Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  5. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  6. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  7. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  8. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  9. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  10. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  11. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  12. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?
  13. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  14. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  15. Fünfmal Mary: Eine US-Familie und ihre ungewöhnliche Namenstradition

Bischof Kapellari: Muslime sollen für Religionsfreiheit eintreten

27. August 2007 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"So lange Christen sich in fast allen islamischen Ländern verstecken müssen, sollten Muslime in Ländern wie dem unseren auf städtebaulich dominante Moscheen verzichten."


Graz (www.kath.net) Muslime bauen Moscheen in Europa, während Christen in muslimischen Ländern ihre Religion nicht frei ausüben dürfen. Auf diesen rechtlichen Unterschied verwies Egon Kapellari, Bischof der Diözese Graz-Seckau, im Interview mit der „Presse“.

„Ich bin selbstverständlich dafür, dass Muslime – wenn sie die demokratische Rechtsordnung respektieren - auch in einem christlich geprägten Land gemeinsam beten können und dafür geeignete Räume haben“, unterstrich er.

„Ich erwarte aber von muslimisch dominierten Staaten, dass sie Anhängern anderer Religionen Recht und Raum zur Ausübung ihres Glaubens geben. Diesbezüglich bleibt der Islam weltweit noch viel schuldig“, bedauert der Bischof.

„Es ist wünschenswert für die Glaubwürdigkeit muslimischer Forderungen, dass Muslime, die etwa in Österreich leben, sich für Religionsfreiheit in ihren Herkunftsländern einsetzen“, schlägt Kapellari vor.

Natürlich könne der einzelne Moslem nicht die Verantwortung für die ganze Politik eines islamischen Landes tragen. „Aber etwas Verantwortung trägt man allemal, und ein bisschen Prägekraft haben wir immer in der eigenen Gemeinschaft.“

„So lange Christen sich in fast allen islamischen Ländern verstecken müssen, sollten Muslime in Ländern wie dem unseren auf städtebaulich dominante Moscheen verzichten“, zieht der Bischof die Konsequenz aus der derzeitigen ungerechten Situation.

Viele Christen wüssten nicht viel vom Islam und hätten ein falsches Bild. „Es gibt aber auch viele Muslime, vor allem in asiatischen Ländern, die das Christentum nicht kennen. Und dort besteht die Gefahr, ein kollektives Ressentiment gegen den Westen aufzubauen, das den Weltfrieden gefährdet.“

Es sei nötig, den Islam gut zu kennen. Dann wisse man, dass er nicht homogen sei, sondern vielgestaltig, und kein globales Zentrum habe. „Aber er hat Probleme mit der westlichen Welt.“

Auf die Frage, ob christliche Kirchen muslimische Einrichtungen fördern sollen, meinte der Bischof, dass man die eigene Gemeinschaft nicht in ihrer Identität blockieren dürfe. „Der Islam hat eine Identität, die sich sehr vom Christentum unterscheidet. Dialog soll es geben, indem man Regeln zu einer friedlichen Koexistenz entwickelt.“ Glaubensinhalte werde man wechselseitig nicht verändern können.

Foto: (c) Bistum Graz-Seckau



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Kardinal Schönborn: "Wenn sich bei uns so viele Menschen vom Christentum verabschieden..."
  2. „Wir führen Einzelgespräche mit Muslimen im persönlichen Kontakt“
  3. Papst besucht die Blaue Moschee in Istanbul - Gebetet hat er dort aber nicht
  4. Der neue Erzbischof von Wien und der Islam
  5. Iran: Immer mehr Frauen verstoßen gezielt gegen die Hijab-Pflicht
  6. Muslime größte Religionsgemeinschaft an öffentlichen Wiener Pflichtschulen
  7. Bistum Hildesheim: Kein Verständnis für Kritik an Auftritt eines Imams bei Abschlussfeier
  8. Imam mit Verbindung zur IGMG predigt bei Abschlussfeier einer katholischen Schule
  9. Berlin: Fastenbrechen mit ‚Allahu akbar‘-Rufen vor evangelischer Kirche
  10. Berliner Schule wollte Nicht-Muslime zum Ramada-Fastenbrechen verpflichten






Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  7. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  8. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  9. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  10. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  11. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  12. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  13. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  14. Fünfmal Mary: Eine US-Familie und ihre ungewöhnliche Namenstradition
  15. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz