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'Das wird die Laien dazu veranlassen, eurem Beispiel zu folgen'

20. Juni 2008 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Benedikt XVI. zu Bischöfen aus Pakistan: Die zentrale Stellung der Eucharistie sollte im Leben der Priester und Bischöfe besonders deutlich sichtbar sein."


Rom (kath.net/Zenit.org)
Benedikt XVI. hat seine geistige Verbundenheit mit den Gläubigen in Pakistan bekräftigt, die des Öfteren unter Bedingungen zu leben haben, die das christliche Leben erschweren.

Beim Empfang der Hirten dieses Landes, die in Rom ihren alle fünf Jahre fälligen „Ad-limina“-Besuch absolvierten, verwies der Papst auf die Notwendigkeit, eine „eucharistische Spiritualität“ zu pflegen, um auf die aktuellen Herausforderungen antworten zu können.

„Die zentrale Stellung der Eucharistie, die sowohl in der würdigen Feier des Herrenmahls als auch bei der stillschweigenden Anbetung des Sakraments zum Ausdruck kommt, sollte im Leben der Priester und Bischöfe besonders deutlich sichtbar sein“, bekräftigte der Heilige Vater. „Das wird die Laien dazu veranlassen, eurem Beispiel zu folgen und eine tiefere Wertschätzung für die andauernde Gegenwart des Herrn in ihrer Mitte zu entwickeln.“

Die Realpräsenz Christi habe die Kraft, das Denken, Reden und Tun der Christen in der Welt radikal zu verwandeln, fuhr der Papst fort. Zudem vergegenwärtige die Eucharistie „den erlösenden Sinn des Todes und der Auferstehung Christi, und so erneuert sie die Geschichte und erfüllt die ganze Schöpfung mit neuem Leben“. Beim Brotbrechen erfahre man immer wieder neu, „dass die absurde Gewalt niemals das letzte Wort hat, denn schließlich hat Christus mit seiner großartigen Auferstehung Sünde und Tod besiegt“.


Benedikt XVI. bedankte sich in diesem Zusammenhang für die Initiativen, die die pakistanischen Bischöfe initiiert haben, „um das Bewusstsein für den radikalen Wandel zu stärken, der möglich ist, wenn die Christen es zulassen, dass ihr ganzes Leben eine eucharistische Gestalt annimmt“.

Die eucharistische Spiritualität, die Benedikt XVI. den Gläubigen ans Herz legte, „schließt jeden Aspekt des christlichen Lebens ein“. Das zeige sich besonders deutlich in den kirchlichen Bewegungen, die in den pakistanischen Diözesen immer lebendiger würden. „Die Charismen dieser Vereinigungen spiegeln die besonderen Bedürfnisse unserer Zeit wider und stillen sie.“

Angesichts der schwierigen Umstände, die die Bischöfe in ihrer apostolischen Arbeit mitunter erfahren, betonte der Papst: „Wenn wir in Situationen, die wir häufig nicht beeinflussen können, die Lasten, die uns auferlegt werden, mutig auf uns nehmen, entdecken wir Jesus selbst, der uns mit einer Hoffnung erfüllt, die die Leiden der Gegenwart übersteigt, da sie uns von innen her verwandelt.“

Er ermutigte seine Gäste, ein besonderes Feingefühl im Umgang mit den Priestern zu entwickeln und ein Klima zu schaffen, dass von Zuneigung und Vertrauen geprägt ist. „Eure Priester, die durch ganz besondere Bande mit Christus dem Guten Hirten verbunden sind, sind Botschafter der christlichen Hoffnung, wenn sie verkünden, dass Jesus in seinem Volk lebt, um den Menschen ihre Ängste zu nehmen und sie in ihrer Schwachheit zu stärken. Ich bitte euch, dass ihr ihnen meine geistliche Verbundenheit versichert, wenn sie dieser Aufgabe nachgehen.“

Der Papst erinnerte die Hirten auch an ihre „besondere Aufgabe als Verkünder des Evangeliums und Förderer der Liebe und des Friedens in Kirche und Gesellschaft“, und ermutigte sie, sich in schweren Stunden „durch Gebet und Zusammenarbeit gegenseitig zu stützen“.

Im Hinblick auf die Priesterausbildung, deren Bedeutung Benedikt XVI. besonders hervorhob, sollte vor allem der interreligiöse Dialog berücksichtigt werden. Alle Christen in Pakistan hätten schließlich die Verantwortung, „das Verständnis und Vertrauen zu den Mitgliedern der anderen Religionen zu fördern, um friedliche Foren zu schaffen, wo es einen offenen Dialog geben kann“.

Der Dienst der katholischen Einrichtungen am Gemeinwohl offenbare, „dass die Liebe Christi nicht etwas rein Abstraktes ist, sondern dass sie durch wirkliche Personen zu jedem Mann und zu jeder Frau gelangt – durch Menschen, die in den wohltätigen Einrichtungen der Kirche arbeiten“.

Abschließend sprach Benedikt XVI. den Wunsch aus, dass die Begegnung mit dem lebendigen Christus in den Herzen der pakistanischen Gläubigen den Wunsch wecken möge, „mit den anderen die Freude zu teilen, in der Gegenwart Gottes zu leben. Mögen sie den heiligen Paulus nachahmen und umsonst geben, was sie umsonst empfangen haben.“


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