Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  2. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  3. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  4. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  5. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  6. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  7. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  8. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  9. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  10. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  11. Zwei Formen - ein Ritus
  12. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil
  13. Sozialethiker Rhonheimer: Nicht der Kapitalismus verursacht Armut
  14. Amnesty International stuft englische kath. Bischofskonferenz als „gegen [Menschen]-Rechte“ ein!
  15. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst

Wenn Medien die Lehre der Kirche als 'kleine Sensation' verkaufen

23. März 2009 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst Benedikt hatte bei einer Rede an Politiker auch über Abtreibung gesprochen - Der Vatikan klärte nach einigen medialen Falschberichten Journalisten über die Lehre der Kirche auf


Vatikan (kath.net)
Vatikansprecher P. Federico Lombardi hat am Wochenende mehrere Medienberichte von westlichen Zeitungen richtiggestellt, in denen die Nachricht verbreitet wurde, dass der Papst angeblich auch gegen eine Abtreibung sei, wenn das Leben der Mutter bedroht wäre. Benedikt hatte bei einer Rede am Freitag Abend in Luanda vor angolanischen Politikern kurz auch das Thema Abtreibung erwähnt. Wörtlich sagte der Papst: "Wie bitter ist die Ironie derjenigen, die Abtreibungen zum Mittel der Pflege der Gesundheit der “Mütter” erheben wollen. Wie befremdlich ist die These, wonach die Unterdrückung des Lebens eine Frage von reproduktiver Gesundheit sei." (Italienisch: Quanto amara è l’ironia di coloro che promuovono l’aborto tra le cure della salute “materna”! Quanto sconcertante la tesi di coloro secondo i quali la soppressione della vita sarebbe una questione di salute riproduttiva (cfr Protocollo di Maputo, art. 14))

Lombardi erklärte, dass sich diese Aussage auf das Maputo-Protokoll, einer Ergänzung der Charta der Afrikanischen Union, bezog. In der Erklärung werden Regierungen aufgefordert, Frauen "das Recht auf Abtreibung" zu garantieren, wenn die Schwangerschaft durch Vergewaltigung oder Inzest zustandekam oder das Leben der Frau oder des Fötus bedroht sei. Der Vatikansprecher betonte auch: "Die katholische Kirche akzeptiert eine Abtreibung, wenn der Tod des Fötus nicht das Ziel ist, aber eine Folge einer medizinischen Behandlung der Mutter, um das Leben der Mutter zu retten." Diese "indirekte Abtreibung" wurde übrigens von Kirche immer toleriert, auch wenn eine österreichische Gratiszeitung das jetzt als "Kleine Sensation im Vatikan" verkaufen wollte.


So spricht der Katechesmus im Kapitel 2271 wörtlich: "Eine direkte, das heißt eine als Ziel oder Mittel gewollte, Abtreibung stellt ein schweres Vergehen gegen das sittliche Gesetz dar".

Im Lexikon der christlichen Moral" schreib Karl Hörmann: "Von der direkten ist die indirekte A. zu unterscheiden: eine Maßnahme, durch die der Abgang der Leibesfrucht hervorgerufen wird, ohne daß man ihn beabsichtigt, und anderseits sich eine sonstige Wirkung einstellt, die man erreichen will. Ein solches Tun kann, wenn es auf eine entsprechend wichtige gute Wirkung ausgerichtet ist, sittl. erlaubt sein (Handlung mit zweierlei Wirkung), nämlich dann, wenn eine schwere Gefahr für die Mutter anders nicht behoben werden und man nicht bis nach der Geburt zuwarten kann (vgl. Pius XII., UG 1111).

So wäre es etwa gerechtfertigt, bei lebensgefährl. Blutungen der Gebärmutter ein Medikament zu verabreichen, das ein Zusammenziehen der Gebärmutter und dadurch ein Verschließen der Blutgefäße, zugleich aber, ohne daß es beabsichtigt wird, die Ausstoßung der Leibesfrucht bewirkt. Eine zur Lebensrettung notwendige Krebsoperation an der Gebärmutter einer Schwangeren darf durchgeführt werden, obwohl die Leibesfrucht dabei den Tod findet.

Sonstige zur Lebensrettung notwendige Operationen dürfen ebenfalls vorgenommen werden, wenn auch die Leibesfrucht dadurch mehr oder minder gefährdet wird. - Die Leibesfrucht wird ektopisch genannt, wenn sie sich nicht in der Gebärmutter, sondern an einer anderen Stelle im Mutterleib (Eierstock, Eileiter, Bauchhöhle) befindet und dort heranreift (foetus extrauterinus, ectopicus).

Die Gefahr, die dadurch für die Mutter entsteht, dürfte man nicht dadurch beseitigen wollen, daß man die ektopische Frucht absichtl. vernichtet, vielmehr sollte man das Mögliche zu ihrer Rettung tun. Gegen einen notwendig werdenden Bauchschnitt (Laparotomie), bei dem man sich durch geeignete Vorkehrungen ernstl. bemüht, das Leben nicht nur der Mutter, sondern auch der Frucht nach Möglichkeit zu retten, ist nichts einzuwenden (vgl. D 3338 3358). Solche Früchte schaffen immer eine schwere Gefahr für die Mutter, da sich die betreffende Körperstelle abnormal entwickelt und es an ihr früher oder später zu lebensbedrohenden Blutungen kommt.

Gegen diese krankhafte Entwicklung Maßnahmen (z.B. Unterbindung der Blutzufuhr zur Gefahrenstelle, Entfernung entarteter Teile) zu treffen und innerhalb ihrer den unbeabsichtigten Tod der Leibesfrucht mit in Kauf zu nehmen, ist sittl. zulässig. -

Wenn menschl. Keimzellen außerhalb des Mutterleibes (im Reagenzglas) eperimentell vereinigt werden und der Experimentierende das so entstandene menschl. Leben zwar nicht töten will, aber voraussieht, daß es in Kürze zugrundegehen wird, ist zu fragen, ob die Gründe, die ihn bewegen, dazu ausreichen, solche indirekte Tötung menschl. Lebens zu rechtfertigen.

Kathpedia: Abtreibung




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  2. ‚Marsch fürs Läbe‘: Organisatoren beharren auf Kundgebung in der Zürcher Innenstadt
  3. Knappe Mehrheit der US-Amerikaner für Abtreibung nur in wenigen Ausnahmen
  4. Erbprinz Alois von Liechtenstein kündigt Veto gegen mögliche Fristenregelung an
  5. Gallup Umfrage: Mehr Amerikaner sehen Abtreibungen als moralisch nicht akzeptabel
  6. Abtreibung mit Holocaust verglichen? Geistlicher vom Religionsunterricht freigestellt
  7. Pensionierter Pastor in Nordirland nach Predigt in Schutzzone um Abtreibungsklinik verurteilt
  8. Fluglinie zahlt Stewardess fast eine Million Dollar nach Kündigung wegen pro-life-Ansichten
  9. Weniger Zeit zum Nachdenken, höherer Druck – was die Abtreibungszahlen aussagen
  10. ALfA: Antrag zur „Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen“ verfehlt wirkliche Hilfe für Frauen






Top-15

meist-gelesen

  1. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  2. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  3. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  4. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  5. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  6. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  7. Eklat in Regensburger Basilika St. Emmeram: Schweizer Popsängerin dreht heimlich frivoles Musikvideo
  8. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  9. Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente: „Ich bete jeden Tag, aber nicht für den Sieg“
  10. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  11. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  12. Glaube & Sex vs. Vernunft & Geld?
  13. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  14. Amnesty International stuft englische kath. Bischofskonferenz als „gegen [Menschen]-Rechte“ ein!
  15. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz