Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  2. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  3. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  4. "Vaccine Amen"
  5. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  6. Panik in Magdeburg
  7. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  8. Leo XIV. möchte bei 'Alter Messe' 'konkrete und großzügige Lösungen'
  9. Maria – Marta – Lazarus: Christus, der Freund des Lebens
  10. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  11. "Ein Vorbild für Väter und Ehemänner" - US-Präsident veröffentlicht Würdigung des Heiligen Josef
  12. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  13. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  14. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  15. Zwischen Gebetswort und politischem Urteil. Der Friede und die Ordnung

Buttiglione: 'Das Moratorium richtet sich gegen Zwangsabtreibungen'

21. Juli 2009 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der italienische katholische Politiker möchte durch vielfältige Kontakte UN-Resolution durchsetzen


Rom (kath.net/PEW)
Die italienische Regierung soll sich laut Beschluss des römischen Abgeordnetenhauses bei den Vereinten Nationen für ein Moratorium gegen Abtreibung einsetzen. Der Initiator des Beschlusses, der katholische Philosoph und Präsident der Christdemokratischen Union (UDC), Rocco Buttiglione, sagte jetzt im Gespräch mit "Radio Vatikan", es gehe ihm vor allem um die Unterbindung von Zwangsabtreibungen in vielen Ländern des "Südens".

Wörtlich meinte Buttiglione: "Wir in den reichen Ländern des Westens, in Italien, in Deutschland, in Frankreich, in den USA streiten immer noch über 'Pro Choice' (Wahlfreiheit) gegen 'Pro Life' (Lebensschutz). Aber in der Zwischenzeit ist in der ganzen Welt eine andere Bewegung aufgekommen, die sich gegen die Wahlfreiheit der Frau und gegen das Leben des Kindes richtet, die sogenannte Zwangsabtreibung. In manchen Ländern dürfen Frauen kein zweites Kind bekommen. Die Abtreibung des zweiten Kindes ist quasi Gesetz und Frauen sind gezwungen, abzutreiben. Sollte es da nicht möglich sein, dass wir alle, ob wir 'Pro Life' oder 'Pro Choice' sind, uns darauf einigen, die Freiheit der Frau und das Leben des Kindes zugleich zu schützen?"


Für eine Hälfte der Menschheit zähle nicht die Auseinandersetzung zwischen "Pro Life" und "Pro Choice". Dort sei vielmehr der Kampf gegen die gewaltsame Anwendung der Staatsmacht gegen Frau und Kind zugleich das Thema. Deshalb sei die Initiative vorgelegt worden, die im italienischen Abgeordnetenhaus "transversale" Zustimmung (sowohl von Abgeordneten des Regierungslagers als auch der Opposition) gefunden habe, so der UDC-Präsident.

Um die geplante Resolution für ein Moratorium gegen Abtreibung bei den Vereinten Nationen durchzubringen, sei natürlich die Zustimmung vieler Staaten notwendig, betonte Buttiglione. Er halte sich derzeit in Warschau auf, um mit politischen Verantwortlichen zu sprechen, damit im polnischen Parlament eine ähnliche Resolution vorgeschlagen wird, berichtete der UDC-Präsident. Und natürlich wäre es "enorm wichtig", dass auch in Deutschland ähnlich vorgegangen wird. Er habe vor, in den nächsten Tagen Kontakt zu deutschen Abgeordneten aufzunehmen. Aber es sei auch wichtig, den Gedanken des Moratoriums im Europäischen Parlament durchzubringen. Wenn das Europäische Parlament eine entsprechende Resolution verabschiede, werde es für die Regierungen der 27 Mitgliedsstaaten schwierig sein, untätig zu bleiben.

Vor allem müsse die Idee des Moratoriums in den Parlamenten Lateinamerikas, Afrikas und Asiens diskutiert werden. Denn dort seien die Länder zu finden, in denen die Frauen am meisten unter dem Druck der Zwangsabtreibung zu leiden haben. Für das Anliegen des Moratoriums sei es auch wichtig, die Vereinigten Staaten dafür zu gewinnen. Es gebe Kontakte mit Mary Ann Glendon, der früheren US-Botschafterin beim Heiligen Stuhl. Präsident Obama habe dem Papst gesagt, er wolle die Zahl der Abtreibungen verringern. Die Moratoriums-Initiative "könnte gerade das sein, was Obama dem Papst versprochen hat".


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Britisches Oberhaus stimmt für Abtreibungen bis zur Geburt
  2. Umfrage: Nur 23 Prozent der US-Amerikaner für Abtreibung ohne Einschränkung
  3. Spanische Bischofskonferenz besorgt über „Tendenz, Abtreibung zum Status eines ‚Rechts‘ zu erheben“
  4. Christdemokraten für das Leben (CDL): Lebensschutz ist nicht verhandelbar
  5. Jesse Jacksons wechselnde Positionen zum Lebensschutz
  6. USA: Ist die katholische Privat-Universität Notre Dame noch katholisch?
  7. Puerto Rico ändert Strafrecht – Ungeborene als Menschen anerkannt
  8. US-Gesundheitsministerium setzt sich für medizinisches Personal ein, das Abtreibungen ablehnt
  9. Kalifornien: 90 Millionen US-Dollar für Planned Parenthood
  10. Influencerin: Entscheidung für Abtreibung war einfacher als Bestellung bei McDonalds






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE DIESE WOCHE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  4. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  5. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  6. Panik in Magdeburg
  7. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  8. Brasilien: 26-jähriger Seminarist stirbt – hinterlässt beeindruckendes geistliches Testament
  9. Ein Champion am Galgen – und die Welt sieht weg
  10. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  11. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  12. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  13. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  14. Eine wundertätige Medaille für Priscilla Presley
  15. Leo XIV. möchte bei 'Alter Messe' 'konkrete und großzügige Lösungen'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz