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Alfons Maria Kardinal Stickler gestorben

13. Dezember 2007 in Österreich, keine Lesermeinung
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Der österreichische Kurienkardinal starb am Mittwoch im Alter von 97 Jahren - Update


Rom (www.kath.net/PEW/red)
Der österreichische Kardinal Alfons Maria Kardinal Stickler ist am Mittwoch im Vatikan im Alter von 97 Jahren verstorben wie KATH.NET aus Kirchenkreisen erfahren konnte. Alfons Maria Stickler wurde am 27. März 1937 für den Salesianerorden zum Priester geweiht. Am 8. September 1983 empfing er von Papst Johannes Paul II. die Bischofsweihe und wurde am selben Tag zum Archivar und Bibliothekar der Heiligen Römischen Kirche ernannt. Am 25. Mai 1985 folgte seine Aufnahme in das Kardinalskollegium und seine Ernennung zum Kardinaldiakon von San Giorgio in Velabro. Am 01. Juli 1988 trat er von seinen Kurienämtern zurück. Am 29. Juni 1996 erhob Papst Johannes Paul II. ihn zum Kardinalpriester von San Giorgio in Velabro.

Stickler war der älteste lebende Kardinal der katholischen Kirche. In den letzten Jahre lebte er sehr zurückgezogen in seiner Wohnung im Palazzo del Sant'Uffizio. Wie der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz im Gespräch mit "Kathpress" sagte, ist Kardinal Stickler am Mittwochabend um 19.30 Uhr "friedlich entschlafen". Bischof Schwarz kannte Stickler aus seiner Zeit als Provinzial der römischen Provinz der Salesianer Don Boscos sehr gut.

Der verstorbene Kardinal stammte aus einer großen Familie. Er war das zweite von insgesamt zwölf Kindern. Nach der Matura in Wien trat er in das Noviziat der Salesianer Don Boscos ein und legte am 15. August 1928 die Ordensprofess ab. Seine theologischen Studien machte er in Benediktbeuern und setzte sie in Turin und Rom fort. An der römischen Lateranuniversität promovierte er zum Doktor beider Rechte. Am 27. März 1937 wurde in der römischen Basilika San Giovanni in Laterano zum Priester geweiht.

Stickler lehrte Kirchenrechtsgeschichte an der kanonistischen Fakultät der römischen Salesianer-Universität, wurde Dekan der Fakultät und schließlich Rektor der Hochschule. Am 25. März 1971 (Aschermittwoch) ernannte ihn Paul VI. zum Präfekten der Vatikanischen Bibliothek; für Stickler war es nach eigener Aussage der bedeutendste "Wechsel seines Lebensgleises". Am 8. September 1983 wurde Stickler zum "Probibliothekar der Heiligen Römischen Kirche" und gleichzeitig zum Titularerzbischof von Bolsena ernannt. Johannes Paul II. persönlich weihte ihn am Fest Allerheiligen 1983 zum Bischof. Am 7. Juli 1984 übertrug ihm Johannes Paul II. außerdem die Leitung des vatikanischen Geheimarchivs. Im Konsistorium vom 25. Mai 1985 erhob ihn Johannes Paul II. zum Kardinal und übergab ihm als Titelkirche San Giorgio in Velabro (die Kirche wurde in der Nacht vom 27. auf den 28. Juli 1993 bei einem Bombenanschlag vermutlich der Mafia schwer beschädigt). Ab diesem Zeitpunkt war Stickler offiziell "Bibliothekar und Archivar der Heiligen Römischen Kirche".

Während seiner Amtszeit setzte sich Stickler unermüdlich für die Erhaltung und Modernisierung der Vatikan-Bibliothek ein, die nicht nur als Aufbewahrungsort der "weltweit reichsten Sammlung an Handschriften" (rund 70.000) gilt, sondern auch eine Million gedruckter Bücher, rund 150.000 Kupferstiche und eine überaus wertvolle Münzsammlung umfasst. Unter anderem wurde unter der Leitung des österreichischen Kardinals ein großer Bunker errichtet, in dem die wichtigsten Schätze der Bibliothek (unter anderem der "Codex Vaticanus") atombombensicher untergebracht sind. Kardinal Stickler galt auch als Kritiker des sogenannten "Kirchenvolksbegehrens".

Im Sommer 1988 trat Stickler aus Altersgründen von seinem Amt als Leiter der Vatikanbibliothek und des Geheimarchivs zurück. Auch im Ruhestand lebte er in Rom.

KATHPEDIA: Kardinal Stickler

Foto: (c) Internetpfarre



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