Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. Der anderskatholische Papstkritiker
  5. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  6. Bätzing gegen Papst Leo
  7. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  8. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  9. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  10. „Wir werden erwartet“
  11. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  12. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  13. Drei Stunden im Fegefeuer
  14. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  15. ‚Entschuldigung, aber … was?‘

Benedikt XVI.: Humanae vitae nach wie vor aktuell

4. Oktober 2008 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst: "Die technisch-künstliche Empfängnisregelung erscheine oft als die leichteste Lösung. Sie verberge jedoch in Wirklichkeit die Grundfrage nach dem Sinn der menschlichen Sexualität und der Notwendigkeit einer verantwortlichen Beherrschung"


Rom (kath.net/Zenit.org)
Das Päpstliche Institut für Ehe und Familie „Johannes Paul II.“ veranstaltet am Freitag und am Samstag anlässlich des 40. Jahrestages der Veröffentlichung der Enzyklika Humanae vitae einen internationalen Kongress. Die Tagung, die in Zusammenarbeit mit der Katholischen Universität vom Heiligen Kreuz organisiert worden ist, beleuchtet die Aktualität der Enzyklika und inwiefern sie „prophetisch“ genannt werden kann.

Papst Benedikt XVI. übersandte den Kongressteilnehmern eine Botschaft, die der Heilige Stuhl heute veröffentlichte. In dem Schreiben betont der Heilige Vater, dass die Eheleute, die das Geschenk der Liebe empfangen hätten, dazu berufen seien, sich ihrerseits einander vorbehaltlos zu schenken. Nur auf diese Weise seien die den Eheleuten vorbehaltenen Akte wahre Akte der Liebe, die eine echte personale Gemeinschaft bilde.

Die Kirche wolle die Schönheit der ehelichen Liebe in ihrem natürlichen Offenbarwerden erhellen und verteidigen, bekräftigt der Papst. Nur die Augen des Herzen könnten die Erfordernisse einer großen Liebe erfassen, die fähig sei, die Totalität des Menschseins auszuschöpfen.

Die Möglichkeit, neues menschliches Leben zu zeugen, gehöre zur ganzheitlichen Selbstschenkung der Eheleute. Eheliche Liebe teile sich durch die Zeugung von Kindern mit und sei dadurch nicht nur der Liebe Gottes ähnlich, sondern ein Teil von ihr.


Benedikt XVI. erläutert mit einem Zitat aus der Enzyklika „Humanae vitae“ (vgl. Nr. 17) den wesentlichen Kern der Lehre Papst Pauls VI.: „Will man nicht den Dienst an der Weitergabe des Lebens menschlicher Willkür überlassen, dann muss man für die Verfügungsmacht des Menschen über den eigenen Körper und seine natürlichen Funktionen unüberschreitbare Grenzen anerkennen, die von niemand, sei es Privatperson oder öffentliche Autorität, verletzt werden dürfen.“

Johannes Paul II. habe diese Lehre aufgenommen und ihr anthropologisches und moralischen Fundament erhellt. In diesem Licht seien Kinder nicht mehr Gegenstand von menschlicher Planung, sondern als eine wahre Gabe anerkannt, die in einer Haltung verantwortlicher Großherzigkeit Gott gegenüber anzunehmen sei.

Andererseits könne es im Leben von Ehepaaren zu schwierigen Situationen kommen, in denen es ratsam sein könne, die Abstände zwischen den Geburten der Kinder zu vergrößern oder diese gar auszusetzen. Dann werde die Kenntnis der natürlichen Fruchtbarkeitsrhythmen der Frau für das Leben der Eheleute wichtig.

Eine natürliche Regelung der Empfängnis gestatte es dem Menschen, das zu verwalten, was der Schöpfer in seiner Weisheit in die Natur des Menschen eingeschrieben habe, ohne den unversehrten Sinn der sexuellen Hingabe zu stören. Dies erfordere eine leibliche Reife, die nicht unmittelbar sei, sondern einen Dialog und ein gegenseitiges Aufeinanderhören mit sich bringe sowie eine einzigartige Beherrschung des Sexualtriebs. Dies sei ein Weg, um in der Tugend zu wachsen, hob der Heilige Vater hervor.

Benedikt XVI. dankt in diesem Zusammenhang der Katholischen Universität „Sacro Cuore“ für ihre Zusammenarbeit mit dem Institut „Paolo VI.“, einem Forschungsinstitut zur menschliche Fruchtbarkeit und Unfruchtbarkeit sowie für eine verantwortliche Fortpflanzung (ISI).

Heute könne der Mensch „dank des Fortschritts der biologischen und medizinischen Wissenschaften über immer wirksamere therapeutische Mittel verfügen, aber er kann auch neue Macht erwerben, mit unvorhersehbaren Folgen für das menschliche Leben an seinem Beginn selbst und in seinen ersten Stadien“ (Instruktion Donum vitae, 1). In dieser Perspektive hätten sich „viele Forscher im Kampf gegen die Sterilität eingesetzt. Einige sind, unter vollständiger Wahrung der Würde der menschlichen Fortpflanzung, zu Ergebnissen gelangt, die vorher unerreichbar schienen. Die Wissenschaftler müssen also ermutigt werden, mit ihren Forschungen fortzufahren, um den Ursachen der Sterilität vorzubeugen und ihnen abhelfen zu können, so dass die unfruchtbaren Ehepaare in Achtung ihrer personalen Würde und der des Ungeborenen zur Fortpflanzung gelangen“ (Donum vitae, 8). Darin bestehe das Ziel des Instituts „Paolo VI“.

Benedikt XVI. stellt anschließend die Frage, warum es die Welt und auch viele Gläubige heute so schwer finden, die Botschaft der Kirche zu verstehen, die die Schönheit der ehelichen Liebe in ihrem natürlichen Offenbarwerden erhelle und verteidige.

Die technisch-künstliche Empfängnisregelung erscheine oft als die leichteste Lösung. Sie verberge jedoch in Wirklichkeit die Grundfrage nach dem Sinn der menschlichen Sexualität und der Notwendigkeit einer verantwortlichen Beherrschung, damit deren Ausübung Ausdruck der personalen Liebe werden könne. Technik allein könne die Reifung der Freiheit nicht ersetzen, wenn die Liebe im Spiel sei. „Nur die Augen des Herzen können die Erfordernisse einer großen Liebe erfassen, die fähig ist, die Totalität des Menschseins zu erschöpfen.“

Aufgabe der Kirche sei es, den Ehepaaren so zu helfen, dass sie mit dem Herzen den wunderbaren Plan verstünden, den Gott in den Leib des Menschen eingeschrieben habe.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Benedikt XVI.

  1. "Derselbe Polarstern"
  2. Namhafter anglikanischer Kanoniker wird katholisch, beeinflusst durch Kard. Newman und Benedikt XVI.
  3. Il Giornale: Benedikt XVI. hatte ‚große Besorgnis‘ wegen des Synodalen Wegs
  4. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  5. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  6. Kardinal Kasper erinnert sich wertschätzend an Benedikt XVI./Ratzinger - „Kennen uns seit 1963“
  7. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  8. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  9. Papst Leo verlieh Ratzingerpreis an den Stardirigenten Riccardo Muti
  10. "Unsere Liebe Frau von Guadalupe" ist "Mutter und Stern der Evangelisierung in Amerika"







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen
  3. Der unbekannte Bekannte: St. Martin
  4. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  5. Allerheiligen oder Heilige für alle?
  6. Schmunzelnder Papst scherzt mit Basketballern seiner früheren Uni
  7. „Die Heiligen sind keine kleine Gruppe Auserwählter, sondern eine unzählige Schar“
  8. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  9. NGO nach Massaker an Christen in Äthiopien: "Welt darf nicht wegsehen"
  10. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  11. Karmelitinnen in Pennsylvania bauen von Hand ein Kloster für 1.000 Jahre
  12. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  13. „Wir werden erwartet“
  14. Leo XIV. drängt auf internationale Regeln für Künstliche Intelligenz
  15. Leo: „Auch wir, die wir unser Leben dem Herrn geschenkt haben, müssen uns fragen, wo unser Herz ist“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz