Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  2. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  3. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  4. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  5. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  6. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  9. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  10. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  11. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  12. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  13. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  14. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  15. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“

Neuer Angriff von Leutheusser-Schnarrenberger auf die Kirche

8. März 2010 in Deutschland, 39 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die deutsche Justizministerin behauptet, dass der Vatikan die Aufarbeitung der Skandale behindere. Kirchenrechtler Alexander Pytlik widerspricht den Behauptungen und sorgt für Klarheit


Berlin (kath.net)
Die deutsche Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat am Montag in einem Interview mit dem Deutschlandfunk erneut die Kirche attackiert und dem Vatikan vorgeworfen, die Aufarbeitung der Skandale zu behindern. Die Justizministerin behauptete, dass es in vielen Schulen und Einrichtungen eine Art Schweigemauer gegeben habe, wegen der Informationen nicht ausreichend an die Justiz gelangt seien. Die FDP-Politikerin meinte weiters, dass für Schulen in katholischer Trägerschaft eine Direktive der Glaubenskongregation von 2001 gelte, nach der auch schwere Missbrauchsfälle zuallererst der päpstlichen Geheimhaltung unterlägen und nicht an Stellen außerhalb der Kirche weitergegeben werden sollten. Dabei werde, so behauptete Leutheusser-Schnarrenberger, nicht deutlich gemacht, möglichst frühzeitig die Staatsanwaltschaft einzuschalten. Die deutsche Bundesjustizministerin steht allerdings selbst in der Kritik, da sie dem Beirat eines Vereines angehört, der "gegen den Einsatz des Strafrechts zur Durchsetzung von Sexualmoral" eintritt. kath.net berichtete.


Der Kirchenrechtler Dr. Alexander Pytlik hat bereits vor einigen Tagen auf seiner Internetseite Internetpfarre.de klargestellt, dass solche Vorwürfe nicht zutreffen und nur bei Unkenntnis des katholischen Kirchenrechtes bzw. bei mangelndem Willen, sich die besagten nicht wirklich geheimen Dokumente genau anzusehen, geäußert werden könne. Wörltlich schreibt Pytlik: "In Wirklichkeit ist schon vom natürlichen Recht her das grundsätzliche Bewahren eines Untersuchungsgeheimnisses für jedes rechtliche Verfahren und das darin agierende Personal eine Selbstverständlichkeit, was jedoch Opfer eines Mißbrauchs bei ihren Publikationen und Schritten (insbesondere zur Erlangung eines finanziellen Schadensersatzes auch noch nach strafrechtlicher Verjährung) gar nicht behindert. In den geltenden Leitlinien zum Vorgehen bei sexuellem Mißbrauch Minderjähriger durch Geistliche im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz heißt es im Punkt 6.: "Bestätigt die Voruntersuchung den Verdacht sexuellen Mißbrauchs, wird der Apostolische Stuhl befaßt. Gemäß dem Motuproprio über den Schutz der Heiligkeit der Sakramente (Sacramentorum sanctitatis tutela, [Übersetzung sogleich unterhalb!]) vom 30. April 2001 wird der Diözesanbischof nach Abschluß der Voruntersuchung diesen Fall dem Apostolischen Stuhl zuleiten."

Lesen Sie den Kommentar zur Direktiva der Glaubenskongregation von 2001 von Dr. Alexander Pytlik


Diskussion im Forum


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Politik

  1. Bremer Grünenpolitikerin Görgü-Philipp posiert mit Holocaust-Koffer – Rücktritt nach Eklat!
  2. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  3. Interne Grünen-Mail nach Berlin-Blackout: „NICHT Täter*innen/Ermittlungen in den Mittelpunkt ziehen“
  4. Das große CDU-Chaos ODER wenn ein angebliches Plagiat schlimmer als Abtreibung im 9. Monat ist!
  5. Erfolg für den Lebensschutz – Kein Geld für Planned Parenthood aus US-Bundesbudget
  6. US-Repräsentantenhaus untersucht möglichen Missbrauch von Steuergeld durch Planned Parenthood
  7. Transgender-Debatte: Grüne Politikerin El-Nagashi verlässt die Partei
  8. Sprecher des US-Repräsentantenhauses will Subventionen für Planned Parenthood streichen
  9. Gründer der ‚Catholics for Harris‘: US-Demokraten haben ein ‚wachsendes Problem mit Gott‘
  10. Wirtschaft, Grenzsicherheit, Kriminalität waren Wählern wichtiger als radikale Abtreibungspolitik







Top-15

meist-gelesen

  1. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  2. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  3. Belgien: Anteil der Euthanasiefälle in den letzten fünf Jahren verdoppelt
  4. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  5. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  6. Patrozinium im Mailänder Dom, während draußen Explosionen und Sirenen zu hören sind
  7. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  8. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  9. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission
  10. Papst sprach auch mit Selenskyj über Lage in Frontstadt Oleschky
  11. Apostolisch und nix anderes
  12. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'
  13. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  14. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch
  15. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz