Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  5. Bätzing gegen Papst Leo
  6. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  7. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  11. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  12. „Wir werden erwartet“
  13. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  14. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  15. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus

Protest gegen automatischen Übertritt von Minderjährigen zum Islam

6. Mai 2008 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das Oberhaupt der ägyptisch-koptischen Kirche protestierte gegen einen Beschluss des ägyptischen Innenministers, der minderjährige Christen diskriminiert.


Bonn (www.kath.net)
Ein Berater des ägyptisch-koptischen Papstes Shenouda soll kürzlich ein Protestschreiben bei einem ägyptischen Gericht deponiert haben. Das meldete das deutsche Institut für Islamfragen unter Berufung auf das Portal „alarabiya.net“.

Das Schreiben richtete sich gegen einen Beschluss des ägyptischen Innenministers, der minderjährige Christen diskriminiert: Minderjährige werden demgemäß als Muslime registriert, wenn ihr Vater vom Christentum zum Islam übergetreten ist.

Der Berater für juristische Angelegenheiten, der Rechtsanwalt Najeeb Jibraeel, der zugleich Vorsitzender einer ägyptischen Menschenrechtsorganisation ist, teilte mit, er habe sich zu diesem Schritt auf Wunsch dreier ägyptischer Mütter entschlossen.


Deren christliche minderjährige Kinder seien vom ägyptischen Staat als Muslime registriert worden, ohne je selbst zum Islam übergetreten zu sein, nachdem ihre Väter vom Christentum zum Islam konvertierten.

Die Religionszugehörigkeit von Kindern wird gemäß Scharia durch den Vater bestimmt. Die Kinder eines muslimischen Vaters sind von Geburt an rechtlich stets Muslime. Das Gericht folgert aus dieser Schariavorschrift, dass auch bei einem späteren Übertritt des Vaters sich die Religionszugehörigkeit der Kinder automatisch ändern muss – was gesellschaftlich undenkbar und rechtlich unmöglich wäre, wenn ein muslimischer Vater Christ würde.

Rechtsanwalt Jibraeel forderte in seinem Schreiben, dass die Kinder selbst über ihre Religionszugehörigkeit entscheiden können müssten. Außerdem sei es sehr problematisch für die Kinder, wenn ihr Vater erneut zum Christentum konvertieren würde.

Der Jurist weist in seinem Protestschreiben auch darauf hin, dass es keinen Paragraphen im ägyptischen Grundgesetz gäbe, der besage, dass minderjährige Kinder als Muslime geführt werden müssten, wenn ihre Väter zum Islam übergetreten seien.

Der Austritt aus dem Islam bzw. die Konversion vom Islam zu einer anderen Religion ist in allen muslimisch geprägten Ländern verboten. Anhänger anderer Religionen in muslimischen Ländern können hingegen jederzeit zum Islam übertreten.

Das „Institut für Islamfragen“ weist darauf hin, dass das ägyptische Grundgesetz besagt, dass die Scharia alleinige Grundlage der Gesetzgebung sei. Von Mohammed sei der Ausspruch überliefert, dass die Eltern über die Religion ihrer Kinder entscheiden: „Die Eltern machen ihre Kinder zum Juden, Christen oder Zoroastrier.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ägypten

  1. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  2. Ägypten – Das Land, auf dem Gott sich offenbart hat
  3. Papst gedenkt der Opfer von Kirchenbrand in Ägypten
  4. Ägypten: Mindestens 41 Tote bei Brand in koptischer Kirche in Kairo
  5. Ägypten legalisiert 1.800 kirchliche Gebäude
  6. Ägypten: „Ich habe Mitleid mit den Tätern“
  7. Bedeutendes frühchristliches Heiligtum in Kairo restauriert
  8. Keine Angst vor Corona
  9. Ägypten: Wegen Pandemie keine öffentlichen Ostergottesdienste
  10. Ägypten: Bisher knapp 1.200 Kirchen "legalisiert"







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Wir werden erwartet“
  3. Leo XIV. drängt auf internationale Regeln für Künstliche Intelligenz
  4. Papst baut Sekretariat der weltweiten Synode um
  5. Papst dankt Mercedes für "100 Jahre Papamobil"
  6. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  7. Vatikan warnt vor ‚Extremismus‘ und ‚Spaltung‘ durch Knien beim Kommunionempfang
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. „Die ‚Irish Times‘ hat den 3293. Artikel von jemandem veröffentlicht, der nicht mehr zur Messe geht“
  10. Ulf Poschardt warnt vor Islamismus: Erst sind die Synagogen dran, dann die Christen
  11. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  12. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  13. Papst Leo beantragte Briefwahl-Unterlagen für die Midterms - Papst hat tatsächlich gewählt!
  14. „Mit der Unterstützung meiner Schwiegereltern verließ ich eine nicht-sakramentale Beziehung“
  15. Drei Stunden im Fegefeuer

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz