Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  3. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  4. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  5. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  6. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  7. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  10. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  11. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. Leere der kirchlichen Lehre
  14. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  15. Maria, die Mutter des Friedens

Vatikan warnt vor neuen Formen des Rassismus

24. April 2009 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Eugenik im Gewand von selektiven Biotechnologien


Genf (kath.net/Zenit.org)
Trotz eines wachsenden Zusammenwachsens der Weltfamilie im Zeitalter der Globalisierung seien nach wie vor Formen des Rassismus festzustellen, betonte Erzbischof Silvano Tomasi, Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Einrichtungen der Vereinten Nationen in Genf, bei der Anti-Rassismus-Konferenz. Unter neuen Gestalten bleibe die „latente Versuchung“ bestehen, Rassismus durch die Eugenik zu versuchen, warnte der Nuntius.

Tomasi zeigte sich zufrieden über die Schlusserklärung der Anti-Rassismus-Konferenz: Es sei zwar „nicht perfekt", öffne aber den Weg für weitere Verhandlungen über einige Menschenrechtsthemen, die zum ersten Mal allgemein akzeptiert worden seien, so der Delegationsleiter des Heiligen Stuhls in seiner auf Englisch gehaltenen Auswertung der Nachfolgekonferenz von Durban.


„Wenn man weitermacht mit diesem guten Willen zu Verhandlungen, ohne sich auf bestimmte Vorurteile gegenüber dem einen oder anderen Staat einzulassen (oder auf Diskriminierungen der einen oder anderen religiösen Gruppe), dann kann man sicher die Bedingungen verbessern, um gegen jede Form von Rassismus zu kämpfen.“

Zugleich verlangte Erzbischof Tomasi mit Blick auf zukünftige Beratungen den Verzicht auf „besondere Formeln von Vorurteilen" gegenüber einzelnen Staaten. Ebenso wehrte er sich gegen jede Diskriminierung von Religionen. Nur so ließen sich die Bedingungen für den Kampf gegen Rassismus verbessern.

Die vorgezogene Abstimmung über das Schlussdokument habe „die Atmosphäre der Konferenz ein bisschen befreit", erklärte Tomasi. Er verurteile die Aussagen des iranischen Staatspräsidenten Ahmadinedschad als extremistisch und bekräftigte: „Sie tragen in keinster Weise zum Dialog bei und provozieren nur unannehmbare Konflikte, die man auf keinen Fall billigen oder teilen kann.“

Der Vertreter des Heiligen Stuhls warnte vor der Gefahr, durch immer mehr Anti-Terror-Programme anstatt Vertrauen und Sicherheit eher Misstrauen zu schüren und Menschen durch politische Maßnahmen auszugrenzen.

Den Glaubensgemeinschaften komme im Hinblick auf das für ein gesundes Miteinander so notwendige Klima der Versöhnung eine bedeutende Rolle zu, hob der Erzbischof hervor, der schließlich ein Vier-Schritte-Programm vorschlug, das zum Kampf gegen Rassismus und Intoleranz nötig sei. Dazu gehörten die Erziehung in ethischen und spirituellen Werten und die Aufwertung verletzlicher Gruppen. In einem dritten Schritt müssten konkrete Maßnahmen gegen Rassismus und Diskriminierung auf den Weg gebracht werden, und viertens dürfe es keine Aushebelung der landesweiten Gesetzgebung geben, die jeder Form von Benachteiligung offiziell einen Riegel vorschiebe, so Erzbischof Tomasi. „Nur so können alle Bürger am öffentlichen Leben in ihrem Land teilnehmen und dies auf der Basis von Gleichheit in Rechten und Pflichten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Der Petersdom feiert das 400-jährige Weihejubiläum: „Die Pfarrkirche der Welt“
  2. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  3. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  4. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  5. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  6. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  7. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“
  8. Norwegischer Bischof Varden: Der hl. Bernhard von Clairvaux „war und ist faszinierend“
  9. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  10. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. „Wenn mich jemand fragen würde, ob ich der Kirche vertraue…“
  4. Papst Leo XIV. spricht mit Erzbischof Gänswein
  5. Wie die Dominikaner auf den Hund kamen
  6. Lopatka: EU muss Religionsfreiheit weltweit stärker schützen
  7. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  8. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  9. COMECE veröffentlicht Positionspapier zur Frage der Löschung von Taufregistereinträgen
  10. Ein Schlag ins Gesicht: Wenn der Schutzengel zur Rüge greift
  11. Italiens Kirche nach weiterer Sterbehilfe-Legalisierung besorgt
  12. „Bruder, gib auf dich Acht!“ (Mt 18,15–20)
  13. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  14. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  15. US-Justizministerium verurteilt Ermittlungen des FBI gegen ‚radikal-traditionalistische Katholiken‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz