30 April 2009, 19:13
Ägypten lässt alle Schweine der koptischen Christen schlachten
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Islam'
Vor allem die radikal-islamische Muslimbruderschaft hatte unter dem Deckmantel der "Schweinegrippe" gegen die ägyptischen Schweine mobil gemacht

Kairo (kath.net/inn)
Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak lässt alle 350.000 Schweine in dem arabischen Land schlachten. Dies sei als Maßnahme gegen die Schweinegrippe notwendig, hieß es am Mittwochabend. Die Massenschlachtung begann am Donnerstag.

Wie die Deutsche Presseagentur meldet, ignoriert die ägyptische Führung bei der Anordnung die Erkenntnisse von Fachleuten. Diese sehen derzeit keine Anzeichen für eine Übertragung des Grippevirus vom Schwein auf den Menschen. Der ägyptische Landwirtschaftsminister Amin Abasa sagte der Zeitung "Al-Masri al-Jom", in Ägypten wolle man besonders vorsichtig sein - auch wenn die meisten anderen Staaten nicht derart radikal vorgingen. "

Werbung
syrien1


Außerdem ist dies eine gute Gelegenheit, um die Schweinezucht-Betriebe aus den Wohnsiedlungen in Gebiete zu verlegen, in denen keine Menschen wohnen."

Die Schweinezüchter sollen keine Entschädigung vom Staat erhalten. Dies wird damit begründet, dass das Fleisch der geschlachteten Tiere zum Verzehr freigegeben werde.

Muslimbruderschaft hetzte gegen Schweine

Dem Bericht zufolge hat vor allem die radikal-islamische Muslimbruderschaft gegen die ägyptischen Schweine mobil gemacht. Sie sehe in der Schweinegrippe, an der bislang kein Ägypter erkrankt ist, eine Chance, die Schweine der koptischen Christen loszuwerden.

Im Islam gilt das Schwein als unreines Tier, dessen Fleisch man nicht verzehren soll.

Laut ägyptischen Medienberichten kam es bereits zu ersten Zusammenstößen zwischen Schlachtern, die der Staat geschickt hatte, und Schweinezüchtern. Zwischenfälle hätten sich im Viertel der christlichen Müllsammler in Kairo und in einer Ortschaft in der Provinz Kaljubia zugetragen.

Dabei seien Steine und Flaschen geflogen. Die Müllsammler geben den Schweinen den organischen Abfall zu fressen, den sie aus Haushalten in der ägyptischen Hauptstadt zusammentragen.



Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!











Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben


 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Vatikan bestätigt Wucherpfennig als Frankfurter Hochschulrektor (65)

Opfer sagt, er musste sich vor Bischof Janssen nackt ausziehen (43)

Die Mächte der Finsternis (43)

Du sollst nicht falsch aussagen gegen deinen Nächsten (39)

'Auf ihrer rechten Hand oder ihrer Stirn ein Kennzeichen anzubringen' (34)

"Kirche muss sich sagen lassen, dass sie eine Täterorganisation ist" (34)

Italiens Bischöfe wollen Vaterunser-Bitte ändern (30)

NEU! - kath.net-WhatsApp-Newsletter - NEWS und MISSION (26)

Wucherpfennig: 'Ich habe nicht widerrufen' (20)

„Bischöfe scheinen wie gelähmt, das Oberhaupt packt nicht wirklich an“ (19)

Agatha Christies Beitrag zur Rettung der Tridentinischen Messe (19)

McCarrick-Skandal: US-Bischöfe wagen keine Forderung an Vatikan (19)

Niemand braucht einen esoterischen Sinnstifterverein und Sozialkonzern (17)

Neues Buch stellt Viganòs Memorandum als Angriff auf Franziskus dar (17)

Viganò: „Seid mutige Hirten und keine ängstlichen Schafe!“ (13)