Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Besser keine Laienpredigt
  5. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  6. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  7. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  8. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  9. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  10. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  11. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  14. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  15. Gericht: HateAid Geschäftsführerinnen dürfen als ‚linkswoke Faschistende‘ bezeichnet werden

Vatikan warnt vor neuen Formen des Rassismus

24. April 2009 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Eugenik im Gewand von selektiven Biotechnologien


Genf (kath.net/Zenit.org)
Trotz eines wachsenden Zusammenwachsens der Weltfamilie im Zeitalter der Globalisierung seien nach wie vor Formen des Rassismus festzustellen, betonte Erzbischof Silvano Tomasi, Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Einrichtungen der Vereinten Nationen in Genf, bei der Anti-Rassismus-Konferenz. Unter neuen Gestalten bleibe die „latente Versuchung“ bestehen, Rassismus durch die Eugenik zu versuchen, warnte der Nuntius.

Tomasi zeigte sich zufrieden über die Schlusserklärung der Anti-Rassismus-Konferenz: Es sei zwar „nicht perfekt", öffne aber den Weg für weitere Verhandlungen über einige Menschenrechtsthemen, die zum ersten Mal allgemein akzeptiert worden seien, so der Delegationsleiter des Heiligen Stuhls in seiner auf Englisch gehaltenen Auswertung der Nachfolgekonferenz von Durban.


„Wenn man weitermacht mit diesem guten Willen zu Verhandlungen, ohne sich auf bestimmte Vorurteile gegenüber dem einen oder anderen Staat einzulassen (oder auf Diskriminierungen der einen oder anderen religiösen Gruppe), dann kann man sicher die Bedingungen verbessern, um gegen jede Form von Rassismus zu kämpfen.“

Zugleich verlangte Erzbischof Tomasi mit Blick auf zukünftige Beratungen den Verzicht auf „besondere Formeln von Vorurteilen" gegenüber einzelnen Staaten. Ebenso wehrte er sich gegen jede Diskriminierung von Religionen. Nur so ließen sich die Bedingungen für den Kampf gegen Rassismus verbessern.

Die vorgezogene Abstimmung über das Schlussdokument habe „die Atmosphäre der Konferenz ein bisschen befreit", erklärte Tomasi. Er verurteile die Aussagen des iranischen Staatspräsidenten Ahmadinedschad als extremistisch und bekräftigte: „Sie tragen in keinster Weise zum Dialog bei und provozieren nur unannehmbare Konflikte, die man auf keinen Fall billigen oder teilen kann.“

Der Vertreter des Heiligen Stuhls warnte vor der Gefahr, durch immer mehr Anti-Terror-Programme anstatt Vertrauen und Sicherheit eher Misstrauen zu schüren und Menschen durch politische Maßnahmen auszugrenzen.

Den Glaubensgemeinschaften komme im Hinblick auf das für ein gesundes Miteinander so notwendige Klima der Versöhnung eine bedeutende Rolle zu, hob der Erzbischof hervor, der schließlich ein Vier-Schritte-Programm vorschlug, das zum Kampf gegen Rassismus und Intoleranz nötig sei. Dazu gehörten die Erziehung in ethischen und spirituellen Werten und die Aufwertung verletzlicher Gruppen. In einem dritten Schritt müssten konkrete Maßnahmen gegen Rassismus und Diskriminierung auf den Weg gebracht werden, und viertens dürfe es keine Aushebelung der landesweiten Gesetzgebung geben, die jeder Form von Benachteiligung offiziell einen Riegel vorschiebe, so Erzbischof Tomasi. „Nur so können alle Bürger am öffentlichen Leben in ihrem Land teilnehmen und dies auf der Basis von Gleichheit in Rechten und Pflichten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  2. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  3. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  4. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  5. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“
  6. Norwegischer Bischof Varden: Der hl. Bernhard von Clairvaux „war und ist faszinierend“
  7. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  8. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  9. Vatikan prüft Teilnahme an Trumps Friedens-Rat für Gaza
  10. Kurienerzbischof Gallagher: Leihmutterschaft ist eine „neue Form des Kolonialismus“






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  6. Besser keine Laienpredigt
  7. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  8. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  9. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  10. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  11. Vom Todesurteil zur Hoffnung: 'Irans geistliche Ketten werden brechen'
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  14. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  15. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz