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Das katholische 'et – et’

16. Oktober 2008 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Österreichische Bibelwissenschaftler Michael Waldstein: Bibel ist nicht einfach ein Buch, das als Ganzes vom Himmel gefallen ist, sondern ist ein Zeugnis der verschiedenen Zeiten, der Geschichte Israels und dann der frühen Geschichte der Kirche


Vatikan (kath.net/RV)
Der österreichische Bibelwissenschaftler Michael Waldstein hat das Plädoyer des Papstes für das Miteinander von Forschung und geistlicher Bibellektüre gewürdigt. Die Wortmeldung Benedikts XVI. gebe den Geist der Versammlung wieder, sagte der Experte bei der Weltbischofssynode gegenüber Radio Vatikan: „Er hat Dei Verbum zusammengefasst, einen Passus, in dem schon beim Konzil gesagt wurde, es braucht einerseits die historisch-kritische Exegese, andererseits ein Lesen der Schrift als Ganzes in der Tradition. Der Papst hat das aber vertieft – auf seine einmalige Weise. Er hat damit bestätigt, was auch verschiedene Synodenväter schon vorher gesagt haben. – Ein starker Eindruck, den ich von der Synode habe, ist die Balance, das katholische ,und; et – et’.


Die Synode geht nicht in eine extreme Richtung, sie ist gleichweit entfernt von Fundamentalismus und einer atheistischen Geschichtsschreibung. Der Papst hat dieses Element verstärkt. Ich glaube, das war sein Ziel bei dieser ungewöhnlichen, kurzen Ansprache. Es ist ja nicht vorgesehen, dass der Papst eine solche Ansprache hält.”

Als „völlig falsch” bezeichnet es Waldstein, die so genannte historisch-kritische Methode der Bibelauslegung abzulehnen und nicht zu beachten. „Eine der Früchte ist, dass man sieht, dass die Bibel ein Zeugnis einer lebendigen Tradition ist. Sie ist nicht einfach ein Buch, das als Ganzes vom Himmel gefallen ist, sondern ist ein Zeugnis der verschiedenen Zeiten, der Geschichte Israels und dann der frühen Geschichte der Kirche. Tradition und Schrift sind in der Schrift selbst verbunden.”


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