Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ein unvermeidliches Schisma?
  2. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  3. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  4. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  5. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  6. „Die große Würde des Priestertums besteht …“
  7. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  8. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  9. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  10. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  11. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  12. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  13. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  14. Bereits vierte Kirchenübergabe an Kopten in Wien
  15. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“

Bischof Kapellari: Muslime sollen für Religionsfreiheit eintreten

27. August 2007 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"So lange Christen sich in fast allen islamischen Ländern verstecken müssen, sollten Muslime in Ländern wie dem unseren auf städtebaulich dominante Moscheen verzichten."


Graz (www.kath.net) Muslime bauen Moscheen in Europa, während Christen in muslimischen Ländern ihre Religion nicht frei ausüben dürfen. Auf diesen rechtlichen Unterschied verwies Egon Kapellari, Bischof der Diözese Graz-Seckau, im Interview mit der „Presse“.

„Ich bin selbstverständlich dafür, dass Muslime – wenn sie die demokratische Rechtsordnung respektieren - auch in einem christlich geprägten Land gemeinsam beten können und dafür geeignete Räume haben“, unterstrich er.

„Ich erwarte aber von muslimisch dominierten Staaten, dass sie Anhängern anderer Religionen Recht und Raum zur Ausübung ihres Glaubens geben. Diesbezüglich bleibt der Islam weltweit noch viel schuldig“, bedauert der Bischof.

„Es ist wünschenswert für die Glaubwürdigkeit muslimischer Forderungen, dass Muslime, die etwa in Österreich leben, sich für Religionsfreiheit in ihren Herkunftsländern einsetzen“, schlägt Kapellari vor.

Natürlich könne der einzelne Moslem nicht die Verantwortung für die ganze Politik eines islamischen Landes tragen. „Aber etwas Verantwortung trägt man allemal, und ein bisschen Prägekraft haben wir immer in der eigenen Gemeinschaft.“

„So lange Christen sich in fast allen islamischen Ländern verstecken müssen, sollten Muslime in Ländern wie dem unseren auf städtebaulich dominante Moscheen verzichten“, zieht der Bischof die Konsequenz aus der derzeitigen ungerechten Situation.

Viele Christen wüssten nicht viel vom Islam und hätten ein falsches Bild. „Es gibt aber auch viele Muslime, vor allem in asiatischen Ländern, die das Christentum nicht kennen. Und dort besteht die Gefahr, ein kollektives Ressentiment gegen den Westen aufzubauen, das den Weltfrieden gefährdet.“

Es sei nötig, den Islam gut zu kennen. Dann wisse man, dass er nicht homogen sei, sondern vielgestaltig, und kein globales Zentrum habe. „Aber er hat Probleme mit der westlichen Welt.“

Auf die Frage, ob christliche Kirchen muslimische Einrichtungen fördern sollen, meinte der Bischof, dass man die eigene Gemeinschaft nicht in ihrer Identität blockieren dürfe. „Der Islam hat eine Identität, die sich sehr vom Christentum unterscheidet. Dialog soll es geben, indem man Regeln zu einer friedlichen Koexistenz entwickelt.“ Glaubensinhalte werde man wechselseitig nicht verändern können.

Foto: (c) Bistum Graz-Seckau



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Berliner Studie: 41 Prozent der islamischen Neuntklässler geben religiösen Regeln Vorzug
  2. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  3. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten
  4. Der ‚reaktionäre‘ Islam und die Herausforderung für den liberalen Verfassungsstaat
  5. Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam
  6. Wien: Viele junge Muslime stellen religiöse Vorschriften über österreichische Gesetze
  7. Öffentliche Wiener Mittelschulen: Jeder zweite Schüler ist Moslem
  8. Pakistans Scharia-Gericht billigt Entführung, Vergewaltigung, Kinderehe einer 13-jährigen Christin
  9. Islamistengruppe ‚Nūr al-ʿIlm‘ breitet sich in Norddeutschland aus
  10. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt






Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  3. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  4. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  5. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  6. Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe
  7. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  8. Ein unvermeidliches Schisma?
  9. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  10. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  11. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  12. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“
  13. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  14. „Was, wenn sich herausstellt, dass Ann Widdecombe eine Märtyrerin war?“
  15. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz