25 März 2009, 06:00
Annuntiatio Domini
 
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Am 25. März, neun Monate vor Weihnachten, gedenken Christen der "Verkündigung des Herrn" durch den Erzengel Gabriel an Maria in Nazaret.

Nazaret (kath.net/kathpedia/IBA) Am 25. März, neun Monate vor Weihnachten, gedenken Christen der Verkündigung des Herrn durch den Erzengel Gabriel an Maria in Nazareth. Das täglich dreimalige Gebetsgedenken wird Angelus genannt. Das Fest ist eines der älteren Feste, da es als ursprünglich als reines Herrenfest gefeiert wurde. Im Orient war es seit 430 bekannt, im Okzident wurde es 692 durch Papst Sergius I. eingeführt.

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Seit der Liturgiereform 1969 hat es den Rang eines "Hochfestes" der Kath. Kirche. Das Fest wurde früher "Mariä Verkündigung", "In Annuntiatione B.M.V. (Beatae Mariae Virginis)", "Annuntiatio oder Conceptio Christi" (Ankündigung oder Empfängnis Christi) genannt, es findet sich in älteren Texten auch die Bezeichnung "Ancilla", dies bezieht sich auf
die Antwort Marias: "Ecce ancilla Domini, fiat mihi secundum verbum tuum." (Sieh, ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort.) Nach dem liturgischen Kalender des ordentlichen römischen Ritus ist es ein Herrenfest („Annuntiatio Domini“), im außerordentlichen Ritus ein Marienfest („Annuntiatio beatae Mariae virginis“).

Gemäß der Tradition ist der Ort der Verkündigung die Verkündigungsgrotte in der Verkündigungskirche in Nazareth. Im Mittelalter war an diesem Tag (25. März) der Beginn des bürgerlichen Jahres.

Lukas 1, 26-38:
26 Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret 27 zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. 28 Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. 29 Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.

30 Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. 31 Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. 32 Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. 33 Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben.

34 Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? 35 Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. 36 Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. 37 Denn für Gott ist nichts unmöglich.

38 Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.


Dieser Teil des Evangeliums gehört zu den so genannten „Kindheitsgeschichten“, die nur bei den Evangelisten Matthäus und Lukas vorkommen. Das Hochfest hat weihnachtlichen Charakter und unterbricht die österliche Bußzeit. So ist auch die liturgische Farbe an diesem Tag Weiß und nicht Violett.

Kathpedia: Verkündigung des Herrn

Foto: © Kathpedia

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