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Das Ausmaß des Tötens ist unvorstellbar

3. Juni 2007 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Der schottische Kardinal O'Brien am "Tag des Lebens" spricht zum 40. Jahrestag der Verabschiedung des Abtreibungsgesetzes in Schottland Klartext: Die Legalisierung der Abtreibung beruht auf einem "Haufen Lügen".


Edinburgh (www.kath.net/Zenit)
Die Behauptungen der Befürworter des Abtreibungsgesetzes, das 1967 in Schottland eingeführt wurde, seien ein „Haufen Lügen“ gewesen, denen unter dem Deckmantel des Mitgefühls noch mehr Lügen gefolgt seien, erklärte Keith Kardinal O'Brien, Erzbischof von St. Andrews und Edinburgh, am Donnerstag zum 40. Jahrestag der Verabschiedung des schottischen Abtreibungsgesetzes, der mit dem kirchlichen „Tag des Lebens“ am Fest Mariä Heimsuchung zusammenfällt.

Kardinal O'Brien führte die unberechtigten Argumente für die Legalisierung der Abtreibung in Schottland aus: „Uns wurde gesagt, dass illegale Abtreibungen Frauen töten würden und deshalb entkriminalisiert gehörten. Uns wurde gesagt, dass Abtreibungen nur in Extremfällen vorgenommen würden. Uns wurde gesagt, dass die medizinische Prüfung sehr streng ausfallen würde.“ Das alles habe sich jedoch als Lügen entpuppt: „Das Ausmaß des Tötens ist unvorstellbar. In Schottland töten wir jeden Tag, was einer Aula voller Schulkinder entspricht.

Der Kardinal wies darauf hin, dass die Abtreibung für viele Frauen „zu einer alternativen Form der Geburtenregelung“ geworden sei. Dabei sei das Leben der betroffenen Babys meist „ebenso wenig gefährdet wie das Leben ihrer Mütter durch die Schwangerschaft bedroht ist“.

Abtreibungen, um das Leben der Frau zu retten, „existieren fast gar nicht“, fuhr Kardinal O'Brien fort. „Als Gesellschaft ignorieren wir diese Wirklichkeit absichtlich. Wir müssen daher wieder eine Gesellschaft aufbauen, die neues Leben freudig aufnimmt.“

Der 69-jährige Kardinal rief die katholischen Politiker auf, nicht mehr an dem „entsetzlichen Verbrechen der Abtreibung“ mitzuarbeiten und erinnerte sie an die „Hürde, die eine derartige Kooperation zum Empfang der heiligen Kommunion errichtet“. Darüber hinaus bekräftigte er, dass „der Friede nicht im Schatten von Abtreibungsräumen gestiftet“ werden könne.

„Ich wäre als Hirte gescheitert, würde ich den Ernst dieser Lage nicht hervorheben - nicht nur gegenüber den Gesetzgebern, sondern gegenüber allen: gegenüber Mutter, Vater, Freund, Berater; gegenüber allen, die auf irgendeine Weise die Mutter zur Abtreibung veranlassen“, unterstrich der Kardinal.

Allerdings machten sich am Horizont auch „Zeichen der Hoffnung“ bemerkbar: „Zu Anfang dieses Monats wurde von vielen Ärzten berichtet, die nicht mehr länger an der Abtreibung teilnehmen wollen. Sie wissen besser als die meisten anderen um die Menschheit der Ungeborenen. Wir müssen alle unterstützen, die die gleiche Linie verfolgen wie wir, und stets daran glauben, dass die Wahrheit letzten Endes doch siegen wird.“

Mehrwissen:
Kathpedia zu ‚Evangelium Vitae’



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