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Ägypten lässt alle Schweine der koptischen Christen schlachten

30. April 2009 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Vor allem die radikal-islamische Muslimbruderschaft hatte unter dem Deckmantel der "Schweinegrippe" gegen die ägyptischen Schweine mobil gemacht


Kairo (kath.net/inn)
Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak lässt alle 350.000 Schweine in dem arabischen Land schlachten. Dies sei als Maßnahme gegen die Schweinegrippe notwendig, hieß es am Mittwochabend. Die Massenschlachtung begann am Donnerstag.

Wie die Deutsche Presseagentur meldet, ignoriert die ägyptische Führung bei der Anordnung die Erkenntnisse von Fachleuten. Diese sehen derzeit keine Anzeichen für eine Übertragung des Grippevirus vom Schwein auf den Menschen. Der ägyptische Landwirtschaftsminister Amin Abasa sagte der Zeitung "Al-Masri al-Jom", in Ägypten wolle man besonders vorsichtig sein - auch wenn die meisten anderen Staaten nicht derart radikal vorgingen. "


Außerdem ist dies eine gute Gelegenheit, um die Schweinezucht-Betriebe aus den Wohnsiedlungen in Gebiete zu verlegen, in denen keine Menschen wohnen."

Die Schweinezüchter sollen keine Entschädigung vom Staat erhalten. Dies wird damit begründet, dass das Fleisch der geschlachteten Tiere zum Verzehr freigegeben werde.

Muslimbruderschaft hetzte gegen Schweine

Dem Bericht zufolge hat vor allem die radikal-islamische Muslimbruderschaft gegen die ägyptischen Schweine mobil gemacht. Sie sehe in der Schweinegrippe, an der bislang kein Ägypter erkrankt ist, eine Chance, die Schweine der koptischen Christen loszuwerden.

Im Islam gilt das Schwein als unreines Tier, dessen Fleisch man nicht verzehren soll.

Laut ägyptischen Medienberichten kam es bereits zu ersten Zusammenstößen zwischen Schlachtern, die der Staat geschickt hatte, und Schweinezüchtern. Zwischenfälle hätten sich im Viertel der christlichen Müllsammler in Kairo und in einer Ortschaft in der Provinz Kaljubia zugetragen.

Dabei seien Steine und Flaschen geflogen. Die Müllsammler geben den Schweinen den organischen Abfall zu fressen, den sie aus Haushalten in der ägyptischen Hauptstadt zusammentragen.




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