl der Kleidung sichtbar.

Genau aus diesem Grund habe ich vor drei Jahren angefangen, die Priester immer mit \"Hochwürden\" anzusprechen. Grundsätzlich, aber auch, weil ich noch relativ jung bin, reagieren die meisten Priester ziemlich überrascht. Aber ich habe schon in vielen Priesteraugen ein Licht aufblitzen sehen.

Denn wenn die Priester spüren, dass der Begriff \"Hochwürden\" ausgesprochen wird aus Liebe zu Christus und aus Dankbarkeit gegenüber jenen, die sich Ihm zur Verfügung stellen (und nicht aus Menschenfurcht oder als Anbiederungs-Versuch), so verursacht dieser Ausdruck keineswegs Verärgerung, sondern im Gegenteil: Freude und Ermutigung. Und ganz Ähnliches löst auch eine Soutane aus.


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 Reformator 11. August 2010 

Hoffentlich ...

... hat der als Priester erkannte Gast des rustikalen Restaurants nach der Aussage des Wirts, \"er müsse nichts zahlen\" angemessen geantwortet. Beispielsweise so: \"In diesem Land ist die Bezahlung der Priester so geregelt, dass sie sich den Restaurantbesuch durchaus leisten können. Ich bedanke mich für die Einladung, bezahle aber mein Essen. Vielleicht können Sie jemandem ein Essen spendieren, der es sich nicht leisten kann, essen zu gehen.\"


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 schanzl94 11. August 2010 

staendiger diakon

Seit einigen Jahren bin ich in unserer Dioezesse als staendiger Diakon mit Zivilberuf geweiht. Ich trage gern und oft das Collarhemd, besonders wenn ich in das Krankenhaus gehe um dort die Kranken unserer Gemeinde zu besuchen. Am Anfang ging ich nur Zivil dorthin, und hatte keinen grossen Zugang zu den Patienten, mit Collarhemd war es um vieles leichter. Wenn ich mit meiner Frau unterwegs bin, trage ich kein Collarhemd um nicht irgendwelche falsche Eindruecke zu erwecken. Leider sieht es mein Bistum nicht gerne , wenn wir Diakone Collar tragen, und die meisten meiner Mitbrueder haben sowieso kein Interesse am Collarhemd.


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 Tina 13 10. August 2010 

Priesterkleidung, ja klar!!

Jeder Priester sollte als solcher erkennbar sein! Dies ist eine Berufung auf Lebenszeit. Priester haben gesalbte Hände die den heiligen Leib Christi berühren dürfen. Wie schön dies gleich zu sehen. Wie wichtig ist es heute in dieser modernen Zeit einen Priester als Priester zu erkennen.
Viele wollen dies nicht, wieso eigentlich, meldet sich da das Gewissen? (will das Auge keinen Priester sehen oder das dunkle Herz?)


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 vaticanus 10. August 2010 
 

Den meisten Ärger

hat man interessanterweise mit denen, die zum inneren Kreis der Kirche gehören. Ich bin hauptamtlicher Ständiger Diakon und habe mit der Weihe meinen Kleiderschrank komplett ausgewechselt. Seitdem trage ich schwarz und Collarhemd.
Von einem Ehrenamtlichen wurde ich dann gefragt: \"Laufen Sie jetzt immer so rum?\" Und bei einer Fortbildung fragte mich eine Pastoralreferentin (!), warum ich das trage, obwohl ich doch bei dieser Fortbildung keine \"offizielle Funktion\" hätte. Da habe ich dann auch den Vergleich mit dem Ehering gebracht. Ich trage die Kleidung auch im Urlaub und sonstwo - ich habe schlichtweg keine andere mehr und mache damit sehr gute Erfahrungen: Wildfremde Menschen sprechen mich im Krankenhaus an und bitten um Gebet und Segen. Auch bei der Notfallseelsorge stelle ich fest: Es ist sofort klar, für wenund in wessen Dienst ich komme. Auch bei \"normalen\" Gesprächen und Besuchen kommt sehr oft ein tieferes Gespräch über Kirche und Glaube zustande. Die Krawattengeistlichen bringen sich da um wertvolle Erfahrungen. Mal ganz davon abgesehen, dass sie damit auch den Menschen etwas vorenthalten. Ich kann die Argumente nicht verstehen: Man möchte mal Ruhe haben, man wolle nicht aufdringlich erscheinen. Aber meinen Ehering ziehe ich ja auch nicht abends um 18.00 aus (Schatz, das war\'s für heute!).

Und aufdringlich? Nein, es geht doch darum, Zeugnis für die Berufung abzulegen, die man lebt. Moslems mit Kopftüchern finden wir exotisch, aber für unsere Geistlichen mit Collarhemd schämen sich viele - noch, denn Gott sei es gedankt, dass da eine junge Generation heranwächst, die wieder mehr Mut hat.

Übrigens: Einmal wurde ich auf einer Kirmes von wild gestikulierenden Südamerikanern auf ein Bier eingeladen. Das war in meiner Heimatstadt. Ich war dort nur zu Besuch und schlenderte spätabends durch das Festzelt. Ich habe kein Wort verstanden, als die auf Spanisch auf mich einredeten. Bis mir dann mal jemand die Sache erklärt hat: Die kamen aus der Partnerstadt und waren völlig entsetzt, dass die Kirmes ohne Pfarrer eröffnet wurde (Riesenvolksfest). Daher haben sie natürlich nicht richtig gefeiert und folglich auf Bier verzichtet. Mein Erscheinen war dann der erlösende Startschuss in einen feucht-fröhlichen Abend. So kann es gehen.

Ich stehe dazu, auch wenn es in den letztem Monaten aufgrund der Missbrauchsdebatte auch viele schiefe Blicke und so manchen Angriff gegeben hat. Aber ich mache vielmehr die Erfahrung, dass Menschen sich darüber freuen, wenn Kirche auch sichtbar, ansprechbar und verfügbar ist - bis hin zu meinen Schülern in der Gesamtschule!


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 Claudia Caecilia 10. August 2010 
 

Sehr guter Vergleich

@C.S.Lewis
Den Vergleich finde ich sehr gut.
Ja, es ist sehr schön, dass wenigstens die jungen Priester überwiegend nicht verkleidet herumlaufen.
Vor einer Woche war ich in Köln. Gibt es dort Priestermangel? Ich war richtig berührt, als ich einen erkennen konnte.
Mönche sieht man auch kaum noch und ein mit mir befreundeter Benediktiner sagte mir mal, daß die MItbrüder nicht verstehen könnten, daß er immer im Habit herumlaufen würde. Er wird oft angesprochen und sagte:\" Entweder freuen sich die Leute mich zu sehen oder sie ärgern sich, aber in jedem Fall werden sie durch meine Kleidung an Gott erinnert.\"
Dem ist eigentlich nicht hinzuzufügen.


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 C.S.Lewis 10. August 2010 

Vergleich

Ich vergleiche manchmal das Kollarhemd mit meinem Ehering. Wenn ich in der Öffentlichkeit meinen Ring abnehmen würde, wäre ich verkleidet. Ich würde mein lebenslanges Versprechen vor den anderen,die mich nicht kennen verbergen. Beim Priester ist es auch so. Ein Priester in zivil ist irgendwie verkleidet. Die Erkenntlichkeit als Priester ist auch ein Selbstschutz für die Geistlichen, da leichter eine notwendige Distanz - vor allem auch von Frauen - gewahrt bleibt.

Tatsächlich ist die junge, treue Priestergeneration durchwegs im Kollar unterwegs. Die Priesterkleidung ist aber keine 100% Garantie für Rechtgläubigkeit, wie mich manche Wölfe im Schafspelz (zB einer, der gerne beim ORF zu Gast ist) immer wieder gelehrt haben.


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 omega 10. August 2010 
 

Erinnerung

Und noch eines: Durch das Tragen der priesterlichen Kleidung wird der Priester ständig an seine Berufung, an seinen Auftrag erinnert.


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 Mami26 10. August 2010 
 

Buegeln?

Ihr lieben Priester,
Sie koennen auch die Hemden im Trockner kurz antrocknen, sie dann heiss herausholen, glatt ziehen und aufhaengen. Es ist wahrscheinlich ueberhaupt kein Buegeln notwendig.
Bei 8 Familienmitgliedern ist Buegeln hier keine Lieblingsarbeit. :-)
Vergelt\'s Gott fuer Ihren Dienst!


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 Bonifaz2010 10. August 2010 
 

Ein Gutes hat der Ungehorsam

Die Apartheid zwischen Soutaneträgern und räuberziviltragenden Priestern hat auch sein Gutes: So kann man wenigstens die Rechtgläubigen von den Progressisten besser unterscheiden. Man sieht auf einen Blick, mit wem man es zu tun hat. Besonders beim Umgang mit Jesuiten ist das sehr nützlich.


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 Karolina 10. August 2010 
 

Vor 2 Jahren traf ich unseren Pfarrer

zufällig in einem Drogeriemarkt an der Kasse. Er war ganz normal gekleidet, weinrot gestreiftes Hemd mit halbem Ärmel, ohne Krawatte, daher war ich feige genug nur \"Guten Tag\" zu sagen. \"Grüß Gott, Herr Pfarrer\" traute ich mich nicht... Das ärgert mich.


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 Dismas 10. August 2010 

Vielen Dank an Prof. Gindert

für seinene Aufsartz und Msgn.Schlegl für sein Statement. Ja so sollen die Arbeiter des im Weinberg des Herr für alle erkennbar sein. Jede Soutane ist ein Stück offenes Bekenntnis zu Christus und seine Kirche. Ich respektiere diese Priester sehr.

Hingegen erlebenb wir viel zu oft \"Krawatten- oder gar Räuberzivilpriester\". Von letztere Art musste ich einige erleben, leider sind die dann oft gescheitert..... Mein Vater sagte mir, schon als Kind, als bei uns ab und zu Geistliche zu Besuch waren, das ist nicht nur ein Beruf, sondern eine, eigentlich die einzige Berufung!!
Deswegen rufe ich alle Priester auf, bitte tragen sie die priesterliche Kleidung, beten sie für eine Neuerweckung ihrer Berufung.
Wir Laien sollen selbstverständlich die Priester mit unseren Gebeten unterstützen!!!
Daher widerspreche ich hier vehement \"Gergorius\" alle Preister, die ich heutzutage so antreffe waren stets gute Priester. Denn diese Kleidung ist Bekenntnis und kein Kostüm!! Damit zeigt der Priester heute seine Gesinnung an.


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 Mithrandir 10. August 2010 

Ich freue mich jedenfalls immer, wenn die Priester sich als solche auch zu erkennen geben,

was bei uns in der Gemeinde leider nicht der Fall ist :(
@Felizitas Küble: Klar, dass der Priesternachwuchs wieder mehr \"römische Kragen\" trägt. Leute, die heute Priester werden, sind zu einem größeren Teil römisch-katholisch als es die Generation davor (gewesen) ist.


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 Mykrokosh 10. August 2010 
 

Bekennt euch zu Christus !

Mit seiner Amtskleidung verkündet ein Priester in unserer komplizierten für die Kirche Zeit unseren Herrn und Gott Jesus Christus. Es handelt sich also um ein Bekenntnis zu Christus und zu seiner Kirche.
Dagegen schämt sich Christi derjenide Priester, welcher sein Priesteramt versteckt. In diesem Fall sollte er lieber sein Amt sofort niederlegen und Laie werden. Fürchtet euch nicht, Christus ist der Sieger !


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 SCHLEGL 10. August 2010 
 

Geistliche Kleidung

Gerade komme ich aus dem Wald (bin im Urlaub) und da man sich in Gottes schöner Natur gelegentlich auf einen Stein oder einen Baumstumpf setzt, trage ich jetzt natürlich keine geistliche Kleidung. Da ich aber hier in der Steiermark in diesem Ort seit 35 Jahren im Urlaub den Pfarrer vertrete, ist es selbstverständlich, dass ich zu Messe mit Talar durch den Ort gehe, außer es schüttet in Strömen. Normalerweise lebe ich in Wien im ersten Bezirk und fahre selbstverständlich mit schwarzem Collarhemd in mein Gymnasium. Gehe ich zum Gottesdienst, trage ich auch in Wien den Talar auf der Straße. Ich habe es ganz selten erlebt, dass irgendjemand eine blöde Bemerkung macht, meist sind das Leute, die etwas alkoholisiert sind, aber wie gesagt ganz selten. Durch meine Tätigkeit für die griechisch katholischen Ukrainer kenne ich die Tradition der Ostkirche, dass der Priester eigentlich grundsätzlich den \"Podrjasnik\"-griechisch \"Anteri\" trägt (einen dünnen Untertalar über den man dann den Rasso mit den breiten Ärmeln anzieht). Unlängst ist mir vor der Messe eingefallen, dass ich etwas im Supermarkt einzukaufen vergessen habe und so bin ich gleich mit Soutane noch schnell einkaufen gegangen. Die Angestellten, die mich kennen, aber auch die anderen Einkäufer, haben mich besonders nett gegrüßt und gemerkt, dass ich ein bisschen in Eile bin. Wenn es irgendwie möglich ist, ziehe ich auch zu einer Krankenkommunion, oder zu einer Krankensalbung, die im Spital stattfindet, die Soutane an. Es ist mir mehrmals passiert, auch im AKH, dass ich von Schwestern zu einem Sterbenden gerufen wurde, weil sie gesehen haben, dass ich Priester bin. Als ich vor vielen Jahren meine Mutter im Spital besuchte und ihr angekündigt habe, ich würde ihr am Sonntag früh die Kommunion ins Spital bringen, rief sie mich noch am Abend an und teilte mir mit 8 weitere Patienten, die mich beim Besuch gesehen hatten, auch gerne die Kommunion empfangen würden, was ich selbstverständlich nächsten Tag gerne gemacht habe. Nicht selten werde ich im ersten Bezirk auch von Touristen angesprochen meist auf Englisch, aber ein paarmal habe ich gemerkt, dass es Menschen aus Russland sind und ihnen in ihrer Sprache geantwortet, worauf sie zunächst sehr erstaunt waren und sich dann ein gutes Gespräch ergeben hat. Wir müssen einfach wissen, wer wir sind, nicht um uns darauf etwas einzubilden, sondern, weil die Menschen erstens das Recht haben unser Bekenntnis zu unserem Beruf wahrzunehmen und zweitens, weil wir für sie einen Dienst tun. Ich freue mich besonders, dass viel mehr junge Priester und Ordensleute entweder ihren Habit , oder ein Collarhemd tragen. Übrigens noch ein kleiner Tipp für den Mitbruder \"Gregorius\", der seine Hemden bügelt. Ordensschwestern haben mir den Rat gegeben, diese Hemden in der Waschmaschine niemals zu schleudern, sondern tropfnass über einen breiten Kleiderbügel zu hängen und kräftig nach unten und an die Seiten zu ziehen! Dann braucht man kaum mehr bügeln-dasselbe kann man über einer Duschtasse auch mit Alben und Rochetten machen! (Natürlich darf man sich in Priesterkleidung beim Autofahren nicht an die Stirn tippen, auch wenn man sich manchmal noch so ärgern muss !) Msgr. Franz Schlegl rit.lat./rit.byz.ukr.


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 Herbert Klupp 10. August 2010 
 

Klare Worte

Der Artikel von Prof. Gindert ist eine wunderbar klare Beschreibung, wie heilsam es sein kann, einfach seine Bestimmung zu leben, im Gehorsam gegenüber allen vor Gott eingegangenen Verpflichtungen, ohne diese ängstliche Anpasserei an Zeitgeistiges, Moden, Mehrheitsmeinungen.
Wir können den Tenor dieses Artikels sicher in viele andere Bereiche unseres geistlichen Lebens mitnehmen. SDG !


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 M.Schn-Fl 10. August 2010 
 

@Gregorius

Wären diese Gespräche in der U-Bahn auch zustande gekommen, wenn Sie keine Priesterkleidung getragen hätten?
Welcher Segen aus diesen Gesprächen entsteht, werden Sie sicher nie erfahren.
Aber mit Ihrem Bericht bestätigen Sie doch nur, was Prof. Gindert sagen wollte.
Eine Ideologisierung kann ich in seinem Kommentar nicht erkennen.
Auch sehe ich nicht, dass Gindert die Priesterkleidung zum alleinigen Kriterium gemacht hätte.
Aber ich bewundere Sie, dass Sie Ihre Kollarhemden selbst bügeln können.


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 gregorius 10. August 2010 
 

bitte keine ideologisierung!

ich habe zugegebener maßen es noch nicht erlebt, dass ich eine essensrechnung nicht bezahlen musste ;) , sehr wohl aber schon, dass ich auf reisen in einem diözesamuseum keinen eintritt zu entrichten hatte.
was allerdings auch z.b. in der wiener u-bahn passiert, ist, dass mich passanten ansprechen und es so zu dem ein oder anderen spannenden und guten gespräch gekommen ist. und bisher eigentlich noch nie zu unangenehmen oder aggressiven reaktionen - auch in zeiten heftiger medialer kirchenschelte.

dennoch denke ich, dass die \"qualität\" eines priesters nicht daran zu messen ist, ob er ständig priesterkleidung trägt. und ich bitte darum, diese frage (in beiden richtungen - es gibt ja sowohl die kategorische ablehnung als auch die ideologisierte bejubelung) nicht zum alleinigen kriterium zu machen ... ideal wäre es, wenn priester (und andere überzeugte christen) positiv auffallende gestalten sind - egal ob sie erkennbare priesterkleidung tragen oder nicht.

und jetzt gehe ich ein paar (kollar-) hemden bügeln ;)


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 Felizitas Küble 10. August 2010 
 

Berufungs-Kleidung als Ehrenzeichen

In vielen Bereichen wird Berufskleidung getragen - Polizisten, Schaffner, Hotelbedienstete, Krankenschwestern Ärzte - und bei Geistlichen geht es sogar um \"Berufungs-Kleidung\", denn Priestersein ist nicht nur Beruf, sondern Berufung.

Daher sollte der \"römische Kragen\", den man gottlob vor allem bei jüngeren Priester wieder etwas häufiger sieht, nicht nur eine Selbstverständlichkeit, sondern eine Ehre sein.


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