Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  2. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  3. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  4. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  10. „Wir werden erwartet“
  11. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  12. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  13. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  14. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  15. ‚Entschuldigung, aber … was?‘

Philosoph: Leibliche Auferstehung widerspricht Vernunft nicht

31. März 2010 in Aktuelles, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Robert Spaemann: Kluft zwischen historisch-kritischer Theologie und Verkündigung ist unerträglicher Zustand - Sühnetod Jesu ist Kern der biblischen Botschaft – Nachdenken hat mich im Glauben bestärkt


Stuttgart (kath.net/idea) Keinen Widerspruch zur Vernunft sieht der Philosoph Robert Spaemann (Stuttgart) im Glauben an die leibliche Auferstehung Jesu Christi. „Ich wäre eher bedroht, den Verstand zu verlieren, wenn ich keine Auferstehungshoffnung hätte“, sagte der 82-Jährige katholische Gelehrte in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea aus Anlass des Osterfestes.

Wie Spaemann im Blick auf die neutestamentlichen Berichte sagte, hätten die Apostel den Auferstandenen gesehen, mit ihm gesprochen und davon ein zuverlässiges Zeugnis gegeben. Spaemann: „Warum sollten die Apostel lügen?“ Zum Einwand, dass die Mehrheit der deutschsprachigen Theologen die biblischen Berichte von der Auferstehung nicht für historische Ereignisse halten, sagte er: „Die Jünger von Jesus waren keine Philosophen, sondern Fischer aus Galiläa. Sie haben nicht spekuliert, für sie zählten nur Fakten. Das leere Grab war für sie ebenso ein Beleg für die Auferstehung wie die späteren Erscheinungen des Herrn.“


Der Philosoph bezeichnet die Kluft zwischen historisch-kritischer Forschung in der Theologie und der Verkündigung als einen „unerträglichen Zustand“. Papst Benedikt XVI. habe dies in seinem Buch „Jesus“ auch kritisiert. Spaemann zufolge ist vieles, was Theologen als sichere Erkenntnis ausgäben, nicht Ergebnis unbefangener Forschung: „Oft geht man von Prämissen aus, die von vornherein im Gegensatz zur biblischen Lehre stehen.“ So habe der historisch-kritische Forscher Ernst Troeltsch (1865-1923) die Existenz übernatürlicher Ereignisse kategorisch ausgeschlossen.

Sühnetod Jesu ist Kern der biblischen Botschaft

Zur Frage, ob Jesus einen Sühnetod gestorben ist, sagte Spaemann: „Es gibt viele Pfarrer, die das heute bestreiten. Sie stellen sich damit aber gegen den Kern der biblischen Botschaft.“ Der Sühnetod Jesu löse das Dilemma zwischen Gottes Gerechtigkeit und Gottes Liebe. Christus erfülle mit seinem Kreuzestod beides: „Der Gerechtigkeit wird Genüge getan, indem Gott das Unrecht dieser Welt nicht ungesühnt lässt. Zugleich übt Jesus Christus gegenüber uns Menschen Barmherzigkeit, indem er selbst diese Strafe auf sich nimmt.“ Für den Menschen seien Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zwei verschiedene Eigenschaften, in Gott aber seien sie vereint.

Über seinen persönlichen Glauben sagte der Philosoph: „Ich glaube ungefähr dasselbe, was ich als Kind geglaubt habe – nur dass ich inzwischen mehr darüber nachgedacht habe. Das Nachdenken hat mich am Ende im Glauben immer bestärkt.“


JA! zur Kirche".

"Ja zur Kirche" auf FACEBOOK - Jetzt Mitglied werden


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Theologie

  1. Bischof Barron warnt vor postmoderner Umdeutung des Naturrechts in der katholischen Moraltheologie
  2. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  3. Papst Leo: Das Theologiestudium ist keine „akademische Verpflichtung, sondern eine mutige Reise“
  4. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  5. Weihesakrament und Leitungsvollmacht
  6. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  7. Zahl der Theologiestudenten in Passau in drei Jahren versiebenfacht - Von 21 auf 140 Studienanfänger
  8. US-Theologe: Es ist nicht katholisch, wenn man ständig das Lehramt kritisiere
  9. ‚Veritatis splendor – der 30. Jahrestag einer vergessenen Enzyklika’
  10. Knalleffekt am Aschermittwoch: Vier Synodale verlassen den "Deutsch-Synodalen Irrweg"







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  3. Medienpolitik: Bald verpflichtende Quote für öffentlich-rechtliche Inhalte in sozialen Netzwerken?
  4. Medjugorje: Erster Mariologie-Kongress mit Beteiligung des Vatikans
  5. Norwegen: Daniel (18) hielt Gott für einen Mythos – heute geht er jeden Sonntag in die Kirche
  6. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  7. Nicht Anpassung, sondern Verwandlung. Was die Kultur dem Christentum verdankt
  8. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  9. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  10. Neue Vatikan-Kommunikationschefin Montserrat Alvarado gibt Einblick in ihre Ideen
  11. „Alles wieder in den Urzustand versetzen“: Das Oxford Oratory wird wieder einen Hochaltar errichten
  12. Wenn das Scrollen in die Gnade eintaucht
  13. Äthiopien: Mehr als 60 Tote bei Angriffen auf Christen
  14. Venezuela: Machado kehrt zurück und besucht Marienheiligtum
  15. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz