Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  3. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  4. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  5. Bätzing gegen Papst Leo
  6. Der anderskatholische Papstkritiker
  7. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  10. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  11. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  12. Drei Stunden im Fegefeuer
  13. „Das Leben mit Jesus muss zu hundert Prozent gelebt werden – sonst lohnt es sich nicht!“
  14. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist
  15. Organspende? - Schweigen ist keine Zustimmung, Hirntod ist kein Tod im landläufigen Sinne

Die neue Blüte von Cluny

11. November 2009 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Schaffung eines Klimas des Gebets in Stille und innerer Sammlung in der Liturgie stand im Zentrum der mittelalterlichen Reform von Cluny, erinnerte Benedikt XVI. bei der Generalaudienz.


Vatikan (kath.net/RV) Die Reformbewegung von Cluny im Mittelalter hatte die Liturgie als Zentrum und brachte eine neue Blüte in eine Zeit des Verfalls. Daran erinnerte der Papst an diesem Mittwoch in der Audienzhalle bei seiner Generalaudienz. Vor mehreren tausend Pilgern und Besuchern erläuterte Benedikt, was diese Reformbewegung genau gewesen sei.

Im Mittelpunkt habe die Feier der Liturgie gestanden, die einen Vorgeschmack und eine Teilnahme an der Liturgie des Himmels darstelle. Dazu gehörte auch die Förderung der Musik, der Kunst und Architektur, vor allem aber die Schaffung eines Klimas des Gebets in Stille und innerer Sammlung, so der Papst.

„910 gründete Herzog Wilhelm III. von Aquitanien im burgundischen Cluny ein Benediktinerkloster, das rasch zu einem wichtigen geistlichen Zentrum werden sollte. Das abendländische Mönchtum war aufgrund verschiedener politischer und sozialer Umstände im Verfall begriffen.

Cluny brachte hier eine Wende und neue Blüte durch die Rückführung des monastischen Lebens auf seine ursprünglichen Ideale und die erneute Einhaltung der Benediktregel.“


Viele Klöster schlossen sich der Reform von Cluny an oder waren Gründungen dieser Abtei, so dass schon bald ein Netz cluniazensischer Klöster Europa überzog.

„Die Verbreitung der Bewegung wurde auch dadurch begünstigt, dass die Klöster nicht der bischöflichen oder weltlichen Gewalt unterstellt waren, sondern direkt unter dem Schutz des Papstes standen. So konnte die cluniazensische Reform auf die ganze Kirche ausstrahlen und mithelfen, die Übel der Zeit – die Simonie, d.h. den Kauf von kirchlichen Ämtern, und die Unmoral vieler Kleriker – zu bekämpfen.

Die Gesellschaft insgesamt profitierte von den sozial-karitativen Tätigkeiten sowie den wirtschaftlichen und kulturellen Leistungen der Klöster. Die Bewegung von Cluny hat so auch Anteil an dem langen Prozess der europäischen Völker, der zur Anerkennung der Werte der menschlichen Person und des Friedens als Grundlagen der Gesellschaft führte.“

Den deutschsprachigen Pilgern und Besuchern sagte der Papst: „Das religiöse und kulturelle Erbe des mittelalterlichen Mönchtums ist Auftrag an uns heute. In Treue zum Evangelium und zum christlichen Menschenbild wollen wir die Zukunft Europas und der Welt mitgestalten. Dabei führe und leite uns der Heilige Geist. Euch allen wünsche ich eine gute Zeit in Rom!“

„Bitte helft Sri Lanka!“

Die internationale Staatengemeinschaft soll mehr für den krisengeplagten Inselstaat Sri Lanka unternehmen. Das forderte der Papst ebenso bei seiner Generalaudienz. Beim Bürgerkrieg, der Mitte der 1990er Jahre zwischen den Volksgruppen der Singhalesen und der Tamilen ausgebrochen war, standen auch Christen auf beiden Seiten - und oft genug zwischen den Fronten.

Papst Benedikt: „Es sind nun etwa sechs Monate seit dem Ende des blutigen Konflikts auf Sri Lanka vergangen. Mit Genugtuung stellt man fest, dass die staatlichen Behörden in den vergangenen Wochen sehr darum bemüht waren, die Rückkehr der Kriegsflüchtlinge zu erleichtern.

Ich ermuntere dazu, dieses Engagement weiter zu führen, und bitte alle Bürger des Landes, eine baldige Versöhnung zu fördern im vollen Respekt der Menschenrechte. Damit verbunden ist auch die Bewältigung aller politischen Herausforderungen, die das Land zu meistern hat.“
Hilfe soll die Insel im Indischen Ozean auch von außen erhalten, so der Papst weiter.

„Ich hoffe nämlich, dass die internationale Gemeinschaft alles unternehmen wird, um bei der Lösung der humanitären und wirtschaftlichen Probleme Sri Lankas zu helfen, und richte meine Gebete an Unsere Liebe Frau von Madhu, damit sie weiterhin über dieses geliebte Land wache.“

Angesichts der Geländegewinne im Mai 2009 erklärte der sri-lankische Präsident Mahinda Rajapaksa am 16. Mai 2009 die Tamil-Rebellen für besiegt und den Bürgerkrieg für beendet. Seitdem sind die Nachrichten aus Sri Lanka von humanitären Schwierigkeiten bestimmt.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Generalaudienz

  1. Liebst du mich? – Das Gespräch zwischen Jesus und Petrus
  2. Kohelet: die ungewisse Nacht des Sinns und der Dinge des Lebens
  3. Judit. Eine bewundernswerte Jugend, ein großzügiger Lebensabend.
  4. Noomi, das Bündnis zwischen den Generationen, das die Zukunft eröffnet
  5. Ehre deinen Vater und deine Mutter: Liebe zum gelebten Leben
  6. Der Osterfriede und Dostojewskis Legende vom Großinquisitor
  7. Treue gegenüber der Heimsuchung durch Gott für die kommende Generation
  8. Das Abschiednehmen und das Erbe: Erinnerung und Zeugnis
  9. Das Alter, eine Ressource für die unbeschwerte Jugend
  10. Die Langlebigkeit: Symbol und Chance







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Tragödie in Florida: Pilot betete kurz vor Flugzeugabsturz das Vaterunser
  3. Schwindler feierte im Bistum Turin monatelang Messe und hörte Beichten
  4. Regensburger Bischof Voderholzer: „Jungen Menschen zuhören und Perspektiven aufzeigen“
  5. Die ersten US-Märtyrer für die Heiligkeit der Ehe: Seligsprechung der Märtyrer von Georgia
  6. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  7. Neuer Visitator für Medjugorje: Cavina folgt auf Cavalli
  8. Der Tod unter dem Horizont der Auferstehung und die Hoffnung auf das ewige Leben
  9. Der katholische Osten in der Analyse
  10. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  11. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  14. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  15. Uruguay, man muss sich auf den Weg machen! Leo XIV. vertraut Uruguay der Gottesmutter an

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz