28 Juni 2010, 21:07
Papst gründet neue Behörde für säkularisierten Westen
 
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Papst Benedikt XVI. hat die Gründung einer Behörde zur Neu-Evangelisierung in der säkularisierten westlichen Welt angekündigt.

Rom (kath.net/KNA)
Papst Benedikt XVI. hat die Gründung einer Behörde zur Neu-Evangelisierung in der säkularisierten westlichen Welt angekündigt. Die neue Kurienstelle solle die Verkündigung der Botschaft Jesu in jenen Ländern fördern, die eine lange christliche Tradition besäßen, gegenwärtig jedoch von einer fortschreitenden Säkularisierung geprägt seien, sagte der Papst am Montag bei einem Gottesdienst in der römischen Basilika Sankt Paul vor den Mauern. Nach den Worten Benedikt XVI. soll die neue Behörde die Form eines «Päpstlichen Rates» haben.

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In seiner Predigt am Vorabend des Hochfestes Peter und Paul betonte der Papst, dass der Prozess der Säkularisierung in einigen Regionen der Welt zu einer «schweren Krise» des christlichen Glaubens und der Kirche geführt habe. Zugleich erfülle jedoch auch den Menschen des Dritten Jahrtausends in den «Wüsten der säkularisierten Welt» ein «Hunger nach Gott». Der Wunsch nach einem erfüllten Leben in Wahrheit, Freiheit und Liebe jenseits der rein materiellen Bedürfnisse sei nach wie vor verbreitet. Der Papst sagte, es gehe nicht darum, neue Inhalte zu verkünden, sondern den christlichen Glauben in der gegenwärtigen Situation mit «adäquaten Mitteln» zu erneuern.

Zugleich nannte Benedikt XVI. die Kirche eine maßgebliche Kraft der Erneuerung in der Welt. Dies verdanke sie nicht ihren eigenen Bemühungen, sondern der Kraft des Evangeliums. Die gegenwärtigen historischen, sozialen und vor allem spirituellen Herausforderungen gingen über das menschliche Vermögen hinausgingen, so der Papst.

Er betonte, die Neuevangelisierung müsse mit verstärkten Bemühungen um die Einheit der Christen einhergehen. Als «hoffnungsvolles Zeichen» auf diesem Weg wertete er die Anwesenheit einer Delegation des Patriarchen von Konstantinopel bei den Feierlichkeiten zum römischen Patronatsfest.





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