Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  9. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  10. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  11. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  14. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  15. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer

Franziskus war kein Birkenstock-Hippie sondern Muslim-Bekehrer

4. April 2008 in Spirituelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bekehrung heute darf nicht mit Zwang geschehen sondern vielmehr durch einen "Dialog der Bekehrung". Vorbild könnte der heilige Franziskus sein, erklärt Autor Frank Rega.


New York (www.kath.net) „Franz von Assisi und die Bekehrung der Muslime“ lautet der Titel eines Buchs von Frank M. Rega, in dem er eine bislang kaum beachtete Seite der Biographie des beliebten Heiligen beleuchtet, nämlich seinen Umgang mit den Muslimen.

Inhaltlich geht es um den 5. Kreuzzug, zu dem Papst Innozenz III. 1215 beim Lateran-Konzil aufrief und der schließlich 1217 unter seinem Nachfolger Honorius III. begann. Er dauerte vier Jahre, die Christen verloren ihn.

Während des Kreuzzugs predigte Franziskus in der ägyptischen Nil-Stadt Damietta den Muslimen. Frank Rega erklärt in seinem Buch, wie der Heilige überhaupt zum Kreuzzug kam. Er habe ihn „als Teil eines bestehenden gerechten Kriegs als Antwort auf muslimische Invasionen in christliche Gebiete verstanden“, darunter viele italienische Städte, sagt Rega im Interview mit LifeSiteNews.

Zum Kreuzzug habe außerdem der Heilige Vater aufgerufen, „und es ist sehr bekannt, dass Franziskus in höchster Loyalität zur katholischen Kirche stand“, berichtet der Autor. „Schließlich, und das war vielleicht das Wichtigste, spürte er, dass der Kreuzzug spirituell begründet war.“

Wie verhielt sich Franziskus konkret gegenüber Muslimen? Frank Rega: „Es ist wichtig, den Mut von Franziskus anzuerkennen. Er predigte bewaffneten Muslimen, die wenige Tage zuvor eine größere Schlacht in Damietta gewonnen und dabei rund 5.000 Christen getötet hatten.“

Franz habe sich vom Päpstlichen Gesandten eine Genehmigung geben lassen, um in die feindlichen Lager zu gelangen. „Als er auf muslimischem Territorium war, wurden er und Bruder Illuminatus gefangen genommen, geschlagen und in Ketten gelegt. Das ist ein Bild, das demjenigen von Statuen eines demütigen Bruders, der von Vögeln und anderen Tieren umgeben ist, diametral entgegen gesetzt ist – der heilige Franziskus, geschlagen und in Ketten! Er war voll und ganz auf das Martyrium gefasst.“

Auf die Frage des Sultans, ob er ein Botschafter der Kreuzritter sei, antwortete Franziskus, er sei allerdings ein Botschafter – nämlich ein „Botschafter Gottes“. Frank Rega: „Dann gab er weiter Zeuge für seine Liebe zu Jesus und sagte, dass er die Seelen des Sultans und seiner Leute retten wollte.“

Dieser sei frappiert gewesen, hatte sein Heer doch eben die Christen geschlagen. Dennoch habe ihn die Liebe, von vom heiligen Franziskus ausströmte, bewegt. „Die Berater al-Maliks, die Imame, waren hingegen nicht so beeindruckt. Sie forderten, dass Franziskus und Illuminatus gemäß islamischem Gesetz enthauptet werden sollten.“ Frank Rega weiß von einer Geschichte aus der frühen franziskanischen Literatur, wonach al-Malik auf seinem Totenbett konvertiert sei.

Für die Gegenwart wünscht sich der Autor, dass „ökumenische Bemühungen uns nicht daran hindern sollten, den Auftrag des Evangeliums zu verleugnen, andere zur Bekehrung zu führen. Das darf nicht mit Zwang geschehen sondern vielmehr durch einen Dialog der Bekehrung. Genau das hat Franziskus in seinem Gesprächen mit dem Sultan getan.“

Er habe den Islam oder Mohammed niemals offen angegriffen, betont Rega. Er habe seine Brüder nicht gelehrt, den Koran oder die islamischen Schriften zu studieren. „Sein Ziel war, den Ungläubigen die wirkliche Präsenz Christi nahezubringen und das Wesen von Gottes Liebe, Barmherzigkeit, Vergebung und Rettung.“



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Pakistans Scharia-Gericht billigt Entführung, Vergewaltigung, Kinderehe einer 13-jährigen Christin
  2. Islamistengruppe ‚Nūr al-ʿIlm‘ breitet sich in Norddeutschland aus
  3. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  4. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  5. Kardinal Schönborn: "Wenn sich bei uns so viele Menschen vom Christentum verabschieden..."
  6. „Wir führen Einzelgespräche mit Muslimen im persönlichen Kontakt“
  7. Papst besucht die Blaue Moschee in Istanbul - Gebetet hat er dort aber nicht
  8. Der neue Erzbischof von Wien und der Islam
  9. Iran: Immer mehr Frauen verstoßen gezielt gegen die Hijab-Pflicht
  10. Muslime größte Religionsgemeinschaft an öffentlichen Wiener Pflichtschulen







Top-15

meist-gelesen

  1. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  2. So nicht, Mr. Präsident!
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  9. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  10. "Derselbe Polarstern"
  11. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  12. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  13. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  14. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  15. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz