01 Dezember 2009, 11:00
Teufel, Hölle, Antichrist
 
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Der Antichrist - Der Mythos des Abschieds vom Teufel - Eine spannende und wichtige Buchneuerscheinung des Theologen Friedrich Oberkofler über eines der wirklich heißen Eisen in der Kirche - Klarer Bestelltipp!

Aachen(kath.net)
Teufel, Hölle, Antichrist. Alles bloß lächerliche Mythen oder naive Märchen? Ein Blick in die Geschichte und die Gazetten genügt: Das Böse lebt und ist attraktiv. Und doch: Den Bösen darf es nicht geben. Seit der Theologe Herbert Haag mit seinem Büchlein „Abschied vom Teufel“ die kirchliche Lehre von der Hölle und vom Satan als Ammenmärchen „enttarnt“ hat, macht sich ein jeder lächerlich, der an ihrer Existenz festhält. Mag sein, dass sich Menschen vom Teufel verabschieden. Bedauerlicherweise aber hat sich der Teufel nicht von uns verabschiedet.

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Wie steht es nun mit Hölle und Teufel? Dient der „Teufelsglaube“ der Kirche nur als Repressalie gegenüber ihren Schäfchen? Ist die Hölle leer, weil alle Teufel hier sind? Wer oder was ist „der Antichrist“? Eine Person? Ist Satan sein Pate? Was ist mit der Verfolgung der Kirche, der Rettung der treu Gebliebenen und der Wiederkunft Christi? Und wie steht es gar mit dem „Tier“ aus der Geheimen Offenbarung, das aus dem Meer steigt, ausgestattet mit zehn Hörnern und sieben Köpfen? Alles naives Geschwätz?

Das Wissen um den Ursprung, das Ende und die Vollendung der Welt durch Gott sind Glaubenswahrheiten, die häufig zu Randthemen in der Kirche verkümmert sind und bei vielen „aufgeklärten“ Christen für Hohn und Spott sorgen. In der Verkündigung wie auch in der theologischen Literatur herrscht ein seltsames Schweigen zu eschatologischen Themen, die zum zentralen Glaubensgut der Kirche gehören: Die Lehre von den „Letzten Dingen“, Himmel, Hölle, Fegefeuer, Antichrist, Satan, Wiederkommen Christi und Letztes Gericht. All dies sind keine Mythen, sondern Glaubenswahrheiten, die explizit in der Heiligen Schrift und der Glaubenstradition der Kirche begründet sind.

Der Theologe Dr. Friedrich Oberkofler hat ein Buch geschrieben, das überfällig war. Vor allem ist es ihm gelungen, alle diese brennenden Fragen nicht als Sensationsthemen zu präsentieren, sondern sie aus der Sicht des Seelsorgers zu behandeln. Ein wichtiges und spannendes Buch zu einem wirklich heißen Thema.

Zitate: „Vor dem Kommen Christi muss die Kirche eine letzte Prüfung durchmachen, die den Glauben vieler erschüttern wird. Die Verfolgung, die ihre Pilgerschaft auf Erden begleitet, wird das ‚Mysterium der Bosheit’ enthüllen. Ein religiöser Lügenwahn bringt den Menschen um den Preis ihres Abfalls von der Wahrheit eine Scheinlösung ihrer Probleme. Der schlimmste religiöse Betrug ist der des Antichrist, das heißt, eines falschen Messianismus, worin der Mensch sich selbst verherrlicht, statt Gott und seinen im Fleisch gekommenen Messias.“ (Katechismus der Katholischen Kirche)

„Wenn ein Christentum auf Jesus verzichtet, wenn es Jesus Christus mit seinem Kreuz und seiner Auferstehung in Klammern setzt, dann verzichtet der Mensch auf Gott und überlässt dem, den Satan mit seiner Macht des Scheins und der Lüge ausgestattet hat, die Herrschaft, durch die er letztendlich ins Nichts gestürzt wird. Dieses Nichts ist die Sinnlosigkeit des Todes, eines Sterbens, das nicht in der Hoffnung der Auferstehung und des Seins-mit-Gott steht. Verlässt der Mensch Gottes Haus auf Erden, dann wird es von den Knechten Satans eingenommen. Aber es ist verheißen: dies ist nicht das letzte Wort. ‚Wer bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet (vgl. Mt 24,13).’ “ (Dr. Friedrich Oberkofler )

Dr. Friedrich Oberkofler
Der Antichrist
Der Mythos des Abschieds vom Teufel
ca. 160 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Format: 14,0 x 21,5 cm
MM-Verlag
18,00 EUR

Der Autor: Dr. Friedrich Oberkofler, Priester der Diözese Bozen-Brixen (Südtirol), Studium an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Brixen, am Institut für Katechetik und Homiletik in München, Lizentiat und Doktorat in katholischer Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Friedrich Oberkofler ist seit 1984 Pfarrer in St. Bernhard in München.

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