17 September 2008, 13:15
Eine Marienerscheinung im Stephansdom
 
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Ivan Dragicevic aus Medjugorje sprach am Dienstag vor tausenden Menschen beim Friedensgebet im Wiener Stephansdom - Nach dem Zeugnis hatte er im Stephansdom eine Erscheinung KathTube: Das Zeugnis zum Anhören

Wien (kath.net/mc) Der Wiener Stephansdom war bis auf den letzten Platz gefüllt, auch in den Gängen standen die Mitfeiernden. Sie warteten am Dienstag nachmittags beim Friedensgebet „Message for you“ vor allem auf das Zeugnis eines Gastes: Ivan Dragicevic, der aus Medjugorje stammt und seit knapp 27 Jahren täglich eine besondere Begegnung mit der Gottesmutter erfährt.

Um 16 Uhr begann das Programm im Dom mit dem „Engel des Herrn“. Christian Stelzer, Gründer der "Oase des Friedens“, führte durch den Abend. Er gab eine kurze Einführung zu Ort und Geschehen von Medjugorje und verlas einige Botschaften zum Thema Frieden.

Musikalisch umrahmt wurden die Zeugnisse zweier Männer, die ihre Erfahrungen mit dem Ort mitteilten. Alfred Ofner, Bezirksfeuerwehrkommandant in Baden, berichtete von seiner Heilung in der Kirche von Medjugorje. Er hatte nicht für sich, sondern für seine an Brustkrebs erkrankte Schwester diese Wallfahrt unternommen. Die Lähmung und die Schmerzen seiner Hand, die ihn arbeitsunfähig gemacht hatten, sind praktisch verschwunden – am Röntgenbild sind die Symptome allerdings nach wie vor vorhanden.

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Bruder Michele von der Gemeinschaft „Maria Königin des Friedens“ erzählt seinen langen Weg aus der Krise von „Sex, Drogen und Rockmusik“. Ein Kaplan hatte ihm und anderen eine Fahrt nach Medjugorje bezahlt, wo er sich in einem Augenblick von Gott geliebt wusste. „Ich wusste es, mit Gefühl hatte das nichts zu tun.“

Um 17 Uhr kam Ivan Dragicevic, der in einer der vorderen Reihen gesessen hatte, in den Altarraum und sagte: „Wir sind gekommen, um Jesus zu begegnen, und um bei der Mutter Schutz und Geborgenheit zu finden.“ Ausführlich beschreibt er die ersten zwei Tage, den 24. und 25. Juni 1981, als er zum ersten Mal die „Gospa“ (kroatisch für Gottesmutter) sah.

Er schildert sich als schüchternen, religiös nur mäßig interessierten Sechzehnjährigen, der zunächst nur Angst hatte. Und heute gebe es keinen Tag in all den 27 Jahren, an dem er sich nicht frage: „Warum gerade ich? Gab es niemand besseren?“ Er will nicht als Heiliger angesehen werden, sondern als Mensch, der sich täglich bemüht, immer besser zu werden. Auch seine Bekehrung sei ein Prozess gewesen und sei es noch, ein Programm für sein tägliches Leben.

„Sie hat mich in ihre Schule eingeschrieben. Ich bemühe mich, ein guter Schüler zu sein und meine Hausübungen gut zu machen, für mich und meine Familie.“

Jeden Tag um 18.40 begegnet Ivan der Gottesmutter. „Ich sehe sie, wie ich euch sehe, ich spreche mit ihr, wie ich mit euch spreche.“ Diese besonderen Treffen dauern etwa fünf bis zehn Minuten, manchmal auch länger. „Es ist nicht leicht, mich nachher wieder zurecht zu finden in der Welt. Ich brauche etwa zwei Stunden. Wenn ihr die Gospa auch nur für eine Sekunde sehen könntet, ich weiß nicht, ob euer Leben für euch noch interessant wäre.“

Die Botschaft ist seit 27 Jahren die gleiche: Friede zwischen Gott und den Menschen, im Herzen und zwischen den Menschen durch Bekehrung, Gebet mit dem Herzen, Buße und Fasten, Glaube, Liebe, Vergebung, Bibel und Eucharistie. „Unsere müde Welt, die müden Familien, die müde Kirche brauchen Frieden. Die Mutter möchte uns helfen, trösten, ermutigen, uns die Hand geben und zum Frieden führen, der nur bei ihrem Sohn Jesus ist.“

Nur durch das Gebet kann die Welt geistlich gesunden. Durch das Gebet in den Familien (ein Schwerpunkt Ivans) können die Familien heilen und von ihnen aus auch die Kirche und die Welt. „Entscheidet euch für das Gute und kämpft gegen die Sünde“, ist das geistliche Heilmittel.

Zwar hat die Kirche alle diese Heilmittel schon und weiß alles, was zu tun ist. „Aber lebt ihr es“, habe Maria gefragt angesichts einiger Kritik, warum sie so lang und so oft dasselbe und zudem nichts „Neues“ sage. „Sie ist eine Mutter, die alles wiederholen muss, damit die Kinder es lernen.“

„Sie will uns nicht Angst machen, uns nicht kritisieren, spricht nicht über ein Ende der Welt oder ein zweites Kommen Jesu.“ Sie sagt: „Die Menschheit hat Zukunft, unter einer Bedingung: Dass sie Gott auf den ersten Platz stellt in ihrem Leben, das auf Erden nur eine Pilgerreise ist.“

Eindringlich fordert sie die Priester auf, Gebetsgruppen in den Pfarren zu gründen und die Anbetung zu fördern. Wer besser beten wolle, soll mehr beten: “Besser Beten ist eine Gnade, die Gott denen schenkt, die mehr beten“, denn dies liege in der eigenen Entscheidung. „Entscheiden wir uns für Gott, denn nur in ihm ist der einzige und wahre Friede“, schließt Ivan Dragicevic sein rund einstündiges Zeugnis.

Es folgte das gemeinsame Gebet des freudenreichen Rosenkranzes, danach – kurz vor 18.40 - stand Ivan wieder von seiner Bank auf und kniete vor dem Altar. Während seiner Begegnung mit der Gottesmutter war es im Dom still, etwa für zehn Minuten. Danach begann die heilige Messe, der Missio-Nationaldirektor Leo-M. Maasburg vorstand; etwa 20 Priester konzelebrierten.





„Gott hat mich nicht dazu berufen, Erfolg zu haben, sondern dazu, treu zu sein“, zitierte Maasburg, langjähriger Reisebegleiter von Mutter Teresa, die Selige von Kalkutta. Außerdem betonte er das Gefühl der Dankbarkeit und der Stärkung angesichts des Geschenkes einer solchen Feier.

Nach dem Auszug berichtet Ivan über seine Begegnung mit der Gospa im Dom, „soweit armselige Worte es erlauben“, die die Schönheit des Geschauten nur unzureichend wiedergeben können. Während der Begegnung „sehe ich nichts mehr um mich herum, spüre weder Zeit noch Raum.





Die Mutter war freudig und froh und grüßte uns mit ‚Gelobt sei Jesus’. Dann betete sie mit ausgebreiteten Händen längere Zeit für alle, ganz besonders für die Kranken. Sie segnete uns und die mitgebrachten Gegenstände.“ Danach wiederholte Ivan ihre Botschaft für die Anwesenden: Dass sie sich mit uns freue, uns einlade, die Botschaften zu leben. „Liebe Kinder, mit euch möchte ich meine Pläne erfüllen. Betet mit mir für den Frieden in den Familien.“

Nach einem Vaterunser, einem Ehre sei dem Vater und einem kurzen persönlichen Gespräch mit Ivan habe sie sich wieder entfernt. Der Zeuge von Medjugorje bedankte sich schließlich für den Abend mit dem Wunsch, dass der gute Same aufgehe und er im Gebet mit den Anwesenden verbunden bleibe. Ab etwa 20.10 fand eine Eucharistische Anbetung statt; Gelegenheit zur Beichte hatten die Gläubigen schon während der gesamten Feier.





Foto: (c) medjugorje.de

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