14 Juni 2010, 14:20
Ermordeter Bischof Padovese in Mailand beigesetzt
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Türkei'
An der von Kardinal Dionigi Tettamanzi geleiteten Messe nahmen am Montag 40 Bischöfe aus ganz Europa und rund 5.000 Besucher teil

Mailand (kath.net/KNA)
Mit einer Trauerfeier im Mailänder Dom ist der in der Türkei ermordete Bischof Luigi Padovese verabschiedet worden. An der von Kardinal Dionigi Tettamanzi geleiteten Messe nahmen am Montag 40 Bischöfe aus ganz Europa und rund 5.000 Besucher teil. Als Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz reiste der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick an. Der Heilige Stuhl war durch den Apostolischen Nuntius in der Türkei, Erzbischof Edmond Farhat, vertreten.

Werbung
KiB Kirche in Not


Padovese, seit 2004 Apostolischer Vikar in Anatolien sowie Vorsitzender der Türkischen Bischofskonferenz, war am 3. Juni durch eine Messerattacke getötet worden. Sein 26-jähriger Fahrer hat die Tat gestanden. Über die genauen Motive gibt es weiterhin Unklarheiten.

Tettamanzi würdigte Padovese in seiner Predigt als «Freund des Friedens» und «Bruder aller Menschen». Papst Benedikt XVI. hob in einer während der Messe verlesenen Botschaft den Einsatz Padoveses für Dialog und Versöhnung hervor. Erzbischof Schick nannte Padovese einen Menschen, der stets für Integration eingetreten sei und «mit allen, unabhängig von Rasse, Hautfarbe, Religion, gute Beziehungen pflegte».

Der Budapester Kardinal Peter Erdö als Vorsitzender des Rates der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) betonte in einem Beileidstelegramm, Padovese habe sich auch gegenüber Nichtkatholiken stets offen, großzügig und freundschaftlich gezeigt.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde Padoveses in der Grablege seiner Familie in Mailand beigesetzt. Die türkischen Katholiken hatten sich schon am Montag vergangener Woche mit einer Trauerfeier in Iskenderun von dem Bischof verabschiedet. Mit der Leitung des Apostolischen Vikariates betraute der Papst übergangsweise den Erzbischof von Izmir, Ruggero Franceschini. In dem südosttürkischen kirchlichen Verwaltungsbezirk leben rund 4.500 Katholiken.

(C) 2010 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!










Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Einen andern Grund kann niemand legen, als den, der gelegt ist: Jesus (74)

Deutschland: Zahl der Kirchenaustritte steigt um 29 Prozent (49)

Möchte Bischof Kräutler eine "amazonisch-katholische" Sekte? (44)

„Seenotrettung im Mittelmeer: nicht Seenotrettung, sondern Migration“ (44)

Ex-Chefredakteur des ‚Catholic Herald’: Amazonien-Synode absagen (39)

Rackete: "Asyl kennt keine Grenze!" (35)

P. Martin SJ: Papst hat viele ‚pro-LGBT’ Kardinäle, Bischöfe ernannt (34)

„Wer meint, dass die DBK einen Sonderweg gehen müsse, der irrt“ (33)

Wahrheitssuche in der Kirchenkrise (32)

Thema "Messstipendien" im Pfarrblatt (27)

Klimahysterie pur - Keine Kinder mehr! (24)

„Wie sagt man nochmal ‚römische Zentralisierung‘ auf theologisch?“ (19)

„Warum man den Islam nicht kritisieren darf, es aber durchaus sollte…“ (18)

"Wir wollen unschuldig sein" (17)

Ökumenische Eucharistiefeier – ein Gedanke von epochaler Dummheit (17)