Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  5. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  6. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  7. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  8. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  9. Wir machen da was mit Medien
  10. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  11. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  12. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  13. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  14. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier
  15. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich

Papst-Prediger entschuldigt sich für Zitat bei Karfreitagspredigt

4. April 2010 in Aktuelles, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Raniero Cantalamessa: "Wenn ich entgegen meiner Absicht die Gefühle von Juden und von Opfern der Pädophilie verletzt habe, bedaure ich das aufrichtig, und ich bitte dafür um Entschuldigung"


Rom (KNA) Der päpstliche Hausprediger Raniero Cantalamessa hat sich für sein Zitat im Zusammenhang mit der Missbrauchsdebatte entschuldigt. «Wenn ich entgegen meiner Absicht die Gefühle von Juden und von Opfern der Pädophilie verletzt habe, bedaure ich das aufrichtig, und ich bitte dafür um Entschuldigung», sagte der 75-jährige Kapuzinerpater in einem Interview der italienischen Tageszeitung «Corriere della Sera» (Sonntag). Wenn er geahnt hätte, welchen Konflikt er auslösen würde, hätte er den betreffenden Brief eines jüdischen Freundes nicht in seiner Karfreitagspredigt verwendet.

«Ich denke keineswegs, dass man Antisemitismus und aktuelle Angriffe auf die Kirche vergleichen kann», sagte Cantalamessa. Der Briefautor habe sich auch nicht auf die Schoah bezogen, sondern von «Stereotypen und dem Verschieben individueller zu kollektiver Schuld» gesprochen. Canatalamessa verteidigte die Auffassung, in der westlichen Gesellschaft seien antichristliche Einstellungen nach diesem Muster verbreitet. Den Namen seines jüdischen Freundes wollte
er auch auf Nachfrage nicht preisgeben.


Der Kapuzinertheologe bestritt, dass der Papst in irgendeiner Weise an der Predigt beteiligt gewesen sei. «Er hat wie alle anderen meine Worte zum ersten Mal während des Gottesdienstes im Petersdom gehört.» Niemals seien seine Predigten vorher von Vatikanmitarbeitern gegengelesen worden. Das zeuge von einem großen Vertrauen in ihn «und in die Medien», so Cantalamessa.

Zu der Verwendung des Briefzitats habe er sich entschlossen, weil es ihm als «ein Zeugnis der Solidarität für den derzeit so heftig angegriffenen Papst» erschienen sei. Seine Absicht nannte der Prediger «alles andere als feindlich» gegenüber dem Judentum. Er verwies darauf, dass er seine Karfreitagspredigt 1998 einer kritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte des christlichen Antisemitismus gewidmet habe.

Cantalamessa, einer der meistgelesenen geistlichen Autoren Italiens, hatte sich in seiner Karfreitagspredigt im Petersdom auf den Brief eines jüdischen Freundes bezogen. Dabei zitierte er den nicht namentlich genannten Autor mit der Aussage, der Gebrauch von Stereotypen und das Verschieben von persönlicher zu kollektiver Schuld in der Missbrauchsdebatte erinnere ihn «an die schändlichsten Aspekte des Antisemitismus». Die Äußerung rief international Kritik hervor.

JA! zur Kirche".

"Ja zur Kirche" auf FACEBOOK - Jetzt Mitglied werden

kathTube: Karfreitagsliturgie in voller Länge auf kathTube



(C) 2010 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Der Petersdom feiert das 400-jährige Weihejubiläum: „Die Pfarrkirche der Welt“
  2. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  3. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  4. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  5. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  6. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  7. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“
  8. Norwegischer Bischof Varden: Der hl. Bernhard von Clairvaux „war und ist faszinierend“
  9. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  10. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom







Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Leo beantragte Briefwahl-Unterlagen für die Midterms
  2. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  3. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  4. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  5. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  6. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  7. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  8. Im Licht der Liebe
  9. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  10. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  11. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  12. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein
  13. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  14. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier
  15. 'Rita hat das Herz eines Engels! Gott segne sie!“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz