16 Juni 2008, 12:30
Patriarch Bartholomaios I. akzeptiert 'doppelte Einheit'
 
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Eine Lösung zur Einheit mit der Orthodoxie? - Patriarch Bartholomaios I. hat die griechisch-katholischen Kirchen eingeladen, bei voller Gemeinschaft mit dem Papst wieder orthodox zu werden

München (www.kath.net)
Das Oberhaupt der Orthodoxie, Patriarch Bartholomaios I. hat die griechisch-katholischen Kirchen eingeladen, bei voller Gemeinschaft mit dem Papst wieder orthodox zu werden wie die ökumenischen Zeitschrift Kyrillos+Methodios berichtet. „Die Mutterkirche von Konstantinopel hält allen ihren einstigen Söhnen und Töchtern die Tür zur Rückkehr offen“, sagte der Patriarch. Grundlage könne das Verständnis von Kirchengemeinschaft sein, wie es für die Einheit der byzantinischen und römischen Kirche im ersten Jahrtausend prägend war.

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Damit befürwortet Patriarch Bartholomaios I. das Modell der „doppelten Einheit“, das Kardinal Lubomyr Husar, Oberhaupt der Griechisch-Katholischen Kirche der Ukraine, vorgeschlagen hat, um die Kirchen­spaltung zu überwinden. Gesprächsbedarf sieht Patriarch Bartholomaios I. bei der „neueren katholischen Dogmenentwicklung“. Auch müsse man über die globalen vatikanischen Verwaltungsstrukturen reden.

Volle kirchliche Gemeinschaft ließe sich nicht „von den Kirchenführern verkünden und von den Theologen erklügeln“, sagte Patriarch Bartholomaios weiters. „Unser Leben und Glauben, die Menschen an der Basis, müssen wieder zusammenwachsen. Da bleibt noch viel zu tun: Partnerschaften zwischen orthodoxen, katholischen und reformatorischen Gemeinden, gemeinsame Projekte, besseres Kennenlernen und Verstehen, und viel, viel Gebet.“

Die Kirchen dürften „sich nicht einfach damit zufrieden geben, in ethisch-moralischen Lehraussagen ‚Einigkeit über ihre Uneinigkeit’ erzielt zu haben, sondern müssen bereit sind, sich ernsthaft mit ihren Meinungsverschieden­heiten auseinanderzusetzen und sie im Lichte der Lehre, des liturgischen Lebens und der Heiligen Schrift gründlich zu analysieren“. Wichtige Schritte auf dem Weg zur Einheit habe man bereits getan, sagte Patriarch Bartholomaios. „Der gegenseitige Kirchenbann von 1054 ist aufgehoben, der theologische Dialog der Orthodoxie mit Anglikanern, Lutheranern und Reformierten kommt kontinuierlich voran. Mit der römisch-katholischen Kirche wurde dieses Glaubensgespräch nach mehrjähriger Pause wieder aufgenommen.“







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