Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  6. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  7. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  8. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  9. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  10. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  11. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  12. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  13. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Das Weihesakrament

2. März 2008 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Sakramente in der Ostkirche Teil 4 - Christoph Brey, Bamberg.


Bamberg (www.kath.net)
Das Weihesakrament

Die Ostkirche kennt wie die Westkirche das dreistufige Weiheamt: Diakon, Priester und Bischof. Daher gibt es auch drei verschiedene Weihen: die Diakonenweihe, die Priesterweihe und die Bischofsweihe. Alle Sakramente der Orthodoxen Kirche können von einem Priester gespendet werden. Die große Ausnahme bildet hierbei allerdings das Weihesakrament, das allein dem Bischof vorbehalten ist.

Die Ostkirche nennt die Weihe auch Handauflegung (griech. cheirotonia). Diese unterscheidet sich aber in ihrem sakramentalen Charakter von der cheirotesia, den niederen Weihen zum Lektor, Akolythen und Subdiakon. Diese niederen Weihen waren früher auch in der Westkirche üblich. Durch die begriffliche Unterscheidung soll zum Ausdruck kommen, dass es sich bei den niederen Weihen nicht um ein Sakrament, sondern um eine Beauftragung handelt als Vorstufe zur eigentlichen Weihe.

Das Weihesakrament wird stets innerhalb einer Göttlichen Liturgie vollzogen und jede Weihestufe hat ihren eigenen Platz im Gottesdienst. In der Westkirche findet die Weihe in der Regel nach der Homilie, also am Ende des Wortgottesdienstes statt. In der Orthodoxen Kirche wird die Diakonenweihe vor der Kommunionspendung vollzogen. Die Priesterweihe hat ihren Platz vor der Anaphora, dem Eucharistischen Hochgebet, und die Bischofsweihe wird vor den Lesungen aus der Heiligen Schrift gespendet. Dadurch soll zum Ausdruck kommen, welch unterschiedliche Funktion die einzelnen Weiheämter, auch innerhalb der Liturgie, haben.

Bei der Weihe ruft der Bischof jeweils aus „axios“. Das ist griechisch und bedeutet „er ist würdig“. Die anwesenden Kleriker bestätigen dies ihrerseits mit einem „axios“ so wie auch die Gläubigen. Das zeigt, dass auch die anwesende Gemeinde in die Weihe einbezogen ist. Der Geweihte übernimmt ein Dienstamt, Dienst am Nächsten und an der Gemeinde. Diese Gemeindebeteiligung ist ein wesentliches Element der Weiheliturgie.

Diakonen- und Priesterweihe wird vom Bischof vollzogen, die Weihe des Bischofs muss allerdings von mindestens drei Bischöfen gespendet werden (vgl. die Kanones des Konzils von Nizäa). In der Ostkirche ist es üblich die Weihe immer nur Einzelnen zu spenden, daher ist es auch möglich, dass mehrmals im Jahr Weihen stattfinden.

Weihekandidaten

Wie in der Westkirche kennt auch die Ostkirche das Weiheamt nur für Männer. Dies erinnert an die Person Christi, welchen der Priester im liturgischen Vollzug verkörpert. Priester und Diakone der Orthodoxen Kirche dürfen heiraten, die Gemeindepfarrer sollen sogar verheiratet sein. Allerdings muss die Ehe bereits vor der Weihe geschlossen werden.

Wird ein Unverheirateter zum Diakon oder Priester geweiht, so muss er zölibatär leben. Die Bischöfe hingegen müssen unverheiratet sein, daher kommen sie in der Ostkirche auch meist aus dem Mönchsstand. Diese Tradition des verheirateten Klerus haben auch die mit Rom unierten Kirchen des Ostens.

Dies führt zu der Tatsache, dass es auch in der katholischen Kirche viele verheiratete Priester gibt. Das Verständnis des Weiheamtes ist deckungsgleich zwischen orthodoxer und katholischer Kirche, unterscheidet sich nur in der eben genannten praktischen Ausgestaltung.

Aufgaben

Aufgabe des Diakons ist es, dem Bischof oder Priester bei der Feier der Liturgie und der Sakramente zu helfen. Der Priester verkörpert die Person Christi in der Liturgie und spendet im Auftrag seines Bischofs die Sakramente. Der Bischof hat das Recht alle Sakramente zu spenden und er wacht über die Ordnung und Frömmigkeit in der Kirche.

Kathpedia: Orthodoxe Kirchen

Foto: © www.kath.net



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Orthodoxie

  1. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  2. Orthodoxe Christen feiern am kommenden Sonntag Ostern
  3. Papst Leo XIV. wirbt für engere Zusammenarbeit mit Ostkirchen
  4. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  5. Ökumenisches Patriarchat weist Vorwürfe Russlands zurück
  6. Weihesakrament und Leitungsvollmacht
  7. „Mit den beiden Lungenflügeln atmen“, singen und beten
  8. Der Augenblick Gottes: Die Begegnung von Papst Paul VI. und Patriarch Athenagoras
  9. Die Ost- und Westkirche – „Schwesterkirchen“ - Die Brüder Andreas und Petrus treffen sich
  10. Einladung aus orthodoxer Mönchsrepublik Athos für US-Präsident Trump







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  3. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  4. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  5. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  6. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  7. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  8. Warum der Todestag des Franz von Assisi nicht sein Gedenktag ist
  9. Wo der Mensch nicht berechenbar ist
  10. Wenn das Nein nicht mehr zählt
  11. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  12. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  13. Erschütterndes Historiendrama: Netflix-Serie „Fauda“ verarbeitet den Terror des 7. Oktober
  14. Muslimische Organisation: ‚In 45 Jahren wird Frankreich wieder katholisch‘
  15. Studium zwischen Verstand, Erinnerung und Glauben. Das Herz der Wahrheit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz