04 Oktober 2007, 15:51
Nigeria: Acht Kirchen von muslimischen Fanatikern niedergebrannt
 
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Prälat Obiora Ike schickt via "Kirche in Not" einen Hilferuf an die Christen

München (www.kath.netU/KiN)
Im Norden Nigerias ist es zu gewalttätigen Ausschreitungen durch fanatische Muslime gekommen. Acht christliche Kirchen wurden niedergebrannt, Christen verfolgt und schwer verletzt. Die Attentate erfolgten in Tudun-Wada Town im Bundesstaat Kano während der friedlichen Feier des 47. Jahrestages der Unabhängigkeit.

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Der Leiter einer „Kirche in Not“ bekannten katholischen Organisation in Nordnigeria traf auf zwei Priester, die ihm von erlittenen Torturen berichteten. Einer wurde mit einer Machete angegriffen. Beim Versuch sich zu wehren, wurden ihm Finger an der rechten Hand abgetrennt. Eine fanatische Gruppe plünderte das Pfarrhaus und steckte die Kirche, das Pfarrhaus und ein weiteres Gebäude in Flammen. Der zweite Priester war mit seinem Auto unterwegs, als die Fanatiker zuschlugen.

Alle acht christlichen Kirchen und die Unterkunft von verschiedenen Seelsorgern wurden laut Auskunft des nigerianischen Geistlichen dem Erdboden gleich gemacht. Die Fanatiker haben weitere Gebäude zahlreicher Christen niedergebrannt, nachdem sie deren Lagerhallen geplündert hatten. Ferner erklärten sie öffentlich, dass alle Christen, die dort noch lebten, dies auf ihr eigenes Risiko täten. Einheimische Muslime hätten vier große Lastwagen bereitgestellt, damit alle überlebenden Christen den Bezirk endgültig verlassen könnten, teilte der Priester dem Hilfswerk mit. Die Christen seien in diesem Gebiet nicht mehr erwünscht.

Die Gründe für diese Gewalttaten sind verworren. Auslöser des Aufstandes könnte ein Ereignis auf einer weiterführenden Schule gewesen sein. Christliche und muslimische Schüler haben auf eine Tafel Karikaturen bekannter Persönlichkeiten gemalt. Ein christlicher Schüler soll einen Mann gezeichnet und diesen mit „Mohammed“ betitelt haben. Die muslimischen Schüler waren verärgert und zettelten Randale an. Nachdem die Schulleitung den Aufstand nicht beenden konnte, schloss sie aus Sicherheitsgründen die Einrichtung. Muslimische Fanatiker in der Stadt erfuhren davon und begannen zu schreien: „Wir werden das nicht zulassen!“

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