Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  5. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  6. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  7. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  8. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  9. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  10. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘
  11. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  12. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  13. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden
  14. Propst Höslinger: Papst Leo hat Ruhe in die Kirche gebracht
  15. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab

Philosoph: Leibliche Auferstehung widerspricht Vernunft nicht

31. März 2010 in Aktuelles, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Robert Spaemann: Kluft zwischen historisch-kritischer Theologie und Verkündigung ist unerträglicher Zustand - Sühnetod Jesu ist Kern der biblischen Botschaft – Nachdenken hat mich im Glauben bestärkt


Stuttgart (kath.net/idea) Keinen Widerspruch zur Vernunft sieht der Philosoph Robert Spaemann (Stuttgart) im Glauben an die leibliche Auferstehung Jesu Christi. „Ich wäre eher bedroht, den Verstand zu verlieren, wenn ich keine Auferstehungshoffnung hätte“, sagte der 82-Jährige katholische Gelehrte in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea aus Anlass des Osterfestes.

Wie Spaemann im Blick auf die neutestamentlichen Berichte sagte, hätten die Apostel den Auferstandenen gesehen, mit ihm gesprochen und davon ein zuverlässiges Zeugnis gegeben. Spaemann: „Warum sollten die Apostel lügen?“ Zum Einwand, dass die Mehrheit der deutschsprachigen Theologen die biblischen Berichte von der Auferstehung nicht für historische Ereignisse halten, sagte er: „Die Jünger von Jesus waren keine Philosophen, sondern Fischer aus Galiläa. Sie haben nicht spekuliert, für sie zählten nur Fakten. Das leere Grab war für sie ebenso ein Beleg für die Auferstehung wie die späteren Erscheinungen des Herrn.“


Der Philosoph bezeichnet die Kluft zwischen historisch-kritischer Forschung in der Theologie und der Verkündigung als einen „unerträglichen Zustand“. Papst Benedikt XVI. habe dies in seinem Buch „Jesus“ auch kritisiert. Spaemann zufolge ist vieles, was Theologen als sichere Erkenntnis ausgäben, nicht Ergebnis unbefangener Forschung: „Oft geht man von Prämissen aus, die von vornherein im Gegensatz zur biblischen Lehre stehen.“ So habe der historisch-kritische Forscher Ernst Troeltsch (1865-1923) die Existenz übernatürlicher Ereignisse kategorisch ausgeschlossen.

Sühnetod Jesu ist Kern der biblischen Botschaft

Zur Frage, ob Jesus einen Sühnetod gestorben ist, sagte Spaemann: „Es gibt viele Pfarrer, die das heute bestreiten. Sie stellen sich damit aber gegen den Kern der biblischen Botschaft.“ Der Sühnetod Jesu löse das Dilemma zwischen Gottes Gerechtigkeit und Gottes Liebe. Christus erfülle mit seinem Kreuzestod beides: „Der Gerechtigkeit wird Genüge getan, indem Gott das Unrecht dieser Welt nicht ungesühnt lässt. Zugleich übt Jesus Christus gegenüber uns Menschen Barmherzigkeit, indem er selbst diese Strafe auf sich nimmt.“ Für den Menschen seien Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zwei verschiedene Eigenschaften, in Gott aber seien sie vereint.

Über seinen persönlichen Glauben sagte der Philosoph: „Ich glaube ungefähr dasselbe, was ich als Kind geglaubt habe – nur dass ich inzwischen mehr darüber nachgedacht habe. Das Nachdenken hat mich am Ende im Glauben immer bestärkt.“


JA! zur Kirche".

"Ja zur Kirche" auf FACEBOOK - Jetzt Mitglied werden


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Theologie

  1. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  2. Papst Leo: Das Theologiestudium ist keine „akademische Verpflichtung, sondern eine mutige Reise“
  3. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  4. Weihesakrament und Leitungsvollmacht
  5. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  6. Zahl der Theologiestudenten in Passau in drei Jahren versiebenfacht - Von 21 auf 140 Studienanfänger
  7. US-Theologe: Es ist nicht katholisch, wenn man ständig das Lehramt kritisiere
  8. ‚Veritatis splendor – der 30. Jahrestag einer vergessenen Enzyklika’
  9. Knalleffekt am Aschermittwoch: Vier Synodale verlassen den "Deutsch-Synodalen Irrweg"
  10. Roma locuta causa finita







Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  3. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  4. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  5. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  6. Papstsekretär: Leo XIV. bleibt "Padre Roberto"
  7. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  8. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  9. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  10. Britisches Innenministerium stoppt Ermittlungen gegen legale Online-Posts
  11. Nicht Erinnerung, sondern Gegenwart - Ostern im Riss der Zeit
  12. Visitation im Stift Heiligenkreuz abgeschlossen
  13. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  14. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  15. Weltweit gibt es 1,42 Milliarden Katholiken

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz