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Polnisches Erzbistum bestätigt 'Eucharistie-Wunder' von Sokólka

15. Oktober 2009 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Die Kommission der Diözese teilte in einer Erklärung mit: "Das Ereignis in Sokółka steht nicht im Widerspruch zur Lehre der Kirche, eher werden diese dadurch bestätigt" - Akten werden an den Vatikan weitergeleitet


Polen (kath.net)
Das Erzbistum Bialystok hat am gestrigen Mittwoch das "Eucharistie-Wunder" im polnischen Ort Sokólka de facto als echt "anerkannt". Die zuständige Untersuchungskommission hat in einer Erklärung bestätigt, dass das Ereignis in Sokółka nicht im Widerspruch zur Lehre der Kirche stehe sondern diese eher bestätigt. Das Phänomen - kath.net berichtete exklusiv sorgt seit einiger Zeit für Schlagzeilen in den polnischen Medien.

Was war passiert? Im kleinen Ort Sokólka im Erzbistum Bialystok ließ ein Priester während der Spendung der heiligen Kommunion an die Gläubigen eine konsekrierte Hostie zu Boden fallen. Für den Fall, dass der Priester die betreffende Hostie nicht konsumieren kann, sieht die katholische Kirche vor, diese in einem mit Wasser gefüllten liturgischen Gefäß (vasculum) zu verschließen und abzuwarten, bis sie sich gänzlich auflöst, so dass von einer Gestalt des Brotes nicht mehr die Rede sein kann und folglich auch nicht mehr vom Leib des Herrn.


Genau nach dieser Prozedur ging man auch in Sokólka vor. Als jedoch nach wenigen Tagen das Gefäß geöffnet wurde, stellte sich heraus, dass sich das Wasser rot gefärbt hatte. Der Inhalt des Gefäßes wurde auf ein Korporale ausgegossen, und nachdem die Flüssigkeit verdunstet war, kam ein Stück Gewebe zum Vorschein. Das Gewebe wurde zwei voneinander unabhängigen Spezialisten der Medizinischen Universität von Bilaystok zur Untersuchtung vorgelegt. Beide kamen zu dem Ergebnis, dass es sich dabei um ein Stück eines menschlichen Herzens handelt, welches den Todeskampf erlitten hat.


Dies hat jetzt auch die Untersuchungskommission bestätigt. Diese wurde am 30. März 2009 einberufen und hat gestern ihre Arbeit beendet. Im Bericht der Kommission wurde bekannt gegeben, dass von der Hostie eine Probe entnommen wurde, die anschließend unabhängig von zwei Professoren (Patomorphologen) von der Medischen Universität Białystok untersucht wurden. Diese haben übereinstimmend folgendes mitgeteilt: "Das zur Beurteilung geschickte Material, nach Beurteilung von zwei unabhängigen Patomorphologen, weist auf ein Herzmuskelgewebe hin, zumindest ähnelt es ihm im Vergleich zu allen lebendigen Geweben eines Organismus." Die Kommission hat auch bestätigt, dass die Hostie dieselbe Hostie ist, die aus der Sakristei in den Tabernakel in der Pfarrkapelle verlagert worden war. Ein Eingriff von Dritten wurde nicht festgestellt. Abschließend betonte die Kommission: "Das Ereignis in Sokółka steht nicht im Widerspruch zur Lehre der Kirche, eher werden diese dadurch bestätigt. Die Kirche bekennt, dass sich nach den Konsekrationsworten durch die Macht des Heiligen Geistes das Brot in den Leib Christi und der Wein in sein Blut verwandeln. Das Ereignis stellt auch einen Aufruf dar, dass die Eucharistiespender mit Glauben und Aufmerksamkeit den Leib des Herrn verteilen und die Gläubigen ihn mit Ehrfurcht empfangen."

Die Akten wurden inzwischen an die Apostolische Nuntiatur in Warschau übermittelt und werden von dort an den Vatikan weitergeleitet.


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