Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  2. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  3. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  4. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  5. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  6. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  7. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  8. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  9. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  10. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  11. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  12. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  13. Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!
  14. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  15. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"

Buttiglione: 'Das Moratorium richtet sich gegen Zwangsabtreibungen'

21. Juli 2009 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der italienische katholische Politiker möchte durch vielfältige Kontakte UN-Resolution durchsetzen


Rom (kath.net/PEW)
Die italienische Regierung soll sich laut Beschluss des römischen Abgeordnetenhauses bei den Vereinten Nationen für ein Moratorium gegen Abtreibung einsetzen. Der Initiator des Beschlusses, der katholische Philosoph und Präsident der Christdemokratischen Union (UDC), Rocco Buttiglione, sagte jetzt im Gespräch mit "Radio Vatikan", es gehe ihm vor allem um die Unterbindung von Zwangsabtreibungen in vielen Ländern des "Südens".

Wörtlich meinte Buttiglione: "Wir in den reichen Ländern des Westens, in Italien, in Deutschland, in Frankreich, in den USA streiten immer noch über 'Pro Choice' (Wahlfreiheit) gegen 'Pro Life' (Lebensschutz). Aber in der Zwischenzeit ist in der ganzen Welt eine andere Bewegung aufgekommen, die sich gegen die Wahlfreiheit der Frau und gegen das Leben des Kindes richtet, die sogenannte Zwangsabtreibung. In manchen Ländern dürfen Frauen kein zweites Kind bekommen. Die Abtreibung des zweiten Kindes ist quasi Gesetz und Frauen sind gezwungen, abzutreiben. Sollte es da nicht möglich sein, dass wir alle, ob wir 'Pro Life' oder 'Pro Choice' sind, uns darauf einigen, die Freiheit der Frau und das Leben des Kindes zugleich zu schützen?"


Für eine Hälfte der Menschheit zähle nicht die Auseinandersetzung zwischen "Pro Life" und "Pro Choice". Dort sei vielmehr der Kampf gegen die gewaltsame Anwendung der Staatsmacht gegen Frau und Kind zugleich das Thema. Deshalb sei die Initiative vorgelegt worden, die im italienischen Abgeordnetenhaus "transversale" Zustimmung (sowohl von Abgeordneten des Regierungslagers als auch der Opposition) gefunden habe, so der UDC-Präsident.

Um die geplante Resolution für ein Moratorium gegen Abtreibung bei den Vereinten Nationen durchzubringen, sei natürlich die Zustimmung vieler Staaten notwendig, betonte Buttiglione. Er halte sich derzeit in Warschau auf, um mit politischen Verantwortlichen zu sprechen, damit im polnischen Parlament eine ähnliche Resolution vorgeschlagen wird, berichtete der UDC-Präsident. Und natürlich wäre es "enorm wichtig", dass auch in Deutschland ähnlich vorgegangen wird. Er habe vor, in den nächsten Tagen Kontakt zu deutschen Abgeordneten aufzunehmen. Aber es sei auch wichtig, den Gedanken des Moratoriums im Europäischen Parlament durchzubringen. Wenn das Europäische Parlament eine entsprechende Resolution verabschiede, werde es für die Regierungen der 27 Mitgliedsstaaten schwierig sein, untätig zu bleiben.

Vor allem müsse die Idee des Moratoriums in den Parlamenten Lateinamerikas, Afrikas und Asiens diskutiert werden. Denn dort seien die Länder zu finden, in denen die Frauen am meisten unter dem Druck der Zwangsabtreibung zu leiden haben. Für das Anliegen des Moratoriums sei es auch wichtig, die Vereinigten Staaten dafür zu gewinnen. Es gebe Kontakte mit Mary Ann Glendon, der früheren US-Botschafterin beim Heiligen Stuhl. Präsident Obama habe dem Papst gesagt, er wolle die Zahl der Abtreibungen verringern. Die Moratoriums-Initiative "könnte gerade das sein, was Obama dem Papst versprochen hat".


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. US-Regierung unterstützt Forschung mit Gewebe von abgetriebenen Babys künftig nicht mehr
  2. USA: Republikanische Politiker wollen Abgabe von Abtreibungspillen strenger regulieren
  3. Katholische Bischöfe Schottlands verurteilen Pufferzonen-Gesetz für Abtreibungskliniken
  4. Nun läutet auch in Italien die erste Glocke „Stimme der ungeborenen Kinder“
  5. Menschenrecht auf Abtreibung?
  6. CDL: „EU-Parlament entscheidet ein weiteres Mal gegen das Recht auf Leben“
  7. Katholische Bischöfe zeigen sich besorgt vor Abtreibungs-Abstimmungen des EU-Parlaments
  8. ‚Jede Frau ist stark genug‘, um sich nach einer Vergewaltigung für ihr Baby zu entscheiden
  9. US-Arzt gibt Freundin im Schlaf Abtreibungspillen, Baby stirbt
  10. Abtreibungszentrum von Planned Parenthood in Manhattan geschlossen






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  6. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  7. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  8. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  9. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  10. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  11. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  12. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  13. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  14. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  15. "Ich glaube, dass Gott das erste Selfie geschossen hat.“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz