Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  2. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  3. Besser keine Laienpredigt
  4. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  5. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  6. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  7. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  8. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  9. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  10. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  11. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  12. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  13. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  14. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  15. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf

Bischof Kapellari: Muslime sollen für Religionsfreiheit eintreten

27. August 2007 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"So lange Christen sich in fast allen islamischen Ländern verstecken müssen, sollten Muslime in Ländern wie dem unseren auf städtebaulich dominante Moscheen verzichten."


Graz (www.kath.net) Muslime bauen Moscheen in Europa, während Christen in muslimischen Ländern ihre Religion nicht frei ausüben dürfen. Auf diesen rechtlichen Unterschied verwies Egon Kapellari, Bischof der Diözese Graz-Seckau, im Interview mit der „Presse“.

„Ich bin selbstverständlich dafür, dass Muslime – wenn sie die demokratische Rechtsordnung respektieren - auch in einem christlich geprägten Land gemeinsam beten können und dafür geeignete Räume haben“, unterstrich er.

„Ich erwarte aber von muslimisch dominierten Staaten, dass sie Anhängern anderer Religionen Recht und Raum zur Ausübung ihres Glaubens geben. Diesbezüglich bleibt der Islam weltweit noch viel schuldig“, bedauert der Bischof.

„Es ist wünschenswert für die Glaubwürdigkeit muslimischer Forderungen, dass Muslime, die etwa in Österreich leben, sich für Religionsfreiheit in ihren Herkunftsländern einsetzen“, schlägt Kapellari vor.

Natürlich könne der einzelne Moslem nicht die Verantwortung für die ganze Politik eines islamischen Landes tragen. „Aber etwas Verantwortung trägt man allemal, und ein bisschen Prägekraft haben wir immer in der eigenen Gemeinschaft.“

„So lange Christen sich in fast allen islamischen Ländern verstecken müssen, sollten Muslime in Ländern wie dem unseren auf städtebaulich dominante Moscheen verzichten“, zieht der Bischof die Konsequenz aus der derzeitigen ungerechten Situation.

Viele Christen wüssten nicht viel vom Islam und hätten ein falsches Bild. „Es gibt aber auch viele Muslime, vor allem in asiatischen Ländern, die das Christentum nicht kennen. Und dort besteht die Gefahr, ein kollektives Ressentiment gegen den Westen aufzubauen, das den Weltfrieden gefährdet.“

Es sei nötig, den Islam gut zu kennen. Dann wisse man, dass er nicht homogen sei, sondern vielgestaltig, und kein globales Zentrum habe. „Aber er hat Probleme mit der westlichen Welt.“

Auf die Frage, ob christliche Kirchen muslimische Einrichtungen fördern sollen, meinte der Bischof, dass man die eigene Gemeinschaft nicht in ihrer Identität blockieren dürfe. „Der Islam hat eine Identität, die sich sehr vom Christentum unterscheidet. Dialog soll es geben, indem man Regeln zu einer friedlichen Koexistenz entwickelt.“ Glaubensinhalte werde man wechselseitig nicht verändern können.

Foto: (c) Bistum Graz-Seckau



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  2. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  3. Kardinal Schönborn: "Wenn sich bei uns so viele Menschen vom Christentum verabschieden..."
  4. „Wir führen Einzelgespräche mit Muslimen im persönlichen Kontakt“
  5. Papst besucht die Blaue Moschee in Istanbul - Gebetet hat er dort aber nicht
  6. Der neue Erzbischof von Wien und der Islam
  7. Iran: Immer mehr Frauen verstoßen gezielt gegen die Hijab-Pflicht
  8. Muslime größte Religionsgemeinschaft an öffentlichen Wiener Pflichtschulen
  9. Bistum Hildesheim: Kein Verständnis für Kritik an Auftritt eines Imams bei Abschlussfeier
  10. Imam mit Verbindung zur IGMG predigt bei Abschlussfeier einer katholischen Schule







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  5. Besser keine Laienpredigt
  6. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  7. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  8. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  9. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  10. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  11. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  12. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  13. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  14. Der Kreuzweg mit Papst Leo
  15. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz