Vatikansprecher: Homosexuelle können nicht Priester werden
 
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Navarro-Valls: Eine Priesterweihe könne aus diesem Grund für ungültig erklärt werden.
Papst "sehr beunruhigt und traurig" über Berichte von Missbrauchsfällen bei Klerikern

Vatikan (www.kath.net)
Männer mit homosexuellen Neigungen können nicht zum Priester geweiht werden. Das sagte Vatikan-Sprecher Joaquin Navarro-Valls in einem Interview mit der Sonntagsausgabe der "New York Times". "Menschen mit diesen Neigungen können nicht geweiht werden", sagte Navarro-Valls wörtlich. Er wolle kein endgültiges Urteil über sie fällen, sagte der Vatikansprecher. Sie könnten jedoch auf diesem Gebiet nicht tätig sein. Laut "New York Times" verglich der Vatikan-Sprecher die Situation eines Mannes mit homosexuellen Neigungen, der Priester wird, mit einem Homosexuellen, der eine Frau heiratet, die aber von der Neigung des Mannes nichts weiß. Eine solche Ehe könne annulliert werden; auch eine Priesterweihe könnte aus diesem Grund für ungültig erklärt werden.

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Die Stellungnahmen von Navarro-Valls erfolgten im Zusammenhang mit den in jüngster Zeit bekannt gewordenen Missbrauchsfällen bei Klerikern. Der Vatikansprecher teilte mit, dass Johannes Paul II. bis jetzt vermieden habe, zu diesen Vorfällen öffentlich Stellung zu nehmen, weil er es vorziehe, seine Anliegen direkt den betreffenden Bischöfen in Privat-Gesprächen mitzuteilen. Der Papst habe zu den Bischöfen "sehr deutlich" gesprochen und sich über die Berichte sehr beunruhigt und traurig gezeigt. Er habe "eine ungeheure Traurigkeit gezeigt, ein physische Traurigkeit, die seinen ganzen Körper berührte" und habe gesagt: 'Wie kann dies passieren?", so der Vatikan-Sprecher.

Foto: (c) SIR

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