Login




oder neu registrieren?
Aktuelles Chronik Deutschland Österreich Schweiz Kommentar Interview Weltkirche
Prolife Familie Jugend Spirituelles Kultur Buchtipp Reise English

Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-10

meist-kommentiert

  1. Kommt Corona-Impfpflicht?
  2. kfd: Maiandacht mit der Pachamama
  3. Gegen Anordnung des Bistums: Kommunion in Metalldose zum Mitnehmen
  4. Der grosse Betrug
  5. Kardinal Koch möchte Versöhnung von Alter und Neuer Messe
  6. Berlin: Muslime beten erstmals in evangelischer Kirche
  7. Papst Franziskus in Geldnot!
  8. Österreichische Bischöfe bitten im Corona-Hirtenwort um Entschuldigung
  9. Liturgieprofessoren schlagen Benediktion Homosexueller vor
  10. Corona-Ausbruch in Frankfurter Baptistengemeinde

Die große Wallfahrt nach Levoca

5. Juli 2008 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal Schönborn feiert Messe bei größter slowakischer Wallfahrt - Hunderttausende Gläubige werden am Sonntag zur traditionellen Pilgerfahrt in Levoca erwartet.


Pressburg (www.kath.net/PEW) Kardinal Christoph Schönborn leitet am Sonntag, 6. Juli, um 10 Uhr den Abschlussgottesdienst der diesjährigen Wallfahrt nach Levoca in der Slowakei. Die Marienwallfahrt auf den Marienberg oberhalb der Stadt ist die größte Wallfahrt der Slowakei. Jährlich kommen Anfang Juli hunderttausende Gläubige in den ostslowakischen Pilgerort, der in einer Reihe mit den bedeutendsten europäischen Marienwallfahrtsorten Lourdes, Fatima, Mariazell, Loreto und Tschenstochau zu nennen ist.

Den großen Wallfahrtsgottesdienst wird Kardinal Schönborn gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Slowakischen Bischofskonferenz, Bischof Frantisek Tondra, feiern. Der heutige Diözesanbischof von Spis (Zips) war in den Jahren vor der „Wende“ Pfarrer in Levoca. Gemeinsam mit dem Wiener Erzbischof wird als Zeichen der mitteleuropäischen Verbundenheit der Marienorte auch eine Delegation aus dem niederösterreichischen Wallfahrtsort Kleinmariazell mit Diakon Prof.Franz Eckert an der Spitze in die Slowakei pilgern. Bischof Tondra hatte Kleinmariazell zuletzt im November aus Anlass der Erhebung der Wallfahrtskirche zur „Basilica Minor“ besucht.

Bereits seit dem 29. Juni haben sich Wallfahrer in Levoca gesammelt. Weitere Gottesdienste leiten am Samstag und Sonntag auch der Bischof von Leiria-Fatima, Antonio Marto, der Metropolit der griechisch-katholischen Kirche in der Slowakei und Eparch von Presov, Milan Babjak, der slowakische Militärbischof Frantisek Rabek sowie Weihbischof Stefan Secka (Spis). Dem Gottesdienst mit Kardinal Schönborn am Sonntagvormittag geht ab 1.30 Uhr eine Gebetsnacht mit Jugendlichen voran.

Hunderttausende Pilger auch während des Kommunismus

Die Wallfahrt von Levoca hat eine jahrhundertealte Tradition, die auf die Zeit des ungarischen Königs Bela IV. im 13. Jahrhundert zurückgeht. Nach seiner Niederlage gegen die mongolischen Heere wurde das Land verwüstet und entvölkert. Fast die Hälfte der Bewohner dürfte den Tod gefunden haben. Jene Menschen, die sich in die Wälder geflüchtet hatten, schmückten Bäume mit Marienbildern. Auf diese Weise entstand der Marienort.

Im Jahr 1470 baute man die ursprüngliche Wallfahrtskapelle zu einer kleineren gotischen Kirche um. Dort wurde eine Marienstatue verehrt, die bis heute das zentrale Symbol der Wallfahrt von Levoca ist. Später entstanden in der Stadt, die auf deutsch Leutschau und auf ungarisch Löcse genannt wurde, kostbare sakrale Kunstwerke wie der monumentale gotische Schnitzaltar des Meisters Paul von Leutschau in der Jakobskirche, mit 18,6 Metern der höchste gotische Altar der Welt. Auf dem Marienberg wurden im Laufe der Jahrhunderte mehrere Kirchen errichtet, die immer wieder zerstört wurden. Die bestehende Kirche im neogotischen Stil stammt aus den zwanziger Jahren.

Auch in der kommunistischen Zeit hatte die Wallfahrt große Bedeutung. Obwohl die kommunistischen Behörden durch administrative Schikanen und Verkehrsbehinderungen versuchten, den Pilgerstrom einzudämmen, kamen - insbesondere in den achtziger Jahren - oft bis zu 250.000 Gläubige nach Levoca. Denn Levoca hat nicht nur kirchliche, sondern auch hohe nationale Bedeutung, weil die Stadt in der Zips in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein Zentrum der slowakischen Nationalbewegung war.

Nach dem Ende des Kommunismus fand 1991 in Levoca die größte Wallfahrt in der Geschichte der Slowakei statt. Nahezu eine halbe Million Gläubige nahm an der traditionellen Pilgerfahrt teil. 1995 feierte Johannes Paul II. im Rahmen seines Slowakei-Besuches in Levoca einen Wallfahrtsgottesdienst mit 300.000 Gläubigen.

Im Jahr 2003 stand die Levoca-Wallfahrt im Zeichen der Vorbereitungen auf den Mitteleuropäischen Katholikentag, dessen Höhepunkt im darauf folgenden Jahr die "Wallfahrt der Völker" in Mariazell war. Die beiden Wallfahrtsorte sind durch den internationalen Weitwanderweg I 23, miteinander verbunden. Auf 1.300 Kilometern führt dieser „Marienpilgerweg“ vom polnischen Tschenstochau (Czestochowa) über Levoca nach Mariazell.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Schönborn

  1. Österreichische Bischöfe bitten im Corona-Hirtenwort um Entschuldigung
  2. Unverhältnismäßiger Eingriff in das Grundrecht durch Bischöfe
  3. Mann von Welt für die Kirche in Österreich: Kardinal Schönborn 75
  4. Papst belässt Kardinal Schönborn weiter im Amt
  5. Kardinal Schönborn wünscht neuer Regierung viel Segen und Erfolg
  6. Schönborn verteidigt weiterhin umstrittene Pachamama-Statue
  7. Kardinal Schönborn sagt alle Termine bis Januar ab!
  8. Kardinal Schönborn erkrankt
  9. Schönborn: Habe Rücktrittsgesuch nicht nur pro forma eingereicht
  10. Es wird deutlich, wohin die Reise geht: der Zölibat soll weg!








Top-10

meist-gelesen

  1. Bistum Trier: Klobürsten-Segen durch Pfarrer Leick
  2. Kardinal Müller warnt vor Unterdrückung der katholischen Kirche
  3. kfd: Maiandacht mit der Pachamama
  4. Papst Franziskus in Geldnot!
  5. Vom Lehramt längst beantwortet
  6. Gegen Anordnung des Bistums: Kommunion in Metalldose zum Mitnehmen
  7. Berlin: Muslime beten erstmals in evangelischer Kirche
  8. Corona-Krise ist für George Soros die Krise seines Lebens
  9. Liturgieprofessoren schlagen Benediktion Homosexueller vor
  10. Der grosse Betrug

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz | US