Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  3. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  4. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  5. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  6. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  7. Der entschärfte Gott
  8. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  9. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  10. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  11. Realitätsverlust im Bistum Chur
  12. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  13. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  14. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  15. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!

‚Nur eine Form der Verhütung‘

23. Dezember 2009 in Österreich, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In der österreichischen Bioethikkommission im Bundeskanzleramt wurde über die rezeptfreie Abgabe der "Pille danach" nicht einmal diskutiert, erzählt deren Leiterin Christiane Druml im Presse-Interview.


Wien (kath.net) Die Juristin Christiane Druml, Leiterin der Bioethikkommission im Bundeskanzleramt, erzählt im „Presse“-Interview, dass über die rezeptfreie Einführung der „Pille danach“ in der Kommission „keine Diskussion geführt“ wurde, was ihrer Meinung nach „auch nicht nötig“ sei. „Die Bundesregierung hat ebenfalls nicht um Stellungnahme ersucht.“ Für Druml ist die Pille danach „ja nichts anderes als ein Ovulationshemmer“, wodurch keine neue Situation entstehe. Sie verhindere nur den Eisprung, sodass keine Befruchtung möglich sei, und habe keine abtreibende Wirkung.


Diese Aussagen stehen im Gegensatz etwa zu dem Gutachten des Salzburger Ärzteforums für das Leben, das festhält, dass die „Pille danach“ auch die Einnistung einer schon befruchteten Eizelle in die Gebärmutter verhindert, kath.net hat berichtet. Auch die Bischöfe Klaus Küng, Elmar Fischer und Andreas Laun haben sich aus diesem Grund gegen die rezeptfreie Abgabe gestellt. Küng und Fischer sind studierte Mediziner. Das Präparat ist seit vergangener Woche rezeptfrei in Österreichs Apotheken erhältlich.

Für die Leiterin der Bioethikkommission wird durch dieses Präparat eine Abtreibung “eher verhindert”. Die Kommission strebe Abtreibung nicht an. “Außerdem haben wir einen gesellschaftlichen Konsens, dass Schwangerschaftsabbrüche unter gewissen Bedingungen straffrei sind.“ Dass ein Kommissionsmitglied, Verena Strausz, gegen die „Pille danach“ ist, kommentiert Druml so: „Das ist ihre persönliche Ansicht und entspricht in keiner Weise der Meinung der Kommission.“

Zum Presse-Interview


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  25. Dezember 2009 
 

Verantwortunsgslos

Mit der Freigabe der „Pille danach“ handelt das Bundesministerium für Gesundheit mehr als verantwortungslos. Das Hormon Levonorgestrel ist darin zwölffacher Dosis der Antibabypille enthalten. Laut einer Untersuchung der Internetcommunity SANEGO - 612 Berichte – treten bei Levonorgestrel folgende Nebenwirkungen auf: Gewichtszunahme (bei 30%), Depression (25%), Libidoverlust (25%), Stimmungsschwankungen (17%), Kopfschmerzen (16%), Haarausfall (11%), Schwindel (11%), Angstzustände (10%), Panikattacken (8%), Zystanbildung (8%). - Und bei der zwölffachen Dosis? Auch der Hinweis, dass es sich um ein Notfallmittel handelt und dass man „pro Zyklus nur eine Pille nehmen kann“, ist nicht zielführend, da es der Patientin überlassen ist, sich daran zu halten oder nicht. Mit dieser Freigabe wird nicht nur eine schwere Gesundheitsgefäjrdung in Kauf genommen sondern auch ein weiteres Absinken der Geburtenrate, die durch Abtreibungen und Antibabypille ohnehin bereits drastisch reduziert ist. Dass eine eventuelle Schwangerschaft als Notfall eingestuft wird, ist für ein Gesundheitsministerium eine absurde und traurige Sichtweise.


0
 
 Airam 23. Dezember 2009 

abtreibende Verhütung

Unbeschadet der Entscheidung ob \"rezeptfrei\" oder verschreibungspflichtig ist dieses Präparat geeignet, eine abtreibende Wirkung zu erzielen, wenn davon ausgegangen wird, dass der Mensch mit der Befruchtung beginnt zu Sein.
Hier liegt offenbar das Problem, das diese Erkenntnis nicht (mehr) \"Allgemeingut\" ist. Daher kann -nach dieser Einschätzung- auch nicht von der Tötung eines Menschen gesprochen werden, weil in diesem Stadium von einem \"Zellknäuel\" die Rede ist.

Die Aussage der Kommissionsleiterin, \"Außerdem haben wir einen gesellschaftlichen Konsens, dass Schwangerschaftsabbrüche unter gewissen Bedingungen straffrei sind.“ ist entschiedend zu widersprechen - einen derartigen \"Konsens\" gibt es nicht, lediglich die faktische Gegebenheit der einst gefundenen politischen Entscheidung !

www.ja-zum-leben.de/ja_zum_leben_DE/nav_fakten.html#


0
 
 Radieserl 23. Dezember 2009 

RU 486

Allein schon vom medizinischen Standpunkt her ist die rezeptfreie Abgabe der \"Pille danach\" vollkommen unverantwortlich.
Nach Einnahme kommt es zu einer Blutung, die das ebtl schon befruchtete Ei ausschwemmen und so verhindern soll, dass es es sich in die Gebärmutterschleimhaut einnistet.
Diese Blutungen können so heftig sein, dass eine ärztliche Intervention nötig ist.

Da geht die \"Freiheit\", die sogenannte sogar über die medizinische Verantwortung.


2
 
  23. Dezember 2009 
 

Erstaunen 2

Bioethikkommission? Unglaublich, wie viele Menschen mit überaus erstaunlich dünnem Horizont heutzutage an verantwortungsvolle Positionen hinaufgespühlt werden können!


2
 
  23. Dezember 2009 
 

Ideologie

Diese Juristin der Bioethikkommission gibt im \"Presse\"-Interview offen zu, dass die Entscheidung faktisch eine ideologische und dass die nicht genehme Gegenmeinung als \"privat\" zu betrachten ist.

Nicht die Fakten zählen, sondern die Ideologie, das nennt man Diktatur.


2
 
 Ester 23. Dezember 2009 
 

Erstaunen

Also heutzutage bekommt man noch nicht mal eine einfaches Schmerzmittel wie Aspirin verordnet ohne über mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt zu werden.
Soweit ich informiert bin ist eine der Nebenwirkungen der \"Pille danach\" Depressionen.
Auf jeden Fall bestanden die im Zuge der 68\'er entstanden Ärzteläden noch daruf die Patientinnen nach der Pille danch nochmal zu sehen, damit die Gute nicht in Depressionen stürzte.

So wundere ich mich seit Jahren warum diese (eigentlich bekannte) Nebenwirkung so penetrant verschwiegen wird.


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Spanische Bischofskonferenz besorgt über „Tendenz, Abtreibung zum Status eines ‚Rechts‘ zu erheben“
  2. Christdemokraten für das Leben (CDL): Lebensschutz ist nicht verhandelbar
  3. Jesse Jacksons wechselnde Positionen zum Lebensschutz
  4. USA: Ist die katholische Privat-Universität Notre Dame noch katholisch?
  5. Puerto Rico ändert Strafrecht – Ungeborene als Menschen anerkannt
  6. US-Gesundheitsministerium setzt sich für medizinisches Personal ein, das Abtreibungen ablehnt
  7. Kalifornien: 90 Millionen US-Dollar für Planned Parenthood
  8. Influencerin: Entscheidung für Abtreibung war einfacher als Bestellung bei McDonalds
  9. ‚Seien Sie die Person, die eine Frau mit der Hoffnung verbindet!‘
  10. Aktuelle Umfrage zeigt: US-Amerikaner mehrheitlich gegen unbeschränkte Abtreibung






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  5. Realitätsverlust im Bistum Chur
  6. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  7. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  8. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  9. Vom Elend der Fürbitten
  10. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  11. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  12. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  13. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  14. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  15. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz