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Priester als Fernsehstar in islamischer Welt

11. August 2008 in Chronik, 1 Lesermeinung
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Warum Zakaria Botros bei muslimischen Zusehern beliebt und bei islamischen Gelehrten gefürchtet ist.


Kairo (kath.net) Der koptische Priester Zakaria Botros wurde von der arabischen Zeitung al-Insan al-Jadid als „Staatsfeind Nummer 1 des Islam“ bezeichnet, wie die National Review online berichtet. Denn er tritt regelmäßig im arabischen Fernsehsender „al-Hayat“ auf, um kontroversielle Themen islamischer Theologie zu diskutieren. Mit dem Koran und der islamischen Tradition ist er bestens vertraut.

Seine Tätigkeit bewirkt heimliche Massenbekehrungen von Muslimen zum Christentum. Von den rund sechs Millionen jährlichen Konvertiten weltweit wurden viele von Zakaria Botros überzeugt. TV und Internet machen es möglich: Aus der gesamten islamischen Welt, auch aus Saudi Arabien, rufen Interessierte in Botros’ arabischsprachiger Fernsehshow an.


Jede Sendung hat ein Thema, meist als Frage formuliert (z.B.: „Sind Frauen im Islam weniger wert als Männer?“). Als Antwort zitiert Botros penibel genau aus Koran, Hadith (Prophetenaussprüche) und Ulema, Aussprüche prominenter muslimischer Theologen durch die Geschichte bis heute. Das Ergebnis ist meist nicht zur Freude islamischer Autoritäten. Doch lädt Botros immer die Gelehrten ein, ihn mit „evidenten Beweisen“ aus der Überlieferung zu widerlegen. Dass dies oft nicht gelingt, macht den koptischen Priester in den Augen seiner muslimischen Zuseher umso anziehender.

Botros bringt Fragen auf, die den Gelehrten unangenehm sind. Etwa die Überlieferung, dass Frauen fremde Männer „stillen“ sollen, mit denen sie länger Zeit verbringen, oder dass Männer mit weiblichen Gefangenen schlafen dürfen. Die Antworten der Autoritäten sind ausweichend, manchmal bestätigend, manchmal aggressiv gegen Botros gerichtet.

Zakaria Botros’ Ziel ist ein pastorales, kein politisches. Oft beginnt und endet er seine Sendung mit der Aussage, dass er alle Muslime als Mitmenschen liebt und sie zur Wahrheit führen will. Er zitiert die Bibel und lädt alle ein, zu Christus zu kommen. Er will Muslimen nicht westlichen Säkularismus bringen, sondern christliche Spiritualität. Darum ist er so erfolgreich.


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Lesermeinungen

 julifix 27. Juni 2012 

Dank sei Gott dem Herrn...

für Priester wie Zakaria Botros. Herr, Dank sei Dir für die Erhörung unserer Gebete und die Gnade der Umkehr muslimischer Schwestern und Brüder. Maria schütze Vater Botros - Amen.


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